Wer den Ton seines TV Gerätes in den eigenen vier Wänden verbessern will hat fast endlose Möglichkeiten und je nach Situation gibt es bessere und schlechtere Lösungen, sowie natürlich günstigere und teurere. Wer kein riesiges Wohnzimmer hat und vielleicht auch auf Nachbarn oder Mitbewohner achten muss/möchte, für den macht ein wuchtiges 7:1 System wohl keinen Sinn. Besser geeignet ist in dem Fall eine Soundbar oder eine Soundbase. Während eine Soundbar vor allem für Fernseher empfohlen wird die an der Wand hängen und zusätzlich oft mit einem extra Subwoofer kommt ist in einer Soundbase alles komplett verbaut und man platziert seinen TV einfach direkt auf der Soundbase. So auch bei der Sony HT-XT2, für die ich mich entschieden habe.
Ausgangsituation
Wohnzimmer mit ca. 20qm, Samsung 40 Zoll Full HD TV steht mittig an der Wand, Couch gegenüber. Glaubt man den Herstellern ist das ein optimales Umfeld für eine Soundbase.
Ausstattung & Optik
Die ganzen technischen Merkmale kann man besser auf der Hersteller Seite nachlesen, als sinnvoll erachte ich hier nur den Hinweis das man so ziemlich alles an der Soundbase anschließen kann, es gibt einen optischen Eingang (optisches Kabel liegt übrigens bei), einen HDMI Anschluss, LAN Anschluss (die HT-XT2 kann auch WLAN), einen USB Port (gut an der Seite erreichbar) und Bluetooth. Außerdem hat man die Möglichkeit Ton per DNLA/Chromecast und Spotify zu empfangen. Wichtig auch, dass es an der Front ein kleines Display für die nötigsten Informationen gibt. Die Optik der Soundbase ist sicherlich Geschmackssache, für meinen Geschmack sieht sie recht schick und elegant aus und sollte eigentlich in so ziemlich jedes Setup passen. Einfach mal die Fotos ansehen. Sony liefert das ganze ordentlich und wertig verarbeitet. Ganz leicht ist die Base nicht, aber es ist ja auch einiges drin und mit Maßen von 72 x 8 x 32,5 cm auch nicht ganz klein. Sorgen das der eigene TV zu schwer ist muss man sich nicht machen, die HT-XT2 trägt bis zu 40kg (nicht getestet) und 55 Zoll breite. Kurz gewöhnen musste ich mich daran, dass der TV logischerweise jetzt etwas höher steht als vorher. Grundsätzlich gibt es jetzt aber sicherlich auch die Möglichkeit die Soundbase in ein Fach unter dem TV zu stellen. Ohne das ich es getestet habe scheint mir das aber nicht ganz sinnvoll, da man so natürlich den Ton etwas „einsperrt“. Betriebsgeräusche macht die Soundbase von Sony nicht.
Ton
Das wichtigste. Getestet habe ich sowohl den Ton über HDMI, als auch über den optischen Eingang, habe da aber keine großen Unterschiede erkennen können, so dass es meiner Meinung nach keine Rolle spielt welche der beiden Arten man verwendet, das mag aber auch wieder daran liegen von welchem Gerät man die Soundbase füttert. In meinem Fall ist das zum größten Teil eine Xbox One für Blu Ray und DVD, sowie natürlich für Spiele. Gleich vorweg, da liegen auch ganz klar die Stärken der Soundbase. Der Ton bei Filmen kann sich sehr gut hören lassen. Schon bei den Intros der Filmstudios gibt es dank des verbauten Subwoofers einen druckvollen Sound, dessen Stärke sich nach persönlicher Vorliebe über die mitgelieferte Fernbedienung einstellen lässt. Darüber hat man auch die Möglichkeit aus verschiedenen Presets (Movie, Sports, Games, Music) für die ganze Base zu wählen die Sony gut konfiguriert hat und die deutliche Unterschiede im Klangbild ergeben. Die Kinotypischen Elemente wie Musik und Soundeffekte machen ziemlich Spaß und es erstaunt was aus so einer „Kiste“ alles rauskommt. Bei Actionszenen klappt auch der virtuelle Raumklang gut, so dass man schon ein Gefühl bekommt das einem Kugeln von links und rechts um die Ohren fliegen. Es bleibt natürlich beim Gefühl. Hier merkt man dann aber auch teilweise Unterschiede in der Tonqualität der Filmproduktionen, die mir vorher nicht aufgefallen sind, denn manche Filme setzen das besser um als andere. Ich denke das spricht aber für die HT-XT2. Gleiches gilt für den Gamingbereich und auch für Sportübertragungen. Schlecht gemischte Zuschauer oder Außenmikros fallen da deutlicher auf als vorher. Leider gibt es aber auch eine kleine Schwäche und zwar sind Dialoge in normaler Lautstärke teilweise in der Front etwas leise. Grundsätzlich hat Sony dafür ebenfalls Presets an Bord (Clear Voice oder den Night Modus mit weniger „Wumms“), ich erachte es aber als wenig sinnvoll die Presets während eines Films umzuschalten. Aber auch hier habe ich Unterschiede je nach Quelle (TV Programm, DVD, Bluray, Spiel) und Produktion bemerkt. Den besten und klarsten Ton (auch in der Front) erhält man in meinen Ohren über eine Blu Ray und das sollte wiederum ja auch so sein.
