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Filmreport Februar & April 2020

Mai 14, 2020 - Lesezeit: 4 Minuten

Ein durchaus guter Monat mit einem guten Abschluss-Film-Trio aus dem klassischen Action(thriller) Bereich.

Ozark - Staffel 1-3 Eine der besten reinen Netflixserien (meistens packen die ja sonst nur ihr Logo davor). Jason Bateman inszeniert sich selbst weg vom Comedyimage, wobei er sein Spiel gar nicht großartig umstellt und einfach so optimal in die Rolle passt. Zwischendurch könnte es für meinen Geschmack noch etwas mehr Crime, statt Drama geben, bzw. wenn schon Drama dann bitte mehr Fokus auf das moralische Dilemma Geldwäscher für ein Drogenkartell zu sein. Vor allem die zweite Staffel fällt doch etwas ab und auch die Story schwächelt, was in Staffel 3 wieder besser wird. Die authentizität der Figuren mit dem heimlichen Star Ruth Langmore und vielen kleinen skurrilen Dingen ist aber durchgängig hervorragend gelungen. Mal sehen ob und wie es weitergeht. 8/10

Haus des Geldes - Staffel 4 (2020) Ein ziemlicher Griff ins Klo. War schon Staffel 3 wohl nur dem Erfolg von Staffel 1+2 geschuldet, aber noch ganz in Ordnung, passt in der 4. Staffel nur noch wenig zusammen. Die Story verstrickt sich in übertriebenen Dingen und Logiklöchern ohne Ende, wie einer spontanen Lungen-OP (normale Schussverletzung war wohl nicht mehr cool genug) oder einer zwar gut aussehenden, aber letztendlich völlig bescheuerten Schießerei in der nicht eine Kugel ihr Ziel findet. Das steht mir alles im totalen Konflikt zur eigentlichen Grundidee eines perfekten Plans, wie dann die letzte Szene der Staffel erneut bestätigt. Da können auch die soliden Dinge den Karren dann nicht mehr rumreißen. Erinnerte mich stark an die Entwicklung die auch Prison Break vor langer Zeit genommen hat. Hauptsache noch eine Folge und noch eine Folge. 4/10

Fluch der Karibik (2003) In gewisser Weise ein Kultfilm und das durchaus zurecht. Beste Blockbuster-Abenteuer-Unterhaltung mit einem Johnny Depp in der Rolle seines Lebens und einem fast nicht weniger berühmten Soundtrack.

47 Meters Down: Uncaged (2019) Etwas schwächer als Teil 1 (wie immer halt), aber weiterhin gut inszeniert und für Fans von Hai- oder Unterwasserfilmen für einen Abend durchaus in Ordnung. 6/10.

Arctic Circle - Staffel 1 (2019) Macht aus der guten Grundidee und dem tollen Setting letztendlich viel zu wenig. Es fehlt an Tempo, Spannung und am Schauspieltalent der männlichen Hauptrolle, auch wenn das Drehbuch da wohl eine Teilschuld trägt. 6/10

Tyler Rake: Extraction (2020) Der für mich bislang beste Netflix Film ist ein ziemliches Actionbrett. Vorlagen fand man in Safe, The Raid, John Wick und 16 Blocks zur Genüge, alles nach Indien verlagert und fertig. Das Rad wird also nicht neu erfunden, dafür rollt es sehr unterhaltsam, atmosphärisch und einige Szenen wie die dynamische Autoverferfolgung in der Mitte sind überaus gelungen. Die Schießereien hätten für meinen Geschmack aber noch etwas mehr Druck vertragen können und die 1-2 mittelprächtigen CGI Explosionen hätte es ebenfalls nicht gebraucht. Weiteres Plus: Chris Hemsworth trägt den Film in klassischer Actionikonen Art und das können heute kaum noch welche von den “jungen”. Starke 7/10. Wird sicherlich einen Nachfolger oder Vorgänger bekommen, was in der Qualität eine schöne Sache wäre.

The Informer (2019) Endlich mal wieder ein ordentlicher Thriller aus der momentanen Zeit, gut besetzt, gute Story, gut inszeniert und ordentliches Ende. Der Film konzentriert sich zudem auf das wesentliche und verstrickt sich nicht. Alles in allem reicht es nicht ganz zum absoluten Hit, aber doch für eine gute 7/10.

21 Bridges (2019) In Deutschland verschoben und verschoben, dann kurz angelaufen, dann kam Corona und raus mit dem Film auf den Heimkinomarkt. Letztendlich bekommt man hier einen schick und atmosphärisch inszenierten, sehr temporeichen Actionthriller der gut unterhält, bei dem aber auch mal wieder etwas finaler Feinschliff nicht verkehrt gewesen wäre. Der ganze Plot fußt unter dem Strich auf einer einfachen Dummheit der Gangster und eigentlich hat der Film ausgerechnet mit dem Titel nicht viel gemein, denn die Brücken spielen keine Rolle. 7/10


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Filmreport Februar & März 2020

April 10, 2020 - Lesezeit: 9 Minuten

Mal wieder etwas geschlampt und schon war es Ende März und jetzt sogar schon die zweite April Woche. Junge, junge ...

