Jahresrückblick Film und Serien 2025

Januar 1, 2026 - Lesezeit: 6 Minuten

2025 war vollgepackt mit vielen Neuerscheinungen, da die Streamingdienste den Markt fast überfluten und vieles davon eine zumindest brauchbare Qualität hat, außerdem auch das Kino nach der Pandemie wieder öfter für mich interessante Titel im Programm hatte. Deswegen habe ich mich zumindest gefühlt für weniger Klassiker oder Zweitsichtungen entschieden. Der Rückblick bezieht sich wie gewohnt nur auf Titel, die ich zum ersten Mal gesehen habe, wobei das Erscheinungsjahr nicht 2025 gewesen sein muss.

Fangen wir mit den reinen Highlights an. Paris Has Fallen überzeugte im Serienbereich und konnte dort zumindest für kurze Zeit eine Lücke im klassischen Actionbereich schließen. Action gab es auch im historisch inspirierten Abenteuer The Woman King, aber dazu auch einen so oft vermissten guten Erzählstil. Clint Eastwoods Juror #2 war ebenfalls gut erzählt, wenn auch im Gedankenspiel kein reiner Ende-gut-alles-gut Film. Einen sehr gelungenen Mix aus vielen Genres bot The Gorge, der mit cooler Machart und seinen beiden überzeugenden Helden, denen auch erfreulich viel Raum gegeben wurde am meisten in Erinnerung blieb. Dexter: Original Sin war etwas was ich nie wollte, aber dann dennoch mochte. Smoke gefiel mir trotz ein paar Schwächen im starken Gesamtbild. Das trifft auch auf The Amateur zu, der im Kino toll war, aber vermutlich bei einer zweiten Sichtung etwas abfallen wird. Die wilden 90er, Stick, A Man on The Inside und Tokyo Vice runden ein buntes, aber gutes Serienjahr gelungen ab. Alles 8 von 10.

Knapp dahinter reihen sich mit 7 von 10 dann wirklich viele gute Titel ein, die ich gerne gesehen habe und wieder sehen würde, bei denen wenig, aber doch manchmal eine Kleinigkeit fehlte. Darunter der sehr unterhaltsame Formel 1 Film, Kevin Costners Auftakt in die Horizon Saga, den verrückten, aber grandios inszenierten Furiosa und auch ein Ethan Hunt in The Final Reckoning, der dort mit der U-Boot Szene nochmal ein richtiges Highlight gesetzt hat. Vermutlich wegen des so spärlich bedienten, aber von mir so gemochten Abenteuer Genres hat mir auch Fountain of Youth gefallen, weil da schon vieles drin war, wenn auch nicht alles passte. Das Damengambit bleibt in Erinnerung, mit einer starken, nicht immer zugänglichen Hauptperson, aber auf jeden Fall sehenswert. Bad Monkey, Last Breath, die kurze Asterix-Serie und Slow Horses Staffel 4 tummeln sich außerdem noch unter den 7/10 Titeln, die in Erinnerung blieben.

Ein paar, wenn auch zum Glück wenige Enttäuschungen gab es aber auch, wobei sich diese auch mehr im Rahmen der eigenen Erwartungen oder Wünsche bewegen, als das es schlechte Titel sind. Interessanteweise sind es alles Großproduktionen. So z.B. die zweite Staffel von Die Ringe der Macht, an der alles irgendwie zu lang und gestreckt sowie unrund erzählt war. Jurassic World: Rebirth hatte viel Potenzial, wollte das trotz guter Ansätze aber mal wieder nur optisch abrufen. Dazu gesellt sich dann mit Avatar - Fire & Ash leider auch James Camerons Mammutwerk. Die wohl finale 4. Staffel Mythic Quest war doch auch hinter den Vorgängern und somit kein ganz würdiger Abschluss. Ähnlich würde ich auch das Ende von Yellowstone einstufen, bei dem vor allem Kevin Costner fehlte. Trotzdem alles noch 6/10.

Und was bringt 2026?

Fange ich doch damit an, dass Cliffhanger und Madden, welche ich schon 2025 erwartet hatte, nun aber im Sommer und Herbst 2026 erscheinen und somit wieder auf der Liste landen. Offen sind auch noch Alien: Earth und Predator: Badlands sowie eine Menge Star Wars "Kram" den ich noch nicht gesehen habe. Ähnlich wie bei Cliffhanger oder auch Am Wilden Fluss, darf sich Charlize Theron im April in Apex mit der Wildnis und Taron Egerton auseinandersetzen. Kommt auf Netflix, genau wie Matt Damon und Ben Affleck als harte Cops in The Rip. Hart dürfte es auch bei Jason Statham in Shelter zugehen, dessen letzte Filme, aber zugegeben eher nicht so cool waren. Allerdings sitzt mit Ric Roman Waugh jemand auf dem Regiestuhl dessen Filme ich bislang alle gut fand und der natürlich auch wieder mit Gerard Butler gedreht hat und zwar Greenland 2. Alles beides bereits im Januar. Genau wie eine unerwartete zweite Staffel The Night Manager.

Der Astronaut dürfte im Frühjahr großes Science-Fiction Kino werden, sofern man das Buch halbwegs auf die Leinwand bekommt, etwas skeptisch bin ich wegen der Besetzung des Regiestuhls und des durchschnittlichen Trailers. Peaky Blinders bekommt einen Film spendiert. The Dog Stars ist ein Endzeit Film von Ridley Scott, ab Sommer.

Apple TV bringt eine dritte Staffel Shrinking, eine zweite Staffel Monarch und überraschend für mich eine eine vierte Runde Ted Lasso. Remnick werde ich wohl noch im Januar schauen und gerne dürfte auch For All Mankind in die vielleicht letzte Staffel starten.

Sicherlich opulent wird Die Odyssee von Christopher Nolan, dessen Filme mir aber nach wie vor oft zu kühl sind, daher vermutlich nur VOD. Gegen Ende des Jahres soll es außerdem einen neuen Asterix-Film geben, der aber wieder keines der Abenteuer-Comics als Vorlage nimmt und ehrlich gesagt nach einem Flop klingt.

Außerdem immer gerne gesehen die britischen Serien, da wären auch noch Fortsetzungen von Vigil und tatsächlich auch von Happy Valley offen. Außerdem interessant die französische Serie Surface, basierend auf dem Buch von Oliver Norek. Langweilig scheint es also nicht zu werden. Auffällig das extrem viele Titel mit bekannten Namen bereits für die ersten Monate in den Startlöchern stehen.