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Jahresrückblick Film und Serien 2020

Januar 11, 2021 - Lesezeit: 4 Minuten

Wie üblich noch der kurze Rückblick auf meine Highlights aus 2020, wobei ich mich auf Elemente beschränke die für mich neu waren. Trotz Covid-19 war das Jahr im Unterhaltungsbereich durchaus in Ordnung und wäre ohne die Schließung der Kinos vielleicht sogar noch besser geworden. Es begann nämlich durchaus vielversprechend mit den Besuchen von Underwater (8/10), welchen ich auf Grund der Vorliebe für das Genre und der starken Inszenierung weiterhin positiv in Erinnerung habe. Bad Boys III folgte und war kein unbedingtes Highlight (7/10), aber immerhin besser und stimmiger als erwartet. Hier besteht natürlich die Möglichkeit, dass ich meine Erwartungen, selbst an Popcorn Kino, schon vorsichtshalber immer stark zurückschraube, was sich anhand eines belanglosen Terminator 6 (6/10) auch bestätigte. Dann kam bereits der Bruch und alles verlagerte sich komplett nach Hause. Dort überzeugten mich dann in der ersten Jahreshälfte vor allem Ozark (8/10) und der unsichtbare Gast (7/10). Positiv, auch wenn es nicht zum großen Highlight reichte, waren außerdem The Informer und man Staune, die Netflix Produktion Tyler Rake (beides 7/10). Es folgte ein weiterer starker Ableger der Manhunt Reihe und mit Staffel 4 das akzeptable Ende der insgesamt tollen Cardinal Serie (beides 8/10). Mit Fire Saga (7/10) gab es dann gleich noch eine Netflix Produktion (WOW, schon 2 gute im Filmbereich) die durchaus mal albern, aber sehr unterhaltsam war und somit auch positiv in Erinnerung blieb, genau wie der zweite Teil von Monsieur Claude.

In der Mitte des Jahres war vor allem Peaky Blinders mit gleich 5 Staffeln und einem starken Gesamteindruck (8/10) sehr präsent. Weiterhin gab es mit The Gentleman auch noch einen unterhaltsamen Gangsterkomödienmix (7-8/10). Spaß über einen längeren Zeitraum gab es zudem mit allen Staffeln von Silicon Valley (8/10) um abschließend auch die letzte Staffel anzugehen sowie Parks & Recreation (8/10) und der Netflix Doku Drive To Survive. Die wiederrum zu deutlich mehr Verständnis an der Faszination Formel 1 geführt hat und mich ebenfalls dazu brachte das Renngeschehen während der Pandemie aktiv zu verfolgen.

Eine Zwischennotiz will ich noch für The Mandalorian opfern, an den ich überhaupt keine Erwartungen hatte, es aber dann aber auf Grund weniger Bombast sogar gut fand (7/10). Außerdem gelungen waren beide Staffeln von Condor, wo es aber leider nicht nach einer dritten Staffel aussieht.

Abgeschlossen mit 5 Staffeln Line of Duty (8/10) bleibt ein ziemlich starkes Serienjahr, welches aber auch immer wieder ein paar gute Momente im Filmbereich auf Lager hatte. Alles in allem würde ich 2020, in Bezug auf Filme und Serien, sogar als gutes Jahr bezeichnen.

2021 sollte zudem in der Lage sein daran anzuknüpfen, denn mit der letzten Staffel Homeland, Yellowstone (endlich in Deutschland gestartet), The Expanse, Drive To Survive, Brooklyn 99 und vielleicht auch mit Lupin stehen bereits einige hoffnungsvolle Titel auf der Watchlist. Dazu gesellen sich noch Tokyo Vice (Michael Mann), The Morning Show, Gangs of London und Ted Lasso. Pandemiebedingte Verzögerungen gibt es bei Jack Ryan und Peaky Blinders, aber durchaus möglich das diese Staffeln auch noch 2021 kommen. Gespannt darf man sein wie die Filmstudios ihre ganzen verschobenen Filme unterbringen werden und ob noch mehr den Weg von Warner gehen wollen und ihre Highlights (u.a. Matrix 4) auch direkt für den Heimbereich ankündigen. Grundsätzlich stehen mit James Bond, Top Gun, The Last Duel (Scott), Mission Impossible 7, Infinite (Fuqua/Wahlberg), Uncharted und Tod auf dem Nil einige Filme an von denen ich mir durchaus etwas verspreche.


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Film & Serienreport Dezember 2020

Januar 11, 2021 - Lesezeit: 3 Minuten

Deadwind – Staffel 1 (2018) Die Hauptdarstellerin nervt im Prinzip seit der ersten Minute und auch wenn es im Verlauf der Staffel besser wird, so richtig warm wird man mit ihr nicht. Das wäre akzeptabel, wenn ihre Ermittlungsarbeit irgendwie besonders wäre, aber auch die besteht eigentlich nur daraus überall penetrant nachzubohren und ständig alles ohne Logik alleine zu machen. Dagegen steht mit ihrem Partner ein interessanterer Charakter, eine ordentliche Inszenierung im winterlichen Helsinki und eine Story um moderne Energiegewinnung. In der Summe somit in Ordnung. 6/10

Red Heat (1988) Richtiger Old-School-Actioner bei dem mir Jim Belushi sogar besser gefiel als Arnie, der wiederrum statt einer Maschine, hier einen Russen spielt. Da der Film vor damals gängigen Klischees nur so trieft ist da kein großer Unterschied auszumachen. Dennoch alles in allem ein stimmiges Paket und auch heute noch ein Spaß für Genrefans. 7/10