Tote Mädchen lügen nicht - Staffel 3 Kurz und knapp, es geht bergab. Und das deutlich. Der neue Charakter "Ani" funktioniert überhaupt nicht und wirkt wie eine erzwungene neue, weibliche Hauptrolle aus Political Correctness. Das alle ausgerechnet ihr als Neuling die intimsten Geheimnisse anvertrauen macht absolut keinen Sinn. Zudem ist das ständige alles ist verdreht Spiel auf Dauer ziemlich anstrengend, weil einfach jede Folge alles wieder anders ist und sich alle doch wieder was anderes ausdenken, an etwas anderes erinnern und und und. Da wirkt ausgerechnet der Versuch von Bryce Wiedergutmachung zu betreiben noch am Glaubhaftesten und das will schon etwas heißen. 5/10.

Silicon Valley - Staffel 1-6 Wegen der finalen Staffel einfach nochmal alles angesehen. Vor allem die Staffeln 1-4 sind hervorragend und lassen auch bei der zweiten Sichtung keine Federn. Die Mischung und Chemie der skurrilen Charakteren passt und vieles trifft einfach den Nagel auf den Kopf, auch wenn es teilweise übertrieben wirkt. Letztendlich ist es von der Realität wohl nicht weit entfernt. Leider geht mit dem Ausstieg einer Hauptfigur ab Staffel 5 mehr verloren als man zuerst glaubt. Mit der 6. Staffel gelingt dann auch kein so richtig gelungener Abschluss, inhaltlich unrund und vielleicht auch weil Richard von den Drehbuchautoren mehr und mehr zum Antagonisten gemacht wird sowie das Ende sich dann plötzlich viel zu Ernst nimmt. 8/10

Planet der Affen - die neue Triologie (2011 - 2017) Gabs zu Weihnachten auf Blu Ray. Meine Favoriten sind Teil 1 und 3, wobei unterm Strich die ganze Triologie sehr gut ist. Für Hollywood ist das ganze Projekt schon fast seltsam, weil man sich 6 Jahre Zeit ließ, den Fokus stark auf Ausstattung (vor allem die Wald und Endzeit Sets in Teil 2&3 sind toll), Atmosphäre Story und Charakterentwicklung legte. Action gibt es natürlich auch, aber sie ist passend platziert, teilweise bildgewaltig, aber dennoch leben die Filme halt nicht nur davon. So hat man am Ende ein sehr schlüssiges Gesamtbild auf dem Weg zum Planet der Affen, welches sich von Film zu Film weiterentwickelt. Nicht zu vergessen ein überragender Soundtrack von Michael Giaccino sowie eine wirklich gute Regie die immer wieder dezente Highlights setzt. Dazu gesellen sich starke Schauspieler und mit Andy Serkis natürlich eine Motion Capture Ikone. Das Making Of lohnt sich übrigens schon alleine wegen dem Einblick in die tollen Sets. 8/10

Terminator - Dark Fate (2019) Wie man einen großen Namen seit Jahren halt nicht auf das verdiente und mögliche Niveau hebt, sieht man dann wieder hier an Hollywoods zweitem Gesicht. James Cameron ist wieder dabei? Ok, machte letztendlich überhaupt keinen Unterschied. Am Ende wärmte man alles auf was man schon kannte und das nicht wirklich besser, da ändern auch einige zugegeben, coole Actionszenen nicht. Die Highlights sind mal wieder vor allem die Altstars mit einer tatsächlich cooleren Linda Hamilton und einem viel zu spät auftauchenden Arnie (übrigens gute Synchron Arbeit der "Ersatzstimme"). Der Terminator macht eine gute Figur, genau wie Mackenzie Davis als toughe Beschützerin. Größtes Problem des Films bleibt Natalia Reyes, die ähnlich wie Emilia Clarke in Teil 5 einfach Null Sympathien weckt, die ihr aber auch das schwache und leider spannungsarme Drehbuch nicht zugesteht. Ergebnis, die eigentliche zu schützende Person ist dem Zuschauer ziemlich egal, genau wie ihre bekloppte Geschichte. Also seit Teil 4 alles beim alten, riesen Potenzial, aber nichts draus gemacht außer etwas Krachbum. 6/10

Kursk (2018) Bringt das Versagen von Technik, Mensch und Politik gekonnt rüber. Die Szenen im inneren des U-Boots werden vermutlich in großen Teilen eher aus der Feder der Drehbuchautoren stammen. Durchaus sehenswert, aber auch kein Highlight, vielleicht ja aber bei dem unschönen Thema aber auch besser so. 6/10

Condor - Staffel 1 Packt einen relativ früh, bietet zudem mal eine andere Sichtweise als ähnliche Vertreter und hat auch einen ziemlich fiesen Plan in der Hinterhand, der im Zuge der aktuellen Corona-Krise zusätzlich an Brisanz gewinnt. Leider hakt es für mich dann ausgerechnet zum Staffelende hin an den Entscheidungen und Kompetenzen der Hauptfigur und seiner Verbündeten, bei denen plötzlich keine logischen Gedanken mehr möglich zu sein scheinen. Geschweige denn irgendwelche Fähigkeiten. Auch die unantastbarkeit der “Killerin” wirkt doch etwas übertrieben, wenngleich Sie daher hervorragend als “Hassperson” funktioniert. Hoffe trotzdem auf eine 2. Staffel. 7/10 Randnotiz: Schön Branden Fraser, wenn auch in einer skurrilen Rolle, mal wieder zu sehen.

