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Film & Serienreport August & September 2025

November 15, 2025 - Lesezeit: 8 Minuten

Leider sehr, sehr spät, aber es ist wie es ist ...

Underworld Evolution (2006) Regie, Kamera, Schnitt, Musik ist hier alles auf absolutem Top-Level. Dazu gut getimte Actionszenen und Stunts sowie eine "tighte" Kate Beckinsale. So sollte Actionkino gemacht werden. Der Haken, es gibt eine total langweilig erzählte 08/15 Geschichte in der niemand auch nur einen memorablen Charakter formen darf. Selbst die Lovestory ist einem daher relativ egal. Deswegen 7/10

Enola Holmes (2020) Unterhaltsames und vor allem sehr schön verpacktes Krimi-Abenteuer mit einer menge Charme. Leider packt die Story trotzdem nicht so richtig zu. 6/10

Manta Manta - zwoter Teil (2023) Eine wilde Aneinanderreihung von Gags und Szenen, die oftmals schon witzig sind, aber eigentlich keinen kompletten Film ergeben. Die Story ist im Prinzip, Bernie will seine Werkstatt retten und deswegen ein Rennen fahren, fertig. Bei weitem nicht so mies wie er gemacht wurde, aber auch kein Highlight. Knappe 6/10

Breakdown (1997) Einer der besten Thriller der 90er. Extrem spannend, eine gute Länge, stark gespielt und außerdem sehr sehr gut gefilmt, was ich gar nicht mehr so in Erinnerung hatte. Ein Film der sicherlich öfter unter dem Radar fliegt. Erscheint jetzt erstmals! auf Blu Ray ... hätte ich das eher gewusst, hätte ich noch 2 Monate gewartet, statt zu streamen. 8/10

Jolt (2021) Hat schon meistens seinen Grund, wenn man Filme lange auf der Liste hat, aber sie nicht schaut. Die Idee ist sogar ganz in Ordnung, die Umsetzung aber schlecht geraten. Hätte entweder ernster und düsterer sein müssen oder noch greller und abgedrehter. 5/10

Smoke - Staffel 1 Taron Egerton gibt eine bärenstarke Performance ab, wie man sie sonst vielleicht nur von Nic Cage bekommt und wird dabei von einem durchweg starken Cast unterstützt, der auch noch einen extrem realistischen und verstörenden Brandstifter beinhaltet. In Kombination mit dem Soundtrack ist das schon großartig inszeniert. Das ein Twist schon sehr früh offenbart wird (Trailer hatte ich zum Glück nicht gesehen), stellte die Serie sicherlich vor einer Herausforderung (und scheinbar haben dann schon viele abgebrochen), bei der ich auch skeptisch war ob sie zu meistern ist, letztendlich hat es aber funktioniert. Das Actionfinale ist vielleicht etwas drüber, aber das Story-Finale sitzt dafür. Das persönliche Drama um die weibliche Hauptrolle hätte ich so allerdings nicht gebraucht. Alles in allem aber schon sehr gut und in hoher Apple Qualität produziert. 8/10

The Edge of Seventeen (2016) Hat ein paar nette Momente, aber wegen der starken Bewertung hatte ich durchaus etwas mehr erwartet. Im Teenie-Bereich gibt es da auch Abseits der Klamauk-Filme für meinen Geschmack besseres. 6/10

The Thursday Murder Club (2025) Toll besetzt und sehr erfreulich, dass Brosnan auch wieder von Frank Glaubrecht gesprochen werden konnte. Das war es dann aber auch schon mit den positiven Dingen. Vor allem die Rolle von Helen Mirren ist sehr nervig und unsympathisch. Chris Columbus hat zudem auch schon besser inszeniert. Damit mal wieder Netflix 08/15. 5/10

Jungle (2017) Wird tatsächlich von Daniel Radcliffe getragen, der nach Harry Potter ein deutlich besserer Schauspieler wurde. Ansonsten teilweise dramatisch, nicht uninteressant, aber hat mich trotzdem nicht richtig gepackt. 6/10

Das Boot - Staffel 1 Wie genau die "neue" Serie mit dem Klassiker zusammenhängt, von dem es ja auch gefühlt 10 verschiedene Versionen gibt, ob es als Remake gilt oder Neuinterpretation gilt, da habe ich keine Ahnung. Wie auch immer, ist die Umsetzung gelungen und vor allem die Szenen auf dem Boot sind spannend und wirken authentisch. An Land ist es ein Mix der mal funktioniert und mal nicht, wie die anstrengende Widerstandskämpferin, deren sexuelle Orientierung mehr erzwungen für das Jahr 2020 wirkt und weniger wie ein geschichtliches Tabu. Mal schauen wie es weitergeht. 7/10

The Big Bang Theory - komplett Über das Jahr hinweg immer mal wieder zwischendurch 1-2 Folgen nach Feierabend konsumiert. Dafür genau richtig. Vor allem die ersten Staffeln sind witzig, danach weichen die Highlights für Sympathie und Machart. Ich sehe da andere Sitcoms weiterhin vor TBBT. Außerdem aufgefallen: Simon Helberg (Howard) ist der mit Abstand beste Schauspieler der Gruppe. Wie der Bernadette Charakter 209 Folgen überstanden hat, ist mir auch ein "Mystery", denn er ist unglaublich nervig und unsympathisch zu gleich. Hervorzuheben ist außerdem ein durchaus gelungenes Ende, welches sich komplett auf die Stärken der Serie konzentriert und damit einen würdigen und im Serienbereich seltenen runden Abschluss findet. Im Schnitt 7-8/10

Terminator 2 Einer der großen Klassiker des Actionkinos, völlig zurecht, zeitlos, immer gerne gesehen mit vielen großartigen Szenen. Tatsächlich empfand bei diesem Durchlauf aber den DC gar nicht als bessere Version. 9/10

Terminator: Genisys Ein Film den ich wohl jedes mal etwas anders sehe und der mir bei diesem Durchlauf mehr Spaß gemacht hat, vielleicht weil man sich der Schwächen bereits bewusst ist. Als reine Unterhaltung aber durchaus gelungen, da handwerklich vieles passt, auch wenn der Look nicht diesen düsteren Touch hat. Mit dem großen Namen im Titel, aber immer noch zu wenig, dazu bräuchte es wohl einfach mal einen klassischen Actionregisseur. Knappe 7/10

Jurassic World: Rebirth (2025) Und wieder eine verschenkte Chance auf gutes Kino, die aber trotzdem die Kassen von Universal weiter füllt. Ärgerlich, da hier vieles richtig gut ist, wie das coole Setdesign im modern 80er Style und dem generellen Look, dem man die Handschrift von Gareth Edwards deutlich anmerkt. Der Mann kann Dschungel. Ansonsten leistet sich der Film keine großen Aussetzer, wenn man von dem total dämlichen Einfall des Snickers Papiers ... oh warte damit fängt der Film ja an ... mal absieht. Einige Ideen sind gut, die abgestumpft spielende Scarlett Johansson sogar ganz ordentlich, wird aber von total austauschbaren Klischee-Kollegen begleitet, denen man aber auch keine Chance gibt etwas anderes zu sein. Genau wie man sich keine Story traut, die mal wieder ein Erzählkino und nicht nur Handlungskino ist. 6/10

Leanne - Staffel 1 Sicherlich eher für ein weibliches Publikum geschrieben, trotzdem recht unterhaltsam und für Zwischendurch gut schaubar 7/10.

Butterfly - Staffel 1 Endlich mal wieder eine Actionserie, dazu noch hochwertig produziert und inszeniert. Der Korea-US-Mix gefiel mir, auch wenn Daniel Dae Kim etwas steif agiert. Besser waren da Reina Hardesty und Piper Perabo, die ihre Rollen doch ziemlich gelungen interpretierten. Kurzweilig, da nur 6 Folgen und scheinbar wird es, zumindest bei Amazon, auch dabei bleiben. Schade, würde noch 6 weitere Folgen schauen. 7/10

The Saint (1997)

Gut gespielt, mit eigentlich auch guter Story, aber auch immer mal wieder etwas kurios inszeniert und der Ostblock-Vibe ist zwar gut eingefangen, aber sagt mir einfach nicht so ganz zu. Ok für einen 90er Vertreter. 6/10

Dexter: Original Sin - Staffel 1 Hat mich zugegeben überrascht. Der junge Dexter funktioniert wirklich hervorragend, ist genau richtig inszeniert, gut geschrieben und trifft einen guten Ton, fast wie im Original. Wen stört es da schon, dass mir das Motiv des Schurken nicht so richtig klar wurde. 8/10

French Lover (2025) Nette Unterhaltung, die vor allem wegen dem französischem Setting und den gut aufgelegten Schauspielern funktioniert. Die Geschichte hingegen ist komplett vorhersehbar, was nicht zwingend schlimm ist, aber daher ist es am Ende nicht mehr als eine 6/10

North of North - Staffel 1 Ganz witzig, vor allem wegen dem Schauplatz. Abgesehen davon eine manchmal etwas wilde Kombination aus überdrehter Comedy und plötzlich ernsten Szenen, die so noch nicht richtig rund ist. 6/10

Dexter: Ressurection - Staffel 1 Tja musste es eine Fortsetzung der Fortsetzung geben? Scheinbar. Gucke ich es mir dann auch früher oder später an? Scheinbar. Einiges daran funktioniert dann auch gewohnt gut, einiges eher nicht so. Immer noch besser als vieles andere auf dem Markt, aber der Reiz ist eigentlich nicht mehr da. 7/10

Der Marsianer (2015) Kann man im Prinzip kurz halten, denn hier passt alles von der Inszenierung über die Story bis hin zur Besetzung. Will man überhaupt irgendwas bemängeln, so ist der Soundtrack nur begleitend. Ridley Scotts und eigentlich auch Matt Damon haben seitdem nichts besseres mehr gemacht, was natürlich bei dem Ergebnis auch schwer ist. Hatte immer eine 9/10 stehen, aber wofür genau es etwas abzuziehen gibt fällt mir grad nicht ein. 10/10 ;)