Weihnachten zu Hause – Staffel 2 (2020) Kann das Niveau und vor allem die lockere Art der ersten Staffel leider nicht halten. Statt Witz gibt es vor allem deutlich mehr Drama um dies und jenes, was die Stimmung der ganzen Staffel leider etwas drückt und nicht mehr diesen schönen Mix wie noch in den ersten Folgen ergibt. Noch in Ordnung, aber fast auch etwas schade. 6/10

Dash & Lily – Staffel 1 (2020) Verpackt einige bekannte Elemente zu einer sympathischen Mischung, die man sich vor Weihnachten ruhig mal ansehen kann. Gute 6, knappe 7/10.

Stirb Langsam 2 (1990) Noch ein Actionklassiker zu Weihnachten, der das Niveau von Teil 1 tatsächlich halten kann und somit auch immer wieder gerne gesehen wird. Die Bösewichte sind mir hier zwar insgesamt zu blass und erreichen für nicht ganz das Niveau von Teil 1 und 3, dafür ist das winterliche Flughaffensetting äußerst gelungen, die Actionszenen mit einem ständig fluchenden MaClane immer noch ein Hit und selten war Action auch so spannend wie in dieser Reihe. Außerdem werden bekannte Gesichter passend eingebunden nicht und zwanghaft irgendwie platziert. Dazu der bekannte Soundtrack. Immer wieder freut mich auch der cholerische Chef der Flughafenpolizei, ein sympathisches Must-Have für Werke dieser Zeit. Let it Snow! 9/10

Midnight Sky (2020) Verschreibt sich eher der ruhigen Erzählweise, was vermutlich auf das mitwirken von Clooney zurückzuführen ist. Letztendlich hätte, auch ohne in Krawall auszubrechen, etwas mehr Tempo aber doch gutgetan, genau wie ein paar mehr Hintergrundinfos zur Situation auf der Erde. Nebensätze, TV-Beiträge etc. hätten hier nach und nach ein stimmigeres Gesamtbild ergeben können. So nagt der Verdacht das nur die durchaus gelungene Grundidee aus der Romanvorlage übernommen wurde. In Ordnung, aber hätte mal wieder mehr sein können. 6/10

Line of Duty – Staffel 1-5 (2013-2019) Ging zwar noch bis Anfang Januar, macht aber trotzdem Sinn es in Gänze hier zu platzieren. Sehr spannende, gut gespielte und gut erzählte Serie die auch immer wieder Überraschungen enthält, ohne das diese zu gezwungen wirken. Hier und da gibt es ein paar Kleinigkeiten auszusetzen, wenn die Fäden mal nicht so aufgenommen werden wie man sich das als Zuschauer gerne wünschen würde und die „Undercover-Operationen“ scheinen mit fortlaufender Dauer der Serie und der theoretisch steigenden Bekanntheit der Ermittler etwas unglaubwürdig, stören oder groß ins Gewicht fallen diese Dinge aber nicht. Eine abgeschlossene Handlung pro Staffel, die aber auch immer wieder in das Gesamtbild einfließt und so bis jetzt auch einen großen Handlungsstrang verknüpft, machen Line of Duty zu einem stimmigen Gesamtpaket und rechtfertigen auch die sehr guten Bewertungen. 8/10


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Film & Serienreport November 2020

Dezember 6, 2020 - Lesezeit: 5 Minuten

Ip Man 4: The Finale (2019) Trotz gutem 60er Flair und dem ersten richtigen Auftritt von Bruce Lee zündet der Film im Vergleich zu den tollen Vorgängern nicht mehr so richtig. Das liegt weniger an den Kampfszenen, als an der etwas seltsam konstruierten Story rund um das US-Army Training. Adkins macht als Bösewicht, mit Hang zum Overacting, auch hier wieder eine gute Figur, sein jedoch völlig eindimensional ausgelegter Charakter ohne jeden Hintergrund fühlt sich einfach erzwungen an. Schade denn der Film bietet auch wieder einige Highlights, denen stehen aber leider zu viele Fehlgriffe gegenüber. 6/10

The Trial of the Chicago 7 (2020) Gelungen inszeniert und wie erwartet flott geschrieben. Dazu mit guten Schauspielern versehen. Letztendlich nicht so stark wie "Eine Frage der Ehre", aber trotzdem ein guter Gerichtsfilm. 7/10

Betty Anne Waters (2010) Noch ein "Anwalts/Gerichtsfilm", mit grundsätzlich beeindruckender Grundstory. Das Duo Swank/Rockwell liefert auch gewohnt gute Schauspielleistung ab, nur leider bringen die beiden von Haus aus bei mir keinen Sympathiebonus mit, wäre also mit anderen Schauspielern vermutlich besser bei mir angekommen. 6/10

Baby Driver (2017) Die typisch flotte Edgar Wright (Hot Fuzz, Shaun of the Dead) Inszenierung sagt mir auch hier zu zu und der Film steigert sich von einer netten Abendunterhaltung und wird zum Ende hin sogar unerwartet spannend. Das liegt auch an den gut aufgelegten bekannten Namen im Cast und einem soliden Auftritt der jüngeren Schauspieler. Leider ist das Finale ziemlich verkackt, es fällt zwar actionreich aus, passte aber überhaupt nicht in den Film. Warum gab es zum Schluss keine Fahrszene, ein Rennen gegen den Tod/für das Mädchen, eine Verfolgungsjagd, halt irgendwas wo der Typ Auto fährt ... Seltsam, daher nur 6/10

