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Film & Serienreport November 2018

Dezember 4, 2018 - Lesezeit: 5 Minuten

Man merkt, das Netflix Abo ist wieder aktiv ;)

Die Insel (2005) Michael Bay schafft es seine tolle Optik mit einer ansprechenden und spannenden Geschichte zu servieren. Die Actionszenen sind hier nicht so ewig lang wie es mittlerweile oft üblich ist, dafür aber auch nach 13 Jahren nicht weniger beeindruckend. Toller Soundtrack dazu. Feststellung am Rande: Das Productplacement erreicht hier aber auch neue Dimensionen. 8/10

Die Truman Show (1998) Auch mittlerweile schon ein Klassiker und vermutlich einer der Filme den wohl die meisten auch kennen, egal welches Genre man bevorzugt. Durchaus zu Recht. 8/10

In Darkness (2018) Gut gespielter und sehr gut in Szene gesetzter Thriller mit der gewissen Atmosphäre und Spannung die solche Filme brauchen. Vielleicht ist das Ende etwas übertrieben, aber trotzdem insgesamt eine gelungene Sache. 7/10

Ocean's Eight (2018) Flotte und souveräne Sache, die wie erwartet nett unterhält, aber auch genauso flott wieder vergessen ist. Schön für einen Sonntagabend, nicht mehr und nicht weniger. 6,5 / 10

The Meg (2018) Fängt gut an, wird dann aber mit fortlaufender Dauer immer mehr vermurkst und jeder gute Ansatz im Keim wieder erstickt. Am Ende ist es dann sogar schon ärgerlich und selbst für einen Blockbuster ohne Hirn nicht mehr nachvollziehbar. Ziemlich schade denn das Budget stimmt und Statham passt eigentlich gut in seine Rolle und ist damit aber zusammen mit Rainn Wilson so ziemlich der einzige aus dem Cast. Da waren meine Erwartungen, auch wegen des Regisseurs, deutlich höher. 5/10 wegen der ordentlichen ersten Hälfte.

Casino Royale (2006) Auch wenn der Film mit einigen Bond Standards bricht, was er aber als "Origin" Story ja auch muss, ist das hier ein richtiges Brett. Der Film ist astrein in Szene gesetzt, die Actionszenen packen, sind toll gestaltet und inszeniert, dazu gibt es eine spannende Story und richtig gute Darsteller. Klar Craig ist irgendwie gewohnheitsbedürftig, passte aber letztendlich ja sogar besser in die ursprüngliche Buchvorlage. Einer der besten Filme der letzten 20 Jahre. 9/10.

Luther – Staffel 1-4 Grundsätzlich kann ich mit britischen Krimi und Thriller Serien in den letzten Jahren meistens etwas anfangen und das ist auch hier nicht anders. Lebt natürlich von Idris Elbas Präsenz und seinem passenden Charakter. Die Kombination aus abgeschlossenen Fällen und einem folgenübergreifenden roten Faden funktioniert hier sehr gut und erzeugt dauerhaft Spannung. Abgesehen davon gibt es aber schon die ein oder andere kleine Schwäche pro Folge und so bleibt noch etwas Luft nach oben. Staffel 5 soll 2019 erscheinen. 7/10

No Way Out (2017) Von Zeit zu Zeit muss man in Hollywood immer den amerikanischen Helden huldigen, aber warum nicht? Meistens, so wie hier auch, sehe ich die Filme ganz gerne. Natürlich gehört etwas Pathos dazu, aber er hält sich in Grenzen und meistens konzentriert sich der stark bebilderte Film auf das wesentliche. Es gibt gute, wenn auch natürlich stereotypische Charaktere, denen man jedoch vor allem ihre Rollen abnimmt und dann passt es. Mir waren die Fakten zu dem Film vorher nicht bekannt und daher wurde ich am Ende doch auch überrascht. 7/10

Manhunt: Unabomber (2017) Ein Paradebeispiel für eine spannende Kombination aus Geschichtsstunde, Biopic und Thrillerserie. Denn da hakt es bei anderen Versuchen in diese Richtung oft. Zu langatmig, zu viel/zu wenig Dramatik, keine Spannung, übertriebene Action usw. Hier alles nicht der Fall. Getragen von zwei starken Hauptdarstellern bei denen man vor allem Sam Worthington anmerkt das er eine richtige Rolle spielt und das auch gelungen. 8/10 Wäre übrigens sicherlich nicht verkehrt mit der Ursprungsidee weiterzumachen, pro Staffel einen weiteren bekannten Kriminalfall aufzurollen, aber da bis jetzt nichts kam wird das wohl nichts mehr.