Der unsichtbare Gast (2016) Das spanische Kino liefert jetzt ähnlich wie die Franzosen von Zeit zu Zeit wirklich gelungene Dinge ab. Wenngleich die Atmosphäre schon recht kühl ist, gibt es einen wirklich geschickt konstruierten, spannenden Thriller mit einem starken Ende. Mit einem etwas zugänglicherem Hauptcharakter wäre es noch besser gewesen. 7/10 Ein Hollywoodremake scheint mir nur eine Frage der Zeit.

Spenser Confidential (2020) Steckt viel Potenzial drin und grundsätzlich ist der Film auch eine durchaus nette Unterhaltung, aber halt auch mal wieder nicht mehr und bleibt auch nicht besonders in Erinnerung. Dennoch halte ich es nicht für ausgeschlossen das eine Fortsetzung kommt und da könnte und sollte man sich dann steigern. 6/10

Arthur (2011) Symphatisch, überdrehte Komödie die natürlich in Phasen schon albern daherkommt, aber den Bogen nie überspannt und ab und an dann auch ein bisschen Ernsthaftigkeit einstreut. Außerdem durch die Bank weg gut gespielt und bekannt besetzt, wobei Helen Mirren als Hobson insgesamt noch etwas heraussticht. Ich sehe auch Russell Brand durchaus gerne. 8/10

Kiss the Girls (1997) Morgan Freemans erster Auftritt als Alex Cross stockt noch etwas und gerät für mich nicht so spannend wie der Nachfolger (siehe Report vom Januar). Dennoch für Thrillerfans ein ganz akzeptabler Vertreter, allerdings kommen dann aus der Zeit ende der 90er deutlich stärkere Filme. 6/10

Das perfekte Verbrechen (2007) Auch wieder so ein Film einer momentan eher ausgestorbenen Art. Durchweg spannender Krimi/Thriller Mix, der auch ein bisschen aus der Grisham Feder stammen könnte, jedoch ohne die Längen. Hopkins spielt im Prinzip seine übliche Rolle, aber die nunmal ziemlich gut und liefert sich ein schönes Duell mit mit Ryan Gosling das in einem gelungenen Finale mündet. Regisseur Hoblit hat man gar nicht so direkt im Kopf wenn es um spannende Filme geht, dabei hat er mit Zwiellicht, Frequency und Untraceable einige Hits im Portfolio. 8/10

Der kleine Nick macht Ferien (2014) Kann dem tollen Vorgänger leider überhaupt nicht das Wasser reichen. Vereinzelt gibt es ein paar gute Gags, aber die ganze Sache mit dem italienischen Regisseur und auch das viel zu alberne Ende überzeugen nicht. Schade. 5/10

Fighting With My Family (2019) Grundsätzlich gelungener Film, bei dem aber noch viel mehr drin gewesen wäre, denn die kurzen Einblicke in die Wrestling Welt sind schon interessant und auch die sportlichen Herausforderungen meistern die Darsteller souverän und auch die eher ruhig angelegte “Paige” funktioniert gut. Leider frühstückt der Film aber alles andere nach dem üblichen Schema ab. Da fehlte mir irgendwie der letzte Schliff oder das letzte Herzblut. 6/10

Message Man (2018) Schauplatz und der ruhige Beginn, sowie der gute Hauptdarsteller heben den Film etwas über B-Movie Niveau, aber mehr war es für mich auch trotz der teilweise coolen Action nicht. Natürlich darf sich das Team aber gerne wieder zusammenfinden und vielleicht beim nächsten Mal noch einen draufsetzen. 6/10

Black Rain (1989) Sieht natürlich immer noch schick aus, ist halt ein Ridley Scott Film und auch Michael Douglas überzeugt sowie das Japan Thema/Setting ansich. Leider zieht die Spannung aber nie so richtig an, in der Mitte gibt es eher ein paar Längen. Für einen 31 Jahre alten Film, aber immer noch besser als vieles was heute so kommt. Starke 6/10.

The Lego Movie 2 (2019) Total überdreht, gut das war der erste Teil natürlich auch, teilweise total bescheuert, dann wieder richtig witzig, aber auch ohne roten Faden, alles eher Episodenhaft und die “Böse” funktioniert für mich auch absolut überhaupt nicht. Somit deutlich hinter Teil 1. 6/10

Bridge of Spies (2015) Von Spielberg gekonnt in Szene gesetzt, aber das kennt und erwartet man ja. Tom Hanks hat eine eher typische Rolle, die er gekonnt umsetzt, aber auch nicht so richtig was rausreißt. Ähnliches gilt für die Story, die eigentlich viel kürzer als der Film ist und somit bleibt ein nettes Filmchen ohne große Highlights. 6/10

LAs Finest - Staffel 1 (2019) Gute Grundidee die in vielen Szenen und Einstellungen in der Tat wie die kleine Schwester der Bad Boys wirkt. Leider funktioniert vom Duo Alba/Union ausgerechnet letztere als eigentliches Zugpferd aus Bad Boys 2 nicht so wirklich, weil sie einfach zu übertrieben cool wirken soll/will und dadurch oft eher nervt. Die Drehbuchautoren schrieben zudem den beiden männlichen Detective Kollegen (“Bens”) die bessere Chemie und auch die Fieslinge sind nicht so richtig fies und eher etwas aufgesetzt. Pluspunkte gibt es für die staffelübergreifende Handlung, ein paar ordentliche Action- sowie stimmungsvolle Nachtszenen. In der geplanten zweiten Staffel kann man ja aber einen draufpacken. 6/10