Le Mans 66 (2019) Ein Film der fast schon überragend bewertet ist und damit bei mir mal wieder Erwartungen geweckt hat die er nicht zu 100% erfüllen konnte. Klar Damon und Bale machen einen tollen Job und gelungen erzählt ist die Geschichte im Prinzip auch. Ausgerechnet das Rennen ins Le Mans, auf welches 90 Minuten zuvor alles hingearbeitet hat, kann dann in der Inszenierung nicht richtig mithalten und vor allem der 24 Stunden Charakter kam nicht so wirklich rüber. Der englische Titel "Ford vs. Ferrari" ist übrigens ausnahmsweise weniger passend als der deutsche, da Ferrari eigentlich nur eine Randnotiz ist die zwar den Gegner stellt, aber nie richtig beleuchtet wird. Achja und gab es einen Soundtrack der in Erinnerung geblieben ist? Leider mal wieder nicht und dabei braucht den ein solcher Film so dringend. Gut, aber nicht überragend. 7/10

Occupied - Staffel 1 (2015) Grundsätzlich gelungene Serie mit interessantem Thema. Etwas mehr Schwung oder Action hätte dem Ganzen aber gutgetan, sowie mehr Szenen in Kraftwerken, auf Bohrplattformen etc. Das ist vermutlich eine Frage des Budgets und/oder der Erlaubnis. Außerdem ist die außenpolitische Situation nicht so richtig beleuchtet und bleibt fragwürdig, kommt ja aber vielleicht noch. 6/10

Weihnachten zu Hause - Staffel 1 (2019) Muntere, kurze Serie, durchaus lustig, natürlich in optimaler Umgebung, aber nicht zu albern, nicht zu tussig (für das eigentliche Thema) und sympathisch besetzt. Gerne weiter so. 7/10

Unstoppable (2010) Auftakt zu einer Tony Scott Reihe. Wie gewohnt sehr dynamisch und hier perfekt passend rasant inszeniert, mit allen Scott typischen Elementen, darunter fällt natürlich auch Denzel Washington, Züge (hier logischerweise das Hauptthema) und der passende Soundtrack von Harry Gregson Williams. Auffällig sind wieder die echten und gut ausgestatteten Sets, sowie echte Züge (macht hier Sinn, ist aber heute alles andere als selbstverständlich). Liegt aber vielleicht auch daran das größere, reine Actionfilme mit 80-100 Millionen Budget im Prinzip nicht mehr existent sind. 8/10

Die Entführung der U-Bahn 123 (2009) Ein Actionthriller auf höchstem Niveau bei dem im Großen und Ganzen alles passt. Die Story, die coole Machart, natürlich der Soundtrack, ein hervorragender Travolta der wieder unter Beweis stellt wie wichtig ein starker Bösewicht für den eigentlichen Helden ist und dem dann ein ruhiger Washington als Gegenpart sehr gut steht. Auch in den Nebenrollen gut besetzt. 9/10

The Fan (1996) Auch hier gibt es schon in Teilen die typischen Scott Bilder zu sehen und ebenfalls geht der Soundtrack schon in die Richtung seiner kommenden Blockbuster. Die Sportszenen gefallen, der größte Pluspunkt ist jedoch ganz klar DeNiro, der eine ziemlich starke Performance als fanatischer Fan hinlegt. Da kann Snipes nicht ganz mithalten, auch weil man ihm nur die Opferrolle zugesteht. Ein generell unterbewerteter Film wie ich finde. Gute 7/10

Man On Fire (2004) Nach wie vor einer der besten drei Scott Filme und vielleicht auch Washingtons bester. Der ruhige Beginn schafft die emotionale Bindung, die später nötig ist um beim durchaus brutalen Rachefeldzug mitzufiebern. Vielleicht sind ein paar der vielen Schnitteffekte doch übertrieben, aber letztendlich passt das so. 10/10

The Last Boy Scout (1991) Willis spielt die einzige Rolle die er wirklich gut kann, einen leicht versoffenen Typen/Cop und haut die One-Liner nur so am Fließband raus. Das macht in Kombination mit Damon Wayans ziemlich Laune, der ihm in nichts nachsteht. Alles völlig politisch unkorrekt und ganz ehrlich, das ist gut so. Natürlich gibt es nette Actionszenen, die auch mal heftiger geraten und am Ende gibt es sogar eine bessere Story als man zuerst vermuten konnte. Dennoch fehlte mir hier immer schon der letzte Tick und ich kann nicht mal genau sagen welcher. 7/10


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Film & Serienreport September & Oktober 2020

November 29, 2020 - Lesezeit: 7 Minuten

The Gentleman (2019) Guy Ritchie ist nicht immer mein Fall, aber ähnlich wie bei U.N.C.L.E. geht es hier im gewohnten Stil munter und flott zur Sache. Die Erzählweise passt und erzeugt gegen Ende, auch wegen der für mich gelungenen Story sogar mehr Spannung als erwartet. Die vielen Stars funktionieren ebenfalls und so war ich durchaus positiv überrascht, da meine Ausgangslage mehr so Richtung: „Ja den nimmt mal mal so mit“, ging. Gute 7, knappe 8.