Johnny English - Jetzt erst recht! (2011) Hatte ich durchaus besser in Erinnerung. Hier wirkt die ganze Aufmachung des Films zwar deutlich besser als im Vorgänger und es gibt die ein oder andere gute Szene (Bürostuhl, z.B.), aber vieles zündet nicht so richtig und auch die Story ist eher knapper Durchschnitt. Da war der Vorgänger trotz vermutlich schmalerem Budget doch stärker. 6/10

Bodyguard – Staffel 1 (2018) Wieder die Briten und wieder gelungen. Bereits der Einstieg fesselt mächtig und im Großen und Ganzen kann die Serie das Niveau über die kurze Staffel auch halten, wenngleich es natürlich ausgerechnet in der letzten Folge dann zu ein paar logischen Lücken kommt, die man aber verschmerzen kann. 1-2 kurze Actionszenen in der Mitte der Staffel hätten mir auch noch gefallen, aber auch das fällt nicht weiter ins Gewicht. Stark und ein großer Pluspunkt der Serie ist Richard Madden in der Hauptrolle, der auf seine eigene Art frischen Wind in eine eigentlich ausgelutschte Rolle bringt. Der Mann sollte auf jeden Fall in die engere Wahl für den nächsten T-1000 kommen und das ist nicht negativ gemeint. 8/10


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Film & Serienreport Oktober 2018

November 7, 2018 - Lesezeit: 6 Minuten

Auslöschung (2018) Wieder ein Netflix Film für die Tonne. Beginnt durchaus vielversprechend wird in der zweiten Hälfte aber dann zum Ärgernis. Für einen Abenteuerfilm ist es einfach nicht unterhaltsam genug und für einen anspruchsvollen SciFi Film nicht spannend genug, mit Logikfehlern übersät und das depressive Ende ist schon schwer zu ertragen. 4/10

Der weiße Hai (1975) Klar es ist ein Klassiker und für die damalige Zeit sind immer noch einige gute und auch spannende Szenen dabei. Die geben sich aber die Klinke in die Hand mit teilweise total seltsamen Szenen und Dialogen, sowie dem Hang zum Overacting. Das zerstört das heutige Gesamtbild schon stark. 5/10

Deep Impact (1998) Für Katastrophenfilme waren die 90er ja ein Fest und dieser wählt einen nicht ganz so stark auf Krawall getrimmten Ansatz ohne auf die typischen Elemente zu verzichten. Das breite Publikum hat es nicht so überzeugt, aber mich schon. Schauspieler und die wirklich gute Kameraarbeit sind top, dazu kommen auch heute noch ordentliche Effekte und natürlich der klasse Soundtrack von James Horner. 8/10

Salvation – Staffel 1 (2017) Passend zum Katastrophenthema hat es nun auch Salvation auf den deutschen Netflix Markt geschafft, denn auch hier wird die Erde von einem Asteroiden bedroht. Leider stellt sich ziemlich schnell heraus, dass es sich um eine typisch belanglose Serie für das normale Abendprogramm handelt. Oberflächliche, teils nervige Charaktere und meistens erkennt man den Weg den die Story geht schon aus dem All heraus, dazu kommt ein fast schon peinlich kitschiges Staffelfinale. Abgesehen davon wird die Serie wohl auch nicht besonders teuer gewesen sein, denn vom All und dem Asteroiden sieht man eigentlich nichts. Stattdessen gibt es viele Szenen in Büros und Tiefgaragen. Kann natürlich in der zweiten Staffel noch einen Sprung machen. Wird aber bezweifelt. 5/10

Kommissar Maigret: Die Falle (2016) Rowan Atkinson spielt einen guten Maigret, in einem stimmig wirkenden Paris der 50er Jahre. Beim Auftakt handelt es sich um einen soliden Fall ohne große Mätzchen inszeniert, aber irgendwie sympathisch. 6/10

Kommissar Maigret: Ein toter Mann (2016) Der zweite Teil hat mir vor allem von der Story etwas besser gefallen, mehr gibt es da eigentlich dann auch nicht zu sagen. 7/10