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Film & Serienreport Januar 2020

Februar 11, 2020 - Lesezeit: 6 Minuten

Seabiscuit (2003) In wirklich tollen Bildern eingefangenes Drama bei dem es letztendlich um weit mehr als nur Pferderennen geht. Dazu ein passender Soundtrack. Nur mit Tobey Maguire kann ich nicht so viel anfangen, auch wenn er hier eigentlich sehr gut reinpasst. Starke 7/10

Im Netz der Spinne (2001) Ein ganz klassischer Thriller für die Kinoleinwand. Ein Genre das mir dort momentan ziemlich ausgestorben scheint und eigentlich nur noch im Serienformat in hoher Qualität zu bekommen ist. Die haben wir hier nämlich. Spannend, gut inszeniert, gut gespielt. Runde Sache. 8/10

Hardball (2001) Keanu Reeves spielt hier einen ziemlich konfusen “Heiopei” und das nicht immer sympathisch. Muss man ihm aber jetzt gar nicht unbedingt negativ auslegen. Ansonsten gibt es die typische Underdog Sport Geschichte/Komödie, die dann urplötzlich in ein “Ghetto Drama” abdriftet. Da konnte man sich auch mal wieder nicht entscheiden was im Gesamtbild dann nicht besonders stimmig ist. 6/10

Nur ein kleiner Gefallen (2018) Ja was ist dieser Film am Ende? ⅔ des Films sind eine durchaus spannend angelegte Krimi/Thriller Geschichte die zum mitraten einlädt und einige gute Momente bietet. Auch weil die beiden Hauptdarstellerinnen gut reinpassen. Das der Film dann zum Schluss eher zur Komödie wird passte für mich so gar nicht. Fast schade und somit “nur” 7/10

Underwater (2019) Löst die Handbremse bereits nach wenigen Minuten und schafft klare Verhältnisse. Es folgt ein packend inszenierter Survival Trip der vor allem mit viel Atmosphäre, guter Ausstattung und toller Optik punktet. Dazu kommen ab und an ein paar genretypische Schockmomente. Das ordentliche Budget sieht man dem Film an und Frau Stewart überzeugt in der Rolle durch glaubhafte Emotionen und toughness ähnlich wie eine Alicia Vikander in Tomb Raider. Neben ihr können dann aber eigentlich nur Vincent Cassel und TJ Miller, letzterer in seiner übliche lockeren Rolle, noch etwas bieten. An tiefgründigen Erklärungen versucht sich der Film nicht, streut aber im Hintergrund die ein oder andere Info zur Szenerie ein. Das mag vielleicht nicht jedem Gefallen, geht aber im Gesamtkonzept des Films für mich durchaus auf, auch weil er weder zu kurz noch zu lang ist und so auch nicht in Gefahr gerät zu langweilen. Insgesamt eine Mischung aus The Descent, Alien und Leviathan die meinen Nerv getroffen hat. Sonderlob für Sounddesign und Soundtrack, ein Film der sich für definitiv fürs dunkle (Heim)Kino empfiehlt. Starke 7 oder knappe 8.

Hangman (2017) Enthält alles was ein Serienkiller Film haben muss. Wirkt dadurch ein bisschen wie aus dem Baukasten. Dennoch kommt am Ende eine solide Nummer dabei heraus. Das liegt zum einen an der ordentlichen, stimmungsvollen Inszenierung (trotz vermutlich nicht besonders hohem Budget) und zum anderen am Cast der mit der Laufzeit immer besser wird, vor allem Pacino fährt am Anfang doch mit angezogener Handbremse. Keine Genregröße, aber doch ein ordentlicher Vertreter den man sich ruhig mal ansehen kann. 6/10

Bad Boys for Life (2020) Wow, noch Januar und schon der zweite Besuch im Kino. Auf den Film habe ich eigentlich lange Zeit gewartet, denn vor allem Bad Boys 2 war allerfeinstes Blockbuster Kino im Actionbereich und einer der wenigen Filme der Kategorie: Nachfolger übertrumpft Vorgänger. Nun 17!! Jahre später also die Fortsetzung (ohne Michael Bay auf dem Regiestuhl). Das Bad Boys Feeling stellt sich glücklicherweise direkt ein, die Chemie zwischen Smith und Lawrence ist nach wie vor großartig und es gibt viele tolle Szenen dank der beiden. Optisch ist alles dabei was die Reihe ausmacht und auch die Action macht durchaus eine starke Figur, auch wenn es nicht ganz an das heranreicht was ein Michael Bay liefern kann. Klingt nach einem ABER und das kommt jetzt auch. Die völlig belanglose “junge” Truppe war ein Griff ins Klo, zwar haben Paola Nunez und Vanessa Hudgens durchaus gute Momente als toughe Sidekicks, abgesehen davon ist da vieles eher dämlich und beliebig ersetzbar, zieht sogar den Fokus teilweise unnötig vom wesentlichen weg, da wäre mehr Konzentration auf Smith und seinen Gegenpart besser gewesen. So bleibt eine recht gelungene Rückkehr des Duos, die für mich qualitativ eher Richtung Teil 1 geht als zu 2. Man darf stark annehmen das Teil 4 in den nächsten 2-3 Jahren eintrudelt. 7/10

Travelers - Staffel 3 (2018) Die finale Staffel schafft es leider nicht, wie so viele Serien wohlgemerkt, ein rundes Ende zu präsentieren. Es ist grundsätzlich nicht wirklich schlecht, aber trotzdem bleiben viele Fragen offen. Damit hat man sich ja fast schon abgefunden. Generell war mir schon in Staffel 2 und auch wieder in 3 nicht so ganz klar warum eigentlich manche Ziele so stark verfolgt wurden (Reisender 001 z.B.). Gelungen war in der finalen Staffel der kritische Ansatz gegenüber der ständigen Überschreibung von Personen aus der Gegenwart, was dazu führte das man die eigentlichen Helden plötzlich fast ablehnte. Dieser Konflikt und die Geschichte um Marcy und David waren sicherlich gut umgesetzte Ideen die auch dafür sorgten das man dran blieb. Bei anderen Dingen gelang das weniger oder wurde nicht wirklich konsequent verfolgt Somit bleibt eine ordentliche Serie mit einer guten Basis an Geschichten und Charakteren, die aber auch viel Potenzial verschenkt. 6/10

24 - Staffel 3 Alles im Pirinzip wie gehabt. Es gibt immer wieder richtig gute Momente und auch immer wieder diese gestreckten und eher dämlichen Momente. Eine große Nervensäge und eine kleinere ist man zum Glück am Ende der Staffel los. Bemerkenswert ist vor allem wie Kiefer Sutherland die grimmige Rolle des Jack Bauers von Zeit zu Zeit mit Emotionen befüllt. Positiv auch das man über die Staffel kleinere Ziele verteilte, deren Ausgang nicht schon vorher klar war. Der politische Teil bleibt aber weiterhin eher belangloses Beiwerk. 7/10

Stranger Things - Staffel 3 Da ich maxmimal eine Folge pro Woche gesehen habe zog sich die dritte Staffel ziemlich, was aber weniger mit der Qualität zu tun hatte. Vielleicht war es letztendlich sogar die für mich gelungenste Staffel, nachdem ich eigentlich schon gar nicht mehr sicher war überhaupt weiterzuschauen. Die Sache mit den Russen, der Mall und auch der Terminator/Arnie Verschnitt haben mir gut gefallen. Die "strangen" Dinge waren zudem auch ganz in Ordnung und nicht ganz so abgedreht (im Verhältnis). Gute 7/10.


Jahresrückblick 2019 - Film & Serie

Januar 3, 2020 - Lesezeit: 2 Minuten

Nachfolgend noch der kurze Rückblick auf meine Highlights im Bereich Film und Serie für das Jahr 2019. Gesehen habe ich gefühlt relativ viel, aber auch viele ältere Sachen wiederholt. Da bleibt die Leier konstant, sie sind halt einfach im Filmbereich oftmals viel besser als der ganze neue Kram. Im Kino hat eigentlich nur Rambo überzeugt, alles andere habe ich meistens dann doch zu Hause gesehen. Das sollte hoffentlich 2020 doch mal wieder besser werden. Vielleicht komme ich ja noch kurzfristig dazu eine kleinen Ausblick zusammenzustellen. Dennoch war 2019 dann gar nicht so schlecht, denn einige gute Erstsichtungen waren für meinen Geschmack dann doch dabei. Ein richtiger, richtiger Knüller fehlte jedoch auch in 2019 wieder.

Film

  • Hunter Killer 8/10
  • The Wolfs Call 8/10
  • Green Book 8/10
  • Monsieur Claude 2 8/10
  • Rambo Last Blood 8/10
  • Apollo 11 8/10

Wie auch letztes Jahr gilt das die 7er Wertungen eigentlich nicht gut genug für ein Jahreshighlight sind, aber aus verschiedenen Gründen haben diese Titel für mich das Potenzial irgendwann eine zweite Sichtung zu erlangen.

  • Abgeschnitten 7/10
  • Angel Has Fallen 7/10
  • Ready Player One 7/10
  • Bumblebee 7/10
  • The Mule 7/10
  • Last Christmas 7/10

Serien

  • Brooklyn Nine-Nine 8/10
  • The Night Manager 8/10
  • Bosch 8/10
  • Maigret 7,5/10 in Summe der 4 Filme
  • Seven Seconds 7/10
  • Cardinal - Staffel 2 & 3 8/10

Ingesamt kamen XXX Filme & Serien in 2019 mit einer neuen Bewertung dazu.


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Film & Serienreport Dezember 2019

Januar 3, 2020 - Lesezeit: 9 Minuten

Mit Erkältung und Couch ist die Liste gleich viel länger ;)

Eine Frage der Ehre (1992) Einer der besten Anwaltsfilme überhaupt mit einem saustarken Finale. Cruise gibt einen hervorragenden, leicht arroganten Junganwalt mit einer bestimmten Demi Moore an der Seite. Nichsolson hat gar nicht viele Szenen, die reichten ihm aber ebenfalls um Eindruck zu machen. Die gute Story erfordert etwas mitdenken, wird aber trotz fast 2 ½ Stunden Laufzeit flott vorangetrieben und theoretisch kann man am Schluss noch schön über Ehre, Mitgefühl und Gehorsam sinnieren. 8/10

Hard Powder Kurioser Streifen mit viel schwarzem Humor und für einen Abend auch mal ganz unterhaltsam, auch wegen des schönen Schnee-Settings. 6/10

Driven (2001) Die fast schon katastrophale Bewertung des Films ist für mich eher ein Rätsel. Harlin setzt wie gewohnt auf eine sehr coole und vor allem rasante Optik mit klasse Rennszenen, dazu gibt es einen Rundumschlag durch das Leben in der Rennszene mit weitestgehend guten Charakteren. Klar die Story erfindet nichts neues, aber unterhält doch gut. Es mag sein das hier einige Dinge aus verschiedenen Wettbewerben vermischt werden, was vielleicht auch daran liegt, dass der Film eigentlich in der Formel 1 spielen sollte, man aber keine Lizenz erhielt. Störend empfinde ich das nicht und ja die Szene mit dem Straßenrennen ist etwas drüber, aber was solls. Ansonsten finden sich wirklich viele Referenzen und Details zum Rennzirkus wieder. Gute Unterhaltung. 7/10

Mom & Dad (2017) Einzig wegen Nicolas Cage mal einen Blick riskiert und letztendlich ist er auch der einzige Grund warum man das tun sollte. Zwar die der Film gut inszeniert und sieht so teurer aus als er vermutlich war, ist aber abgesehen davon weder besonders spannend, besonders lustig, besonders verrückt oder irgendwie unterhaltsam. 4/10

Sicario 2 (2018) Es geht mir auch hier wieder wie beim Vorgänger. Es gibt Starke Szenen (wieder eine Konvoi Szene), kompromissloses Vorgehen der Task Force, wirklich gute Schauspieler durch die Bank weg (Del Toro ist extrem cool), den treibenden Soundtrack der vieles noch spannender macht als es wirklich ist und eine im Grundsatz gute Storyidee, ABER dagegen steht das vor allem in der zweiten Hälfte vieles überhaupt keinen Sinn mehr ergibt. Kleine Räder in der Maschinerie entscheiden plötzlich für die großen Bosse auf beiden Seiten. Zeitsprünge und Ortswechsel die nicht im Ablauf passen. Welche Motivation hat eigentlich Alejandro das Mädchen plötzlich zu schützen? Und im einzigen Bauernhaus im Umkreis von 50 Meilen wohnen natürlich taube Bauern, echt jetzt? Das ist genauso bescheuert wie der Schleuser Boss mit seiner Koi Geschichte. Die Liste lässt sich leider um viele, viele Punkte erweitern und passt nicht in das eher realistische Umfeld. Das ist schade, denn ansonsten kann der Film echt punkten, aber so reicht es wieder nur für eine 6/10.

Braveheart (1995) Ein Klassiker der Filmgeschichte und das auch zurecht. Gelungen erzählt, gut gespielt und in Szene gesetzt, dazu nicht zuletzt mit einem Soundtrack der großen, großen Anteil daran hat das der Film so mitreißt. 9/10

Monsieur Claude 2 (2019) Meine Erwartungen gingen fast gegen 0, der Trailer sah eher bescheiden aus, wieder eine Fortsetzung eines für mich wirklich gelungenen ersten Teils … Nun ausnahmsweise wurde ich mal überrascht. Steht dem Vorgänger in nichts oder wenn nur ganz wenig nach. Drückt im Prinzip wieder die gleichen, oftmals klischee behafteten Knöpfe, aber wenn man nur etwas französischen Bezug hat, dann ist das halt auch einfach richtig lustig. 8/10

The Night Manager (2016) Starke, teilweise sehr spannende Serie. Das liegt auch am charismatisch aufspielenden Tom Hiddleston und dem typischen Hugh Laurie sowie den guten Schauplätzen. 8/10

Jack Ryan - Staffel 2 (2019) Das Niveau bei der Inszenierung bleibt hoch und auch wenn es nicht so viele Schauplätze wie in der ersten Staffel gibt, hat mir die zweite Staffel sogar etwas besser gefallen. Einige Charaktere sind jetzt etabliert, die Story war runder. Gerne auf dem Niveau weiter so. Bin gespannt. 8/10

Brittany Runs A Marathon (2019) Typsiche Streaming Produktion. Weder besonders lustig, noch besonders dramatisch. Noch besonders irgendwas. Da darf man sich schon fragen was die Macher eigentlich erzählen wollten. Hauptsache irgendwie "Based on a true Story". 5/10

47 Ronin (2013) Als großer Blockbuster aufgelegt funktioniert das nur teilweise. Einzige Szenen sind stark, andere eher mit mäßiger Atmosphäre versehen, was dann doch darauf schließen lässt, dass entweder die Ansprüche zu hoch oder das Geld zu knapp waren und/oder der Regisseur dem ganzen nicht gewachsen war. Kann man sich dennoch mal ansehen. 6/10

Feinde - Hostiles (2017) In breiten und wirklich guten Bildern gefilmtes Westerndrama, welches einige Szenen bietet die durchaus nachwirken. Dabei geht es nicht nur um den Härtegrad der Action, sondern auch oft um die knallharten Schicksale. Bale darf hier mal wieder beweisen das er ein starker Schauspieler ist, hat aber auch gute Kollegen an seiner Seite. Wer derartige Filme (siehe auch Erbarmungslos oder Open Range) mag wird hier auch Gefallen finden. 7/10