L.A. Story (1991) Teilweise ziemlich abgefahrener Humor (die Highway Schießerei z.B.), aber die flotten Dialoge und die irgendwie charmante Grundidee haben mir schon immer gefallen. 7/10

Crown Vic (2019 Thomas Jane gibt eine wirklich gute Figur ab und passend atmosphärisch in Szene gesetzt ist der Film auch. Leider gelingt es der Story nicht so richtig aus dem üblichen Einheitsbrei auszubrechen und spannender und/oder actionreicher hätte es auch noch sein können. Verschenkt so dann doch Potenzial. 6/10

Away Staffel 1(2020) Auf zum Mars, mal wieder. Das scheint momentan ein beliebtes Thema zu sein, aber soll mir Recht sein, Weltraum geht eigentlich immer. War dann aber zu viel menschliches Drama und zu wenig Raumschiff, NASA, Weltraum, Space. 5/10

Midway (2019) Groß angelegter Kriegsfilm, der natürlich mehr auf Krawall und Blockbuster als auf Drama aus ist. Dennoch werden die Amerikaner UND die Japaner beleuchtet, was mich sogar überrascht hat. Größtes Problem des Films ist jedoch Ed Skrein, der absolut keine Bindung zum Publikum schafft und einem eher ziemlich auf die Nerven geht. Das geleingt zum Glück aber Patrick Wilson als Nachrichtenoffizier und auch einigen Japanern. Dazu kommt eine etwas sprunghafte Erzählweise. An den großen Emmerich Bildern gibt es aber wie erwartet nichts zu meckern. Letztendlich etwas besser als gedacht. 6/10

The Valhalla Murders (2019) - Staffel 1 Ordentliche Thrillerserie mit guter Synchro und netten Schauplätzen dank Schnee. Die Inszenierung bleibt aber trotzdem eher auf TV-Niveau und es fehlt mal wieder ein Sympathieträger. Im direkten Island Vergleich war Trapped da doch eine Spur besser. 6/10

Parks and Recreation - Staffel 1-4 Sehr gelungene Comedyserie über das Behördenleben im Grünflächenamt. Der bunt gemischte Haufen gefällt und man merkt das die Macher auch für Brooklyn 99 verantwortlich sind. Weniger schön ist der Sprecherwechsel von Amy Poehler ab Staffel 4, auch wenn die neue Stimme sich dann im weiteren Verlauf steigert und glücklicherweise weniger "blöd" spricht, was nun wirklich nicht zum Charakter passte. 8/10

Die Erfindung der Wahrheit (2016) Gelungener, interessanter und auch spannender Einblick in die Lobbyarbeit. Dieser wird in den USA sicherlich deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt als hier, obwohl ich mir nicht vorstellen kann das sie hier weniger wichtig ist oder gar weniger praktiziert wird. 7/10

Der Aufstieg (2017) Gewohnt muntere, aber gar nicht so alberne, französische Komödie mit sympathischem Hauptdarsteller und schöner Story (auch wieder eine teilweise wahre), die sich genau dadurch von der Masse abhebt. Gelungen. 7/10

The Night Of (2016) - Staffel 1 Beginnt in den ersten Folgen ziemlich stark und spannend, auch wegen der ruhigen, atmosphärischen Inszenierung und John Turturro, welcher hier einen heruntergekommenen Anwalt in Bestform gibt. Leider gibt es aber nach etwas mehr als der Hälfte einen Bruch und die Qualität und letztendlich auch die Spannung sinken, vielleicht auch weil die Handlung mehr Fokus auf Drama, statt auf Crime und Gericht legt. Schade. Trotzdem noch 7/10

What Happened to Monday? (2017) Warum es letztendlich 3 Jahre gedauert hat bis Netflix den Film nach Deutschland gebracht hat? Unbekannt. Der Film punktet mit einigen coolen und ziemlich derben Actionszenen sowie einer interessanten Grundstory. Der fehlt es aber mal wieder im Detail. Was z.B. mit dem Vater passiert, der letztendlich den ganzen Stein ins Rollen brachte, bleibt z.B. unverständlicherweise ungeklärt. Rein technisch und schauspielerisch aber auch eine tolle Leistung Noomi Rapace 7x unterzubringen. 6/10

Begabt (2017) Mitreißendes, aber glücklicherweise nicht melancholisch geratenes Drama. Sympathisch gespielt und mit nettem Soundtrack. 7/10

Ghost - Nachricht von Sam (1990) Irgendwie wohl auch ein Klassiker. Hier und da zwar etwas overacted, was vielleicht auch noch an der Entstehungszeit liegen mag, aber das ist hier nicht besonders negativ und passt. Natürlich auch wegen den drei Hauptdarstellern ein guter Film. 7/10

Primal (2019) Eigentlich der perfekte Grundstoff für einen netten Actionthriller. Ein Schiff auf See, Tiere, Gangster und Cops. Krankt trotzdem an der lahmen Inszenierung die einfach die vorhandenen Mittel nicht richtig einsetzen kann und das obwohl sogar die animierten Tiere für das kleine Budget völlig in Ordnung sind. Cage ist bei guter Laune und seine Kollegen eigentlich auch. Schlimm auch das ganze Audio Setting, einen Soundtrack gibt es nicht, die wenigen, nicht besonders gut choreografierten Actionszenen haben keinen Druck und die Schusswaffen klingen fürchterlich. Cage sollte sich einfach talentierte Regisseure suchen, denn aus solchen Projekten könnte man durchaus auch mal einen kleinen Hit machen. Grad so 5/10.