The Great Wall (2016) Bombast Kino aus China mit eingekauftem Hollywood Personal. Am Ende kommt dabei ein spaßiges und teilweise überragend ausgestattetes Abenteuer heraus, dessen größtes Manko ausgerechnet das eigentliche Zugpferd Matt Damon ist. Den der gibt einen erstaunlich blassen Helden ab, der nie so richtig beim Publikum ankommt und einfach nur abspult. Chinastar Andy Lau macht das in seiner kleinen Rolle aber nicht viel besser. Dafür stechen vor allem die jeweiligen Nebenparts Pedro Pascal und Tian Jing umso besser heraus. Achja und der Soundtrack gefällt auch. 6/10

Moon (2009) Unterm Strich ein gelungener kleiner SciFi Film der nach langsamen und mäßigem Beginn einen durchaus spannenden Abschluss bietet. Sam Rockwell spielt gut, wenn auch nicht unbedingt immer sympathisch. Auch hier gibt es aber wieder einen ordentlichen und passenden Soundtrack. 6/10

The Fall – Staffel 3 Nach einer gefühlten Ewigkeit hat es dann die 3. Staffel auf den deutschen Markt geschafft und bietet einen mäßigen Abschluss der vor allem in den ersten Folgen der Staffel eher an eine Arztserie erinnert, als an einen Thriller. Ansonsten wartet man vor allem darauf das irgendwer etwas dummes tut. Vielleicht war die Zeitspanne zwischen den Staffeln auch zu lang. 6/10

The Abyss (1989) Nach wie vor ein sehr gelungener Unterwasserfilm der für seine lange Laufzeit aber dann beim letztendlich kurzen und plötzlichen Ende unnötig verliert. Darüber hinaus kenne ich keine besser umgesetzten Tauch- und Unterwasserszenen. Hier wirkt alles stimmig und atmosphärisch, vermutlich auch weil es wieder mal ein Beispiel dafür ist das nichts über echte Sets und Stunts geht. Das Making Of ist hier ebenfalls sehr empfehlenswert. 7/10

Die Maske des Zorro (1998) Seit Ewigkeiten mal wiedergesehen und viel mehr klassischer Mantel und Degen Film geht fast nicht. Ein rundum gelungener Genre Vertreter, was sicherlich auch an den durchweg starken und bestens aufgelegten Schauspielern liegt. So richtig wurde ich übrigens das Gefühl nicht los, die Macher von Fluch der Karibik haben sich hier einiges abgeschaut. 8/10

Flucht von Alcatraz (1979) Ordentlicher Gefängnisausbruchsfilm in dem Clint Eastwood wie gewöhnlich einfach Clint Eastwood ist, was aber meistens schon ausreicht. Ansonsten ist der Film halt nicht mehr taufrisch und hat diese typische 70/80er Jahre Machart, kann aber trotzdem noch nett unterhalten. 6/10

Terminal (2004) Die Kombi Spielberg/Hanks liefert auch hier wieder gelungene Unterhaltung mit einer frischen Story. Passt. 7/10

Für immer Adaline (2015) Eine grundsätzlich ganz schöne Geschichte, welche auch gelungen inszeniert wurde. Leider wurde dem interessanten Charakter der Adaline ein stereotypischer, versnobter und völlig uninteressanter Gegenpart an die Hand gegeben. Das Adaline ausgerechnet ihm eine Chance gibt wertet den kompletten Film letztendlich auf die gewöhnliche Hollywood „Love Story“ ab. Eigentlich schade. 6/10

Predator (1987) Männer-Macho-Kino vom feinsten. Wirkt auf Blu Ray übrigens gar nicht so gut, da tatsächlich durch das klare Bild etwas vom Dschungelflair verloren geht. Für mich aber auch schon immer gegen Ende 10 Minuten zu lang. Ansonsten tadellos. 7/10

Predator 2 (1990) Eine ganz ordentliche Fortsetzung die den kompletten Schauplatz wechselt, trotzdem aber auch eine gute Atmosphäre und gelungene Actionszenen hat. Auch hier überzeugt das Finale nicht komplett und irgendwie ist Danny Glover in der Hauptrolle in Ordnung, aber mehr auch nicht. 6/10

Johnny English – Der Spion, der es versiebte (2003) Schön bescheuert, bekommt aber immer die Kurve bevor es dann doch zu albern wird und macht so einfach Spaß. 7/10

Solo (2018) Auch nach der zweiten Sichtung gefällt mir dieses Spin Off sehr gut. Mehr Details im Juni Report. 8/10


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Film & Serienreport September 2018

Oktober 3, 2018 - Lesezeit: 4 Minuten

The Newsroom - Staffel 2 (2013) Etwas schwächer als die erste Staffel, auch weil hier viel journalistischer Idealismus ins Spiel kommt der dann doch etwas unglaubwürdig ist. Auch die konstruierte Dramageschichte um Maggie Jordan hat mir überhaupt nicht zugesagt, vermutlich weil mit der Charkter von Anfang an nicht sympathisch war. Der Rest bleibt aber ähnlich gelungen wie in Staffel 1.

The Newsroom - Staffel 3 (2014) Und direkt der leider sehr kurze Abschluss (nur 6 Folgen) hinterher. Steigert sich für meinen Geschmack wieder auf das Niveau der ersten Staffel. Bietet mit dem Whisteblower ein spannendes Grundthema, dessen Aufklärung aber auf Kosten des dafür runden Serienendes etwas zu sehr in den Hintergrund gerät. Schade das sich eine solche Qualität nicht etwas länger auf dem Serienmarkt durchsetzen durfte. Die mehr als gelungenen Dialoge und die unterschiedlichen, sehr gut gespielten Charaktere hätte ich gerne noch ein paar Folgen mehr begleitet. Aber es passt auch so und schützt sich auf diese Art natürlich selbst vor Abnutzung und künstlichen Längen. 8/10

Skyscraper (2018) Letztendlich macht der Film nicht viel falsch, aber auch nicht übermäßig viel richtig. Für etwas mehr als 90 Minuten wird man unterhalten durch eine nette Optik und einen wie gewohnt souveränen Dwayne Johnson. Dazu ein paar ordentliche Actionszenen, aber die gelungenste davon ist noch der Kampf im Appartement außerhalb des Turms. Ärgerlich sind hingegen einige seltsame Handlungssprünge und einige haarsträubende Szenen denen man nicht mal als Actionfan so richtig was abgewinnen kann (z.B. als Johnson eine Brücke vor dem Einsturz bewahrt indem er die Stahlseile hält ... ). Ansonsten geht der Film auf Nummer sicher um möglichst für alle möglichen Zuschauer ansprechend zu sein. Fällt in die Schublade, angeguckt und vergessen, hätte aber mehr Potenzial gehabt. 5/10

The Hurricane Heist (2018) Hatte ich ja bereits in meiner Vorschau für 2018 erwähnt und kam bei vielen Kritiken nicht gut weg. Wie ja fast alle Katastrophenfilme. Mich hat der Film aber ordentlich unterhalten. Die stürmische Atmosphäre kommt gut rüber und auch wenn natürlich einiges mit Effekten, die ich jetzt gar nicht so übel fand wie sie gemacht werden, getrickst ist, so sind auch viele Actionszenen und Sturmszenen mit guten Stunts versehen wie der ein oder andere Shootout und die Lasterszene am Ende. Cohen inszeniert alles gekonnt klassisch ohne Schnörkel. Am Ende ist der eigentliche "Heist" im Vergleich zum Sturm eigentlich zu unspektakulär und vor allem die Schauspieler alle nur Durchschnitt. Mit einem richtig fiesen Bösewicht und einem kernigerem männlichen Hauptdarsteller mit mehr Präsenz (Banderas vielleicht) wäre hier mehr drin gewesen. 6/10

Apollo 13 (1995) Ein zeitloser Klassiker, von vorne bis hinten stimmig, mehr braucht man eigentlich nicht dazu zu sagen. 9/10

Jack Ryan - Staffel 1 (2018) Nachdem Amazon ja bereits seit Anfang des Jahres die Werbetrommel rührt waren meine Erwartungen doch recht hoch und wurden sogar fast erfüllt. Das vermutlich hohe Budget sieht man der Serie an. Es gibt unterschiedliche Schauplätze quer über den Kontinent verteilt und immer wieder kurze Actionszenen die durchaus Kinoqualtität haben. Man gibt sich alle Mühe den Charakteren Tiefe zu verleihen und ist bedacht darauf Gute und Böse von zwei Seiten zu zeigen, baut die ein oder andere geschickte Wendung ein, zeigt auch mal unbequeme Dinge wie ein Flüchtlingslager und hat einen scheinbar intelligenten Gegenspieler mit "neuen" Bösen Ideen geschaffen. Das funktioniert im Prinzip hervorragend bis auf die Tatsache das natürlich all dies beim Zuschauer die Erwartungen an ein passendes Finale weckt. Leider gibt es das nicht. Stattdessen gibt es das übliche Standardfinale wo der zuvor vielschichte Terrorist zum üblichen, eher dümmlichen Genrevertreter verkommt ohne den Helden richtig zu fordern. Auch die eigentliