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Film & Serienreport Januar 2020

Februar 11, 2020 - Lesezeit: 5 Minuten

Seabiscuit (2003) In wirklich tollen Bildern eingefangenes Drama bei dem es letztendlich um weit mehr als nur Pferderennen geht. Dazu ein passender Soundtrack. Nur mit Tobey Maguire kann ich nicht so viel anfangen, auch wenn er hier eigentlich sehr gut reinpasst. Starke 7/10

Im Netz der Spinne (2001) Ein ganz klassischer Thriller für die Kinoleinwand. Ein Genre das mir dort momentan ziemlich ausgestorben scheint und eigentlich nur noch im Serienformat in hoher Qualität zu bekommen ist. Die haben wir hier nämlich. Spannend, gut inszeniert, gut gespielt. Runde Sache. 8/10

Hardball (2001) Keanu Reeves spielt hier einen ziemlich konfusen “Heiopei” und das nicht immer sympathisch. Muss man ihm aber jetzt gar nicht unbedingt negativ auslegen. Ansonsten gibt es die typische Underdog Sport Geschichte/Komödie, die dann urplötzlich in ein “Ghetto Drama” abdriftet. Da konnte man sich auch mal wieder nicht entscheiden was im Gesamtbild dann nicht besonders stimmig ist. 6/10

Nur ein kleiner Gefallen (2018) Ja was ist dieser Film am Ende? ⅔ des Films sind eine durchaus spannend angelegte Krimi/Thriller Geschichte die zum mitraten einlädt und einige gute Momente bietet. Auch weil die beiden Hauptdarstellerinnen gut reinpassen. Das der Film dann zum Schluss eher zur Komödie wird passte für mich so gar nicht. Fast schade und somit “nur” 7/10

Underwater (2019) Löst die Handbremse bereits nach wenigen Minuten und schafft klare Verhältnisse. Es folgt ein packend inszenierter Survival Trip der vor allem mit viel Atmosphäre, guter Ausstattung und toller Optik punktet. Dazu kommen ab und an ein paar genretypische Schockmomente. Das ordentliche Budget sieht man dem Film an und Frau Stewart überzeugt in der Rolle durch glaubhafte Emotionen und toughness ähnlich wie eine Alicia Vikander in Tomb Raider. Neben ihr können dann aber eigentlich nur Vincent Cassel und TJ Miller, letzterer in seiner übliche lockeren Rolle, noch etwas bieten. An tiefgründigen Erklärungen versucht sich der Film nicht, streut aber im Hintergrund die ein oder andere Info zur Szenerie ein. Das mag vielleicht nicht jedem Gefallen, geht aber im Gesamtkonzept des Films für mich durchaus auf, auch weil er weder zu kurz noch zu lang ist und so auch nicht in Gefahr gerät zu langweilen. Insgesamt eine Mischung aus The Descent, Alien und Leviathan die meinen Nerv getroffen hat. Sonderlob für Sounddesign und Soundtrack, ein Film der sich für definitiv fürs dunkle (Heim)Kino empfiehlt. Starke 7 oder knappe 8.

Hangman (2017) Enthält alles was ein Serienkiller Film haben muss. Wirkt dadurch ein bisschen wie aus dem Baukasten. Dennoch kommt am Ende eine solide Nummer dabei heraus. Das liegt zum einen an der ordentlichen, stimmungsvollen Inszenierung (trotz vermutlich nicht besonders hohem Budget) und zum anderen am Cast der mit der Laufzeit immer besser wird, vor allem Pacino fährt am Anfang doch mit angezogener Handbremse. Keine Genregröße, aber doch ein ordentlicher Vertreter den man sich ruhig mal ansehen kann. 6/10

Bad Boys for Life (2020) Wow, noch Januar und schon der zweite Besuch im Kino. Auf den Film habe ich eigentlich lange Zeit gewartet, denn vor allem Bad Boys 2 war allerfeinstes Blockbuster Kino im Actionbereich und einer der wenigen Filme der Kategorie: Nachfolger übertrumpft Vorgänger. Nun 17!! Jahre später also die Fortsetzung (ohne Michael Bay auf dem Regiestuhl). Das Bad Boys Feeling stellt sich glücklicherweise direkt ein, die Chemie zwischen Smith und Lawrence ist nach wie vor großartig und es gibt viele tolle Szenen dank der beiden. Optisch ist alles dabei was die Reihe ausmacht und auch die Action macht durchaus eine starke Figur, auch wenn es nicht ganz an das heranreicht was ein Michael Bay liefern kann. Klingt nach einem ABER und das kommt jetzt auch. Die völlig belanglose “junge” Truppe war ein Griff ins Klo, zwar haben Paola Nunez und Vanessa Hudgens durchaus gute Momente als toughe Sidekicks, abgesehen davon ist da vieles eher dämlich und beliebig ersetzbar, zieht sogar den Fokus teilweise unnötig vom wesentlichen weg, da wäre mehr Konzentration auf Smith und seinen Gegenpart besser gewesen. So bleibt eine recht gelungene Rückkehr des Duos, die für mich qualitativ eher Richtung Teil 1 geht als zu 2. Man darf stark annehmen das Teil 4 in den nächsten 2-3 Jahren eintrudelt. 7/10

Travelers - Staffel 3 (2018) Die finale Staffel schafft es leider nicht, wie so viele Serien wohlgemerkt, ein rundes Ende zu präsentieren. Es ist grundsätzlich nicht wirklich schlecht, aber trotzdem bleiben viele Fragen offen. Damit hat man sich ja fast schon abgefunden. Generell war mir schon in Staffel 2 und auch wieder in 3 nicht so ganz klar warum eigentlich manche Ziele so stark verfolgt wurden (Reisender 001 z.B.). Gelungen war in der finalen Staffel der kritische Ansatz gegenüber der ständigen Überschreibung von Personen aus der Gegenwart, was dazu führte das man die eigentlichen Helden plötzlich fast ablehnte. Dieser Konflikt und die Geschichte um Marcy und David waren sicherlich gut umgesetzte Ideen die auch dafür sorgten das man dran blieb. Bei anderen Dingen gelang das weniger oder wurde nicht wirklich konsequent verfolgt Somit bleibt eine ordentliche Serie mit einer guten Basis an Geschichten und Charakteren, die aber auch viel Potenzial verschenkt. 6/10

24 - Staffel 3 Alles im Pirinzip wie gehabt. Es gibt immer wieder richtig gute Momente und auch immer wieder diese gestreckten und eher dämlichen Momente. Eine große Nervensäge und eine kleinere ist man zum Glück am Ende der Staffel los. Bemerkenswert ist vor allem wie Kiefer Sutherland die grimmige Rolle des Jack Bauers von Zeit zu Zeit mit Emotionen befüllt. Positiv auch das man über die Staffel kleinere Ziele verteilte, deren Ausgang nicht schon vorher klar war. Der politische Teil bleibt aber weiterhin eher belangloses Beiwerk. 7/10