Dragonheart (1996) Schöner Fantasyfilm mit toller Musik, aber auch dem ein oder anderen Wackler hier und da. Trotzdem unterhaltsam und sympathisch. 7/10

Mars - Staffel 2 (2017) Das Rezept eine fiktive Marshandlung mit aktueller Wissenschaft in Dokuform auf der Erde zu verbinden geht in Staffel 2 nicht mehr so richtig gut auf. Die Marshandlung bezieht sich meistens auf zwischenmenschliche Konflikte, die zwar grundsätzlich authentisch sind, aber doch auch eher nervig, ansonsten ist dort natürlich jetzt vieles noch mehr Spekulation als in Staffel 1 was nicht so richtig gut mit dem Dokuteil der Erde harmoniert, auch wenn die Absicht dahinter schon zu erkennen ist. 6/10

The Expanse - Staffel 3 (2018) Hat etwas gedauert bis ich hier wieder Lust hatte, aber letztendlich hat sich die Pause gelohnt. Die dritte Staffel zieht das Tempo etwas an und gefällt so vor allem in der ersten Hälfte sehr gut. Mit auftreten des Rings nimmt der Unterhaltungswert grundsätzlich nicht ab, aber es wird doch alles etwas seltsamer und konfuser. Die UN Generalsekretärin war auch nicht mehr so nervig wie in Staffel 2 und mit dem Mars Marine Draper hat man einen weiteren starken Charakter der Serie fest untergebracht. Weiterhin schlecht bleibt ausgerechnet Hauptcharakter Holden, Strait bleibt einfach eine Fehlbesetzung ohne Sympathie beim Zuschauer. Gute 7/10.

Stirb Langsam (1988) Zu Weihnachten wieder im Player gelandet, immer wieder passend, auch wegen der vielen schönen Weihnachtsdeko im Film ;) Ich zitiere mich einfach selbst: “Ein Actionklassiker der einfach zeitlos erscheint, die richtige Mischung in allem findet und zudem auch schön spannend geraten ist.” Verdient das mir sonst eher wenig liebgewonnene Prädikat “Kult”. 9/10

Stirb Langsam - Jetzt erst Recht (1995) Bietet in den ersten 90 Minuten mit der Schnitzeljagd durch New York eine der spannendsten Actionhandlungen überhaupt, dabei wird nebenbei die Stadt so gut und authentisch eingefangen wie selten zuvor und selten danach. Man fühlt sich einfach mitten drin im Big Apple. Mag daran liegen das mittlerweile solche Drehs dort zu teuer oder nicht mehr erlaubt sind? Das Duo Willis/Jackson harmoniert dabei prächtig, auch weil Jackson nicht nur Stichwortgeber für den verkaterten MacClane ist, sondern eine eigene Persönlichkeit besitzt. Auch der Gegenspieler der beiden ist gelungen und da kommt dann auch die einzige Kritik ins Spiel. Warum lässt man das Duell nicht in New York enden? So wirkt die letzte Viertelstunde irgendwie unrund und will nicht so Recht in das sonst so stimmige Gesamtbild passen. Schade, dennoch ein toll inszeniertes Genrehighlight durch und durch. 9/10

Star Wars Episode IX Nicht weniger als 8 Filme sollen hier (vorerst) ein Ende finden und bei dem ganzen Hype der Star Wars schon immer umgibt fällt es einem schwer hier einfach nur Blockbuster Kino zu sehen. Letztendlich bekommt man aber genau das schon immer geboten und so auch hier, nicht weniger, aber halt auch nicht mehr. Regie, Ausstattung, Effekte und Schauspieler sind 1A, aber daneben wird es wackelig. Vieles wirkt gehetzt, an den meisten Orten wird nur 3-5 Minuten verweilt, vor allem die erste Stunde hätte sich mehr Ruhe gönnen müssen, statt Szene um Szene abzuhaken. Es passieren einfach so viele Dinge, wenige davon erscheinen logisch und nichts davon hilft irgendwie der Geschichte und den Charakteren mehr Tiefe zu geben, weil es einfach 3 Sekunden später wieder wo anders weitergeht. So kommt beim Zuschauer weder richtig Verständnis noch Spannung für die Handlung auf, weil es dafür einfach keine Zeit gibt. Einzig Rey und Kylo Ren haben gelungene Momente, andere um Poe und eine alte Gefährtin oder Finn und andere Deserteure bleiben bei hohem Potenzial leider nur kurze Randnotizen. Auch die “Ritter von Ren” erinnern doch irgendwie stark an die Ringgeister, aber halt wieder ohne irgendwelchen Background. Das Finale/Ende kann durchaus überzeugen und schließt einen Kreis, zumindest vorerst, Disney wird die Skywalkers schon irgendwie in 10 Jahren wiederholen. So bleibt gehetztes Popcornkino was mit erhöhter Laufzeit oder halt weniger Szenen viel runder, schlüssiger und vor allem auch emotionaler hätte sein können. Gut, aber mehr auch nicht. Gute 6/10


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Film & Serienreport November 2019

Dezember 10, 2019 - Lesezeit: 4 Minuten

Robin Hood - Directors Cut (2010) Scott und Crowe wieder in einem Historienfilm, die Erwartungen an dieses Duo sind da nach Gladiator natürlich immens. Wer sich davon lösen kann bekommt aber eine gute Origin Story zu Robin Hood, die natürlich Top in Szene gesetzt ist wie es einfach nur wenige in Hollywood können. Alle Rollen sind passend besetzt (Mark Strong noch lobend zu erwähnen), aber so ganz rund läuft trotzdem nicht alles. Vor allem schleichen sich hier und da doch ein paar Logiklöcher in Longstrides Handlungen und Wandlungen ein. Sei es drum, wer dieses Genre mag wird hier durchaus gute Unterhaltung finden. Ansehen sollte man sich Scott typisch aber auf jeden Fall den Directors Cut, der doch wieder den deutlich besser funktionierenden Film liefert. Der schöne Soundtrack von Marc Streitenfeld, passend zu einer Großproduktion dieser Art und soll nicht unerwähnt bleiben. 7/10 Wer sich für viel mehr Details um die Produktion und die eigentliche Legende interessiert dem sei der Schnittbericht mit eben diesen Infos ans Herz gelegt: https://www.schnittberichte.com/schnittbericht.php?ID=103527

Erlöse uns von dem Bösen (2014) Unglaublich dicht und packend inszenierter Horrorthriller den ich eigentlich auch noch für Halloween reserviert hatte, aber es zeitlich nicht geschafft hatte. Die Kombi aus Polizei Ermittlung und vermeintlichen Dämonen harmoniert gut und vor allem Eric Bana steht der raue Cop hervorragend. Einige Jump Scares sind zudem richtig fies und sollten Genrefreunde auf ihre Kosten kommen lassen. Mit dem Finale konnte ich allerdings nicht so viel anfangen, aber das war mir von vornherein klar. 7/10

Collateral (2004) Einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Hier passt alles von der dichten Nachtatmosphäre, getragen von einer guten Auswahl an Musikstücken, über die wirklich guten Schauspieler (Cruise gibt einen richtig coolen Bösewicht ab) und einer spannende Geschichte mit einem starken Finale. 10/10

Le Chant de Loup - The Wolf's Call (2019) Sehr gelungener, moderner U-Boot Film der nicht nur die bekannten Muster dieses Genres abarbeitet und mit teilweise sehr spannenden Sonarszenen daher kommt. Außerdem eine passend aktuelle Story. Nach wie vor kommen immer wieder diese 1-2 Highlights aus Frankreich pro Jahr. 8/10

True Detective - Staffel 3 Fängt relativ vielversprechend mit einer ähnlichen Art wie Staffel 1 an, doch die drei Zeitachsen sind nicht ganz glücklich miteinander verwoben. Immer wenn Spannung in einer Achse aufkommt wird diese durch die Handlung einer anderen Achse wieder rausgenommen. Die Ermittlungen selbst waren zudem nicht immer besonders nachvollziehbar und das ständige Ehedrama um die Hauptperson auch eher keine Bereicherung. Etwas schade. Somit bleibt Staffel 1 ganz klar weit vorne vor Staffel 2, die mir dann sogar auch noch besser als Staffel 3 gefallen hat. 6/10

Big Bang Theory - Staffel 12 (2019) Hat sich ja über mehrere Monate gestreckt und letztendlich bietet auch die letzte Staffel altbekanntes ohne große Highlights. Somit ist es völlig in Ordnung das man einen Schlussstrich zieht. Dazu gab es dann eine wirklich gelungene Doppelfolge zum Finale mit einer schönen Hommage an sich selbst und den Highlights der vergangenen Jahre. Da waren dann auch endlich mal wieder mehr als ein paar Schmunzler drin und es war somit für mich ein sehr würdiger Abschluss. 8/10 für die gesamte Serie.

Last Christmas (2019) Gelungener Weihnachtsfilm der letztendlich kitschiger aussieht als er ist und auch wenn er vielleicht so anfängt entwickelt sich eine sympathische Komödie in weihnachtlicher Atmosphäre die man am Ende gar nicht so erwartet und die es zum Glück auch mit dem dem titelgebenden Evergreen nicht übertreibt. Passend für die Jahreszeit. 7/10

Hot Rod (2007) Der Film ist in vielen Punkten einfach nur herrlich bescheuert und es gibt eine Menge Szenen über die ich gut lachen kann. Trotzdem übertreibt es in meinen Augen nicht. Von den Mitwirkenden gibt es ja einige Kömödien in diesem Stil, aber zuletzt kam da glaube ich wenig? Schade. 8/10

Travellers - Staffel 1&2 (2016-2017) Ordentliche Serie, der es trotz der folgenübergreifenden Handlung ab und an Tiefgang fehlt. Die zweite Staffel steuert da schon etwas gegen und es wird diesbezüglich besser und endet auch mit einem passenden Cliffhanger. Einige Ideen sind gut, andere offensichtliche Fragen werden jedoch nicht so richtig gestellt. Auf Dauer ist das mit den Zeitreisen und Zukunfstveränderungen immer so eine Sache mit der Kontinutät und es schleichen sich Fehler in die Story ein. Das irgendwann immer mehr "Reisenden" wie Lemminge aus der Zukunft eintreffen hilft dabei nicht so richtig. Ein minimaler Blick in eben diese (ähnlich dem üblichen Terminator Auftakt) wäre vielleicht auch hilfreich. Erinnert diesbezüglich etwas an Colony. Trotz einiger Macken, dennoch gut ansehbar. 6/10