Ergänzungen
Sofern man die Soundbase per HDMI mit dem TV verbindet und dieser HDMI-CEC unterstützt lässt sich die Lautstärke der Soundbase mit der TV Fernbedienung regeln. Praktisch. Die mitgelieferte Fernbedienung braucht man dann nur noch regelmäßig für die Auswahl eines Presets und die Subwooferstärke. Ebenfalls per HDMI erhält man auch einen Konfigurationsbildschirm der einem zu Beginn bei der Einrichtung der Soundbase hilft, danach benötigt man diesen nur noch selten. Die Soundbase lässt sich aber auch problemlos ohne HDMI betreiben.
Fazit
Im Rahmen seiner Möglichkeiten leistet die Soundbase HT-XT2 von Sony erstaunliches und hebt das Klangbild des heimischen TVs deutlich an. Vor allem Filme und Spiele im Actionbereich machen ziemlich Spaß. Natürlich muss man sich aber bewusst sein das man für den Preis von ca. 240 € (Stand April 2017) keinen Ersatz für ein vollwertiges 5:1 oder 7:1 Soundsystem bekommt und dennoch ist die Soundbase meiner Meinung nach definitiv zu empfehlen. Vor allem wer etwas für die Wohnung sucht oder nicht überall Boxen verteilen möchte wird sicherlich glücklich. Gut gefallen außerdem die sinnvollen und passenden Presets, sowie die Möglichkeit den Subwoofer zu regeln, der insgesamt einen überraschend guten Druck in das Klangbild bringt und außerdem keinen weiteren Platz im Wohnzimmer verschwendet. Neben dem Haupteinsatz für TV/Filme/Gaming ist die Möglichkeit auch Musik per DLNA, Bluetooth oder USB abzuspielen eine willkommene Funktion die man vielleicht nicht ständig benutzt, sich aber freut das man sie bei Bedarf hat. Sony liefert somit ein stimmiges Gesamtpaket für einen guten Preis mit dem ich sehr zufrieden bin.
Die komplette Produktbeschreibung mit allen technischen Daten gibt es direkt bei Sony:
https://www.sony.de/electronics/sound-bars/ht-xt2
Alternativen
Eine im ähnlichen Preissegment befindliche Alternative ist die Soundbase DM 50 SE von Canton. Hier fehlt aber die Möglichkeit eines HDMI Anschlusses. Getestet habe ich das Gerät bis jetzt leider nicht, könnte mir aber vorstellen das Canton mindestens die gleiche Sound Qualität wie Sony liefert und vielleicht noch etwas drüber liegt. Mittlerweile hat auch Sony bereits mit der HT-XT3 ein Nachfolgemodell auf dem Markt, wofür man aber aktuell noch gut 100 € mehr bezahlt.
Mit Erscheinen der Xbox One war auch klar, dass es ein neues Gears of War geben würde. Warum sollte Microsoft auch auf eines seiner besten und vor allem exklusiven Pferde verzichten? Und auch als Spieler hat man es im Grunde erwartet, musste dann sich aber trotzdem noch fast drei Jahre gedulden. Als großer Fan der Reihe (mir gefiel irgendwie auch Judgement, wenngleich das Spiel nicht wirklich nötig war) habe ich direkt am Release Tag zugeschlagen und kann jetzt knapp eine Woche später, nach durchspielen der Kampagne, meine Meinung äußern. Gears of War 4 spielt 25 Jahre nach Gears 3, die Menschen leben wieder mehr oder weniger friedlich auf Sera, werden von der KOR regiert und wohnen hauptsächlich in von Robotern erbauten Siedlungen, die Schutz vor den immer wiederkehrenden Sturmfronten bieten. Das passt nicht jedem und so gibt es kleine Gruppen von Rebellen, zu denen auch der neue Held JD, Sohn von Legende Marcus Fenix, gehört. Natürlich passieren dann seltsame Dinge, so dass JD und seine Kumpels bald wieder dem alten Feind gegenüberstehen und wer könnte da besser Helfen als der Papa?
Eingeteilt ist Gears 4 in 5 Akte, wobei der erste Akt als kleine Rückblende gespielt wird und der zweite zur Einführung der neuen Charaktere, macht Sinn. Spätestens ab dem dritten Akt (einer der absolut besten Akte der ganzen Reihe) fühlt sich das Spiel dann einfach nach der Gears Serie an. Ducken, in Deckung, ballern, lockere Sprüche der sympathischen Helden, fiese Gegner. Da werden Fans der Reihe voll abgeholt, denn an dem bewährten Gameplay hat sich trotz frischer Gesichter nichts geändert und das ist auch gut so. Hier und da gibt es ein paar neue Waffen, das Deckungssystem ist noch etwas "smoover", die Gegner erschienen mir aber etwas zäher als früher, insgesamt hat das Spiel auf normal einen fordernden Schwierigkeitsgrad, aber keinen unfairen. Abwechslung bieten die unterschiedlichen, aber dennoch Gears typischen Regionen durchaus und grafisch sieht alles so gut aus wie noch nie, was auch eine ganz hervorragende Atmosphäre schafft. Zwischendurch gilt es, ebenfalls typisch für die Reihe mal ein Geschütz zu bedienen, ein Fahrzeug oder einen Mech zu steuern oder auch mal im Horde Stil einen Punkt zu verteidigen. Die Kampagne geht auch wieder im Coop, wenn gleich auch leider nur zu zweit und nicht zu viert. Warum auf der XBOX One aber im Coop nicht die ganze Bildbreite ausgenutzt wird? Vermutlich technischer Natur, dann das war auch bei Call of Duty: Black Ops II so. Schade, aber der Coop Modus bleibt auch im neusten Gears Ableger eine große Stärke. Schön.
Leider ist die Kampagne aber um eine Stunde zu kurz geraten, das Ende relativ abrupt und im Laufe der Story hätten es für meinen Geschmack noch ein paar mehr Infos zu den vergangenen 25 Jahren und den neuen Hauptcharakteren geben dürfen, aber sei es drum. Die typische Gears-Art das Storytelling in die laufende Action einzubinden und nicht zu stark auf Sequenzen zu setzen ist sowieso eine der großen Stärken der ganzen Reihe. Ich schätze Gears of War 5 wird uns wohl 2018 vorgelegt. Aber mit der zwar sehr guten und vor allem lippensynchronen (das war ja in den Vorgängern gerne mal ein Problem) deutschen Synchronisation bin ich nicht 100% im Einklang. An Marcus neue Stimme gewöhnt man sich recht schnell, trotzdem hätte ich lieber wieder Stefan Müller-Ruppert gehört, Neueinsteigern dürfte das aber egal sein. JD wird von Peter Flechtner gesprochen der zwar stimmlich sehr gut passt, aber der Mann ist wohl einer der meistbeschäftigten Sprecher Deutschlands und neben vielen Film und Serienstars spricht er u.a. auch Nathan Drake in Uncharted 4. Wegbegleiterin Kait wird von Maria Koschny gesprochen die zuletzt u.a. als Lara Croft in Rise of the Tomb Raider zu hören war. Ich hätte mir in beiden Fällen lieber Stimmen gewünscht die man nicht schon großen Charakteren anderer Videospielreihen zuordnet. Eine Produktion wie die Gears of War Reihe sollte sich doch wünschen anders zu klingen als andere Reihen.
Gears of War 4 ist die logische Fortsetzung für alle Gears Fans. Die Entwickler von The Coalition haben einen sehr guten Job gemacht und die beliebte Reihe gekonnt auf die neue Plattform gebracht und fortgeführt. Meine Erwartungen wurden erfüllt. 8,5 von 10.
PLUS
MINUS
Epischer Trailer