Mollys Game (2017) Grundsätzlich bin ich eher weniger ein Fan von Geschichten die auf wahren Begebenheiten basieren. Und obwohl der Film ein hohes Niveau in Umsetzung und Schauspielern erreicht sowie die Geschichte trotz der hohen Laufzeit flott erzählt, bleibt am Ende irgendwie nicht viel hängen. Von Aaron Sorkin darf man da etwas mehr erwarten. Wenig Inhalt, gut verpackt trifft es wohl. 5/10

Green Room (2015) Zu Halloween gab es dieses Jahr u.a. diesen Film, auf Grund der guten Bewertungen. Ok er war günstig in der Produktion und hat ein paar bekannte Namen dabei. Das war es dann aber leider auch schon. Es gibt ein paar Gewaltszenen, aber letztendlich trotzdem kaum Action und so richtig kommt auch nie wirklich Spannung auf. Vor allem mit passender Kameraarbeit wäre da noch viel mehr drin gewesen. Warum der Film jetzt so gut bewertet ist bleibt mir ein Rätsel. Ähnlich wie übrigens auch bei Don´t Breathe vor ein paar Jahren. 4/10

Die Farbe aus dem Fall (2019) Die ruhigen, sich langsam steigernden ersten zwei Drittel des Films schaffen eine wirklich gelungene Atmosphäre, auch wegen des tollen Sets, den breiten Bildern und den guten Effekten. Hier macht jemand endlich mal wieder aus kleinem Geld einen hochwertigen Look. Dazu passt auch, dass Cage nicht nur den Irren gibt, sondern auch mal wieder ein paar wirklich gute ruhige Momente hat, die man ihm generell viel zu selten zugesteht und von Schauspielern begleitet wird die nicht nur Statisten sind. Leider hat mir der zu abgedrehte letzte Teil des Films dann gar nicht zugesagt. Statt zwangsweise noch die Horror/Ekelkeule rauszuholen wäre hier der eher mysteriöse Ansatz für meinen Geschmack deutlich angebrachter gewesen. Schade. 6/10

Trick 'r Treat (2007) Halloween auf 100%. Bringt fast alles auf den Tisch was man von Halloween so erwartet und verknüpft mehrere Episoden zu einem Ganzen. Tolle Ausstattung, durchaus gruselig, aber auch hier fehlte mir wieder das letzte Etwas um richtig mitzufiebern. 6/10


Film & Serienreport Juli & August 2020

September 2, 2020 - Lesezeit: 4 Minuten

Im Körper des Feindes - Face/Off (1997) Actionhighlight aus meiner liebsten Filmzeit Ende der 90er. Cage und Travolta liefern sich ein packendes Duell und bringen den Film auch damit auf ein anderes Level. Hier begegnen sich zwei auf einem Level und das macht Laune. Vielleicht gibt es die ein oder andere Zeitlupe zuviel, aber es ist halt auch ein John Woo Film. Dafür kracht es wirklich richtig und auch heute immer noch saucool. Alleine das Finale rockt schon ziemlich. In einer Top 10 der besten Actionfilme hätte der hier sicherlich seinen Platz. Dazu wie so oft in dieser Zeit ein toller Soundtrack. 9/10

Ashfall (2019) Mal wieder einer dieser Filme der sich nicht richtig entscheiden kann was er sein will. Auf jeden Fall war zu viel Comedy drin, denn ansonsten ist es für Actionfans schon ganz unterhaltsam, aber auch kein Highlight wie der Trailer vielleicht vermuten ließ. 6/10

Nightcrawler (2014) Der Film lohnt sich letztendlich nur wegen Gyllenhaal, der einen gruslig verrückten Psycho in Bestform abliefert. Und auch wenn er zudem gut und spannend inszeniert und sicherlich auch in der Kernaussage richtig ist, so gibt es im Drehbuch doch unfassbar viele Logiklöcher, die letztendlich auch die Handlungen aller Personen und deren Möglichkeiten in Frage stellen. Am Ende passt da fast nichts mehr zusammen. Daher eigentlich, trotz der überwiegend guten Kritiken, unterm Strich ziemlich schwach. 5/10

Total Recall (1990) Ein Kultfilm. Aufwändig produziert und doch auch trashig, denn es geht nicht selten und typisch für Verhoeven richtig hart und auch mal etwas splattermäßig zur Sache. Das der Film trotzdem gut funktioniert liegt auch an der Vorlage von Philip K. Dick (Blade Runnder, Minority Report) die eine gute Story bietet. Vermutlich mag man den Film oder findet ihn scheiße. 8/10

Run All Night (2015) Gefiel mir bei der zweiten Sichtung tatsächlich besser als bei der ersten, vielleicht auch wegen gesteigerter Qualität des Heimkinos. Die Kombi Collet-Sera/Neeson bewährt sich weiterhin und legt hier einen recht düsteren, rauen und deutlich härten Ton mit Anti-Helden an. Gewohnt cool inszeniert und auch in den Nebenrollen gut besetzt. 8/10

Greyhound (2020) Nun ist Apple auch noch im Spiel und vertreibt Filme, auch wegen Corona, auf der eigenen Platform zuerst. Sollte wohl sogar ins Kino kommen, aber dafür waren vor allem die Effekte doch eher schwach. Die Erzählweise ist straff und durchaus spannend, gibt den Figuren aber kaum Raum und so "plötzlich" wie der Film anfängt hört er im Prinzip auch auf. Dazwischen wird man gut unterhalten, auch wegen Tom Hanks, der sich sicherlich kein Bein ausreißt, aber damit (trotz mittlerweile recht steiferer Mimik ...) immer noch mehr erreicht als andere. Nette, dramatische Unterhaltung, mehr nicht. 6/10

Die Jones (2016) Eine typische US Komödie, einige Gags sind gelungen und alle Hauptdarsteller gut drauf. Das übliche für einen Abend nette Unterhaltung, danach wieder vergessen. 6/10

The Expendables – Directors Cut (2010) Tolles aufeinandertreffen vieler Actionhelden. Braucht daher keine Worte. Allerdings ist der Directors Cut nicht wirklich besser als die Kinofassung, die in meinen Augen irgendwie runder war. 8/10

Wenn Liebe so einfach Wäre Hauptsächlich wegen Steve Martin geshen. Ein paar nette Szenen, aber auch viel belangloses. Tut am Ende nicht weh, ist aber auch kein großer Hit, trotz der vielen bekannten und doch gut aufgelegeten Darsteller. 5/10

Life (2017) Zweite Sichtung nach dem Kinobesuch die den guten Eindruck bestätigt. Das realistische Szenario ist toll umgesetzt, gefilmt und ziemlich spannend. Mit dem Ende kann ich mich aber nach wie vor nicht anfreunden. Daher leider auch nach wie vor nur eine 7/10.

Peaky Blinders - Staffel 1-5 Sehr gute Serie deren Entwicklung von Staffel zu Staffel erkennbar ist. Unterschiedliche, interessante Charaktere, die meistens mehrdimensional angelegt sind bringen einen dazu Sympathien für das kriminelle Geschäft zu entwickeln und die Handlung nachvollziehen zu können. Jedoch kommt auch die Gegenseite, in diesem Fall dann die die vermeintlich rechtschaffende zum Zug. Lebt auch von wirklich guten Schauspielern, angeführt von Cillian Murphy, der trotz bereits überzeugenden Auftritten in Hollywood Filmen hier wohl seine Paraderolle gefunden hat. Auch die gelungene Atmosphäre und das Setting sind für meinen Serienkonsum mal etwas anderes. 8/10


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Filmreport Mai & Juni 2020

Juli 3, 2020 - Lesezeit: 11 Minuten

Cardinal - Staffel 4 (2020) Im Jahreswechsel wieder im Winter angekommen war es vermutlich die letzte Staffel. Schade eigentlich, denn ich mochte die kurze aber gute Serie gerne, auch wegen der Atmosphäre und dem Ermittlungsduo. Mit dem aktuellen Ende kann man einigermaßen leben. Staffel 4 empfand ich, vermutlich auch wegen des Winters, etwas besser als Staffel 3. Der Fall hatte auch mehr Brisanz. Gute 7, knappe 8, irgendwie so in dem Dreh.

Hidalgo (2004) Toller Abenteuerfilm den man auch immer wieder sehen kann. Mortensen spielt seine mehr oder weniger übliche Rolle des einsamen Helden gewohnt gekonnt und ist sicherlich eine Idealbesetzung. Dazu gibt es wunderbare, breite Aufnahmen sowie eine gute Geschichte mit unterschiedlichen Kulturen. So einen richtig schönen großen Abenteuerfilm würde ich mir auch mal wieder wünschen. 9/10

Manhunt - Staffel 2 (2020) An Atlanta 1996 konnte ich mich nur noch wenig erinnern und ehrlich gesagt an den Anschlag überhaupt nicht. Von daher war die Ermittlung und das Ergebnis für mich sehr spannend. Die Machart ist im Vergleich zu ersten Staffel weniger düster, passt aber ganz gut. Am Ende verliert die Story etwas an Schwung, was auch an den Zeitsprüngen liegt, die aber nunmal so waren. Cameron Britton gibt einen starken Richard Jewel und Ariliss Howard einen schön schrulligen ATF Ermittler. Klare Empfehlung. 8/10

Das Clint Eastwood jetzt einen Film mit dem gleichen Thema zur gleichen Zeit herausgebracht hat ist irgendwie seltsam. Stellt sich die Frage wer da von wem kopiert hat und warum.

Knives Out (2019) Grundsätzlich gefällt die klassische Mördersuche, allerdings sprang für Craigs Figur der Funken bei mir nicht so richtig über. Dadurch das die eigentliche Tat relativ schnell erklärt wurde war es zum Ende hin dann auch klar das noch etwas nachkommt. Daher vom dramaturgischen Aufbau für mich nicht optimal. Außerdem war die Inszenierung auch irgendwie recht lieblos. Das Anwesen und die herbstliche Umgebung hätte man viel atmosphärischer einfangen können. Unterhaltsam, aber für meinen Geschmack war da noch deutlich mehr drin. 6/10

Drop Zone (1994) Kurioser Film, mit teilweise coolen Actionszenen, dann wieder total seltsamen und wirren Dialogen und Szenesprüngen. Dazu eine recht coole Hans Zimmer Musik, die aber im Verlauf seiner Karriere noch deutlich besser wurde. Alles in allem war Point Break sicherlich das Vorbild, aber halt auch deutlich besser. Knappe 6/10

