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Film & Serienreport Dezember 2020

Januar 11, 2021 - Lesezeit: 3 Minuten

Deadwind – Staffel 1 (2018) Die Hauptdarstellerin nervt im Prinzip seit der ersten Minute und auch wenn es im Verlauf der Staffel besser wird, so richtig warm wird man mit ihr nicht. Das wäre akzeptabel, wenn ihre Ermittlungsarbeit irgendwie besonders wäre, aber auch die besteht eigentlich nur daraus überall penetrant nachzubohren und ständig alles ohne Logik alleine zu machen. Dagegen steht mit ihrem Partner ein interessanterer Charakter, eine ordentliche Inszenierung im winterlichen Helsinki und eine Story um moderne Energiegewinnung. In der Summe somit in Ordnung. 6/10

Red Heat (1988) Richtiger Old-School-Actioner bei dem mir Jim Belushi sogar besser gefiel als Arnie, der wiederrum statt einer Maschine, hier einen Russen spielt. Da der Film vor damals gängigen Klischees nur so trieft ist da kein großer Unterschied auszumachen. Dennoch alles in allem ein stimmiges Paket und auch heute noch ein Spaß für Genrefans. 7/10

Weihnachten zu Hause – Staffel 2 (2020) Kann das Niveau und vor allem die lockere Art der ersten Staffel leider nicht halten. Statt Witz gibt es vor allem deutlich mehr Drama um dies und jenes, was die Stimmung der ganzen Staffel leider etwas drückt und nicht mehr diesen schönen Mix wie noch in den ersten Folgen ergibt. Noch in Ordnung, aber fast auch etwas schade. 6/10

Dash & Lily – Staffel 1 (2020) Verpackt einige bekannte Elemente zu einer sympathischen Mischung, die man sich vor Weihnachten ruhig mal ansehen kann. Gute 6, knappe 7/10.

Stirb Langsam 2 (1990) Noch ein Actionklassiker zu Weihnachten, der das Niveau von Teil 1 tatsächlich halten kann und somit auch immer wieder gerne gesehen wird. Die Bösewichte sind mir hier zwar insgesamt zu blass und erreichen für nicht ganz das Niveau von Teil 1 und 3, dafür ist das winterliche Flughaffensetting äußerst gelungen, die Actionszenen mit einem ständig fluchenden MaClane immer noch ein Hit und selten war Action auch so spannend wie in dieser Reihe. Außerdem werden bekannte Gesichter passend eingebunden nicht und zwanghaft irgendwie platziert. Dazu der bekannte Soundtrack. Immer wieder freut mich auch der cholerische Chef der Flughafenpolizei, ein sympathisches Must-Have für Werke dieser Zeit. Let it Snow! 9/10

Midnight Sky (2020) Verschreibt sich eher der ruhigen Erzählweise, was vermutlich auf das mitwirken von Clooney zurückzuführen ist. Letztendlich hätte, auch ohne in Krawall auszubrechen, etwas mehr Tempo aber doch gutgetan, genau wie ein paar mehr Hintergrundinfos zur Situation auf der Erde. Nebensätze, TV-Beiträge etc. hätten hier nach und nach ein stimmigeres Gesamtbild ergeben können. So nagt der Verdacht das nur die durchaus gelungene Grundidee aus der Romanvorlage übernommen wurde. In Ordnung, aber hätte mal wieder mehr sein können. 6/10

Line of Duty – Staffel 1-5 (2013-2019) Ging zwar noch bis Anfang Januar, macht aber trotzdem Sinn es in Gänze hier zu platzieren. Sehr spannende, gut gespielte und gut erzählte Serie die auch immer wieder Überraschungen enthält, ohne das diese zu gezwungen wirken. Hier und da gibt es ein paar Kleinigkeiten auszusetzen, wenn die Fäden mal nicht so aufgenommen werden wie man sich das als Zuschauer gerne wünschen würde und die „Undercover-Operationen“ scheinen mit fortlaufender Dauer der Serie und der theoretisch steigenden Bekanntheit der Ermittler etwas unglaubwürdig, stören oder groß ins Gewicht fallen diese Dinge aber nicht. Eine abgeschlossene Handlung pro Staffel, die aber auch immer wieder in das Gesamtbild einfließt und so bis jetzt auch einen großen Handlungsstrang verknüpft, machen Line of Duty zu einem stimmigen Gesamtpaket und rechtfertigen auch die sehr guten Bewertungen. 8/10