Paycheck (2003) Gelungene Grundidee und von John Woo noch relativ schnörkellos inszeniert, auch wenn alle seine Stilelemente enthalten sind. Da haben sicherlich viele nach Face/Off und MI:2 noch mehr Blockbuster erwartet und letztendlich war es dann auch sein letzter Hollywoodfilm. Klar, vieles ist nicht so richtig zu Ende gedacht, aber wenn man sich drauf einlässt wird man trotzdem gut unterhalten. 7/10

Out of Play (2020) Zu ⅔ sehr gelungenes Sportdrama mit einem passenden Ben Affleck. Von der Machart erinnert es teilweise sogar an Friday Night Lights, in Bezug auf Kameraführung und Musik. Das Ende ist nur leider irgendwie dramatisch total verkorkst und man fragt sich wozu jetzt eigentlich die vorherigen 90 Minuten gut waren. Schade. 6/10

The Mandalorian - Staffel 1 Star Wars, Star Wars, Star Wars. Für die aktuellen Verhältnisse wird die Serie fast schon klein gehalten und man verzichtet auf den großen Bombast und bleibt bodenständig. Das hat mir persönlich gut gefallen (wie auch schon bei Solo) und irgendwie hat die Serie auf diese Weise mehr Star Wars Flair als alle neuen Filme zusammen. Kurzweilige Sache und gleich um zwei Staffeln verlängert. 7/10

Die Verurteilten (1994) Ein Klassiker der Filmgeschichte. Nun ist nicht jeder Klassiker auch ein für mich guter Film, aber der hier schon. Die ruhige erzählweise täuscht teilweise schon über die Zu- und Umstände der Charaktere hinweg und natürlich ist es zur Identifikation bei den Zuschauern nötig die eigentlichen Verbrecher in Gut und Böse zu unterteilen, sonst würde der Film auf seine Art nicht funktionieren. Wer das dramatischer mag, sollte mehr Richtung Felon oder Shot Caller gucken. 8/10

Formel 1 - Drive to Survive - Staffel 1&2 Wirklich interessante Dokumentation, die in der zweiten Staffel noch besser und abwechslungsreicher wird. Auch weil man die Entwicklung oder auch Rückschritte der Teams und Fahrer so besser verfolgen kann. Wenn in der zweiten Staffel auch noch ein paar große Namen der aktuellen Formel 1 Szene mitmischen hat man auch den direkten Vergleich und bekommt einen noch besseren Überblick über die Unterschiede. 8/10

The Last Dance (2020) Die Chicago Bulls der 90er und Michael Jordan werden wohl nicht nur Sportfans kennen. Das Material ist letztendlich nicht so spektakulär wie es vielleicht angepriesen wird. Es gibt ein paar interessante Interviews und Einblicke in die Konflikte zwischen Spielern, Management und den Coaches. Die Idee mit der Zeitleiste ist im Prinzip nicht schlecht, geht aber nicht so richtig auf, da teilweise auch mal verwirrend und der Fokus unnötig von spannenden Dingen weggezogen wird. Unter dem Strich zeigt die Serie deutlich die Klasse von Jordan als Sportler, aber macht ihn als Mensch, der man vermutlich sein muss um auf diesem Niveau zu performen, aber eher unsympathischer. An der Spitze ist es vielleicht einsamer als manche glauben. In der Synchron- und Übersetzungsarbeit hat Netflix zudem mal wieder geschlampt. Jedem der sich halbwegs mit Basketball beschäftigt und der etwas Englisch kann wird das sauer aufstoßen (“Er blendet nach hinten aus und trifft”). Klar man kann auf Englisch gucken, aber wenn Deutsch schon angeboten wird, dann bitte doch vernünftig übersetzt. 6/10

Töte Mädchen Lügen nicht - Staffel 4 (2020) Naja, besser als Staffel 3, aber das war auch nicht so schwer. Das Arnie im Vorgänger nicht gut ankam haben die Macher wohl auch gemerkt und daher findet Sie dann in Staffel 4 fast gar nicht mehr statt, was Staffel 3 und ihre Rolle dort ja einfach noch seltsamer macht. Einen ähnlichen Platz nimmt jetzt Winston ein. Ansonsten wird auch schwer übertrieben, gefühlt hat jeder nur noch krasse Probleme im Soap Opera Stil, es gibt wenig fröhliche Momente, die vielleicht auch als Kontrast zu den schlimmen gut funktioniert hätten, ähnlich wie in Staffel 1. Fast schon zwanghaft werden zudem möglichst alle sexuellen Neigungen und Hautfarben gemischt und auch jetzt wird wieder versucht nach Bryce auch Monty zwanghaft etwas netter zu zeigen. Eine Serie die vielleicht auch zum nachdenken anregen will, aber doch so auf politische Korrektheit achtet darf man dann eigentlich nicht so ernst nehmen wie sie sich macht. Das war vor allem in der ersten Staffel deutlich besser, als viele, vermutlich kleine Dinge am Ende in einer schlimmen Tat enden, welche dann wieder eine große Auswirkung hat. Alles gipfelt in dieser Staffel in einem albernen Schüleraufstand. Und das dramatische und dann doch wieder glückliche Ende ist irgendwie auch nicht so richtig passend. Ein Lichtblick ist der Auftritt von Gary Sinise als Psychiater und seine guten Szenen mit Clay. So bleibt Staffel 1 wirklich stark, danach kam nicht mehr richtig viel gutes oder rundes dabei raus. 5/10

Line of Duty (2019) Der Trailer sah ordentlich aus, die Bewertungen waren dann eher so lala, aber eigentlich haben wir hier einen knackigen Actionfilm mit hohem Tempo, der vor allem mit einem wirklich coolen Aaron Eckhardt im John MacClane Modus punktet. Besonders die körperlichen Auseinandersetzungen sind druckvoll gemacht und insgesamt ist der Look des Films deutlich hochwertiger als das Budget vermuten lies. Nur am Ende vermurkst man den guten Gesamteindruck mit richtig miesen digitalen Flammen und einem dadurch etwas komisch, billigen Finale. Das war total unnötig und man hätte einfach bei dem bleiben sollen was bis dahin gut geklappt hat. 6/10

7500 (2019) Das Kammerspiel funktioniert mal wieder erstaunlich gut und ist teilweise auch sehr spannend geraten. Leider baut der Film in den letzten 10 Minuten etwas ab, weil er ausgerechnet dort das Tempo rausnimmt. Für Fans von Flugzeugfilmen aber auf jeden Fall eine ordentliche Unterhaltung. 6/10

Die Maske des Zorro & Die Legende des Zorro (1998 & 2005) Beim ersten Teil hat sich nicht viel geändert, weiterhin toll (siehe auch Report von Oktober 2018). Der zweite Teil kann daran nicht wirklich anknüpfen (wie oft muss man diesen Satz eigentlich noch benutzen?). Zwar sind Ausstattung, Action und Ensemble weiterhin auf einem hohen Niveau, aber leider driftet der Film viel zu oft vom Abenteuerfilm in eine alberne Familienkomödie ab. Besonders die Szenen mit dem Kind sind teilweise fürchterlich, sofern man älter als 10 Jahre ist. Knappe 6/10

Mörderischer Vorsprung (1988) Schöner Mix aus Thriller und Abenteuerfilm. Vor allem der Mittelteil überzeugt mit tollen Umgebungen, einigen netten Survialszenen sowie der Frage wer nun der Gesuchte ist. Leider trafen die Autoren dann die Entscheidung den Film nicht in einem Guss zu Ende zu bringen, sondern schieben eine Pause und danach ein relativ langgezogenes Finale ein. Fast ärgerlich. Auch hier fehlt übrigens eine Blu Ray, die dem Film sicherlich gut stehen würde. 7/10

Shooter - Staffel 1 Ich war skeptisch, denn die Filmadaption ist wirklich einer der besten Actionfilme der letzten 15 Jahre, aber wegen mangelnder Alternativen im Bereich Action auf dem Serienmarkt wurde dann doch mal ein Blick riskiert. Die Serie beginnt durchaus vielversprechend, denn im Vergleich zum Film (das Buch kenne ich nicht) entscheidet man sich nicht für eine 1:1 Kopie, sondern geht einen eigenen Weg. Mit fortlaufender Dauer und spätestens nach der noch gelungenen Begegnung mit Swaggers Ausbilder verkommt die Serie dann aber zum Einheitsbrei. Die Seiten werden fröhlich gewechselt, die weibliche Hauptrolle in Form der Ehefrau nervt und vor allem kommt nie mehr so richtig ein “Shooter Feeling” auf. Ryan Phillippe hat nicht genug Charisma und die Inszenierung ist ebenfalls für heutige Serienstandards nur 08/15. Vor 10-15 Jahren hätte das noch anders ausgesehen, aber heute empfinde ich das als zu wenig. 5/10.

Congo - 1995 Für mich ein toller Abenteuer Klassiker aus Kindheitstagen, auch wenn es natürlich weit weg von einem Kinderfilm ist. Dadurch das der Film mit schönen Naturaufnahmen, wirklich guten Sets (die auch nicht billig gewesen sein dürften), einem passenden Soundtrack und abwechslungsreichen Drehorten aufwartet ist er durchaus gut gealtert. Auch die Tatsache das die Affen durch Menschen in Kostümen verkörpert werden (das aber sehr gut wie ich finde) kommt dem Film nach fast 25 Jahren zugute. Abgesehen davon gibt es eine flotte Story, sympathische Darsteller mit einem echt coolen Ernie Hudson, aber mit zugegeben von Zeit zu Zeit etwas ulkigen Dialogen. Im gelungenen Finale gibt es ein paar CGI Effekte, die aber auch noch klar gehen. Am Ende liebt man den Film oder man findet ihn bescheuert, ich gehöre auf jeden Fall zur Gruppe 1. Warum aber gibt es bitte bis heute keine deutsche Blu Ray? Vor allem mit dem neuen Cover der englischen Blu Ray, welches wirklich gelungen ist. Vereinzelt findet man den Film aber auf deutsch und in HD bei den großen VOD Anbietern. 9/10

Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga (2020) Spiegelt die Eurovision Welt teilweise ziemlich gut wieder, hat dabei viele lustige Szenen, ist aber auch mal etwas drüber. Die Gastauftritte vergangener Teilnehmer und Sieger, isländischer Schauspieler und natürlich die Musik sind gelungen. Will Ferrell ist zwar schon etwas zu alt für seinen Charakter, aber sei’s drum. Dafür ist Dan Stevens als russischer Starsänger der heimliche Hit des Films. Schöne Unterhaltung die man sich sicherlich auch mal wieder ansehen kann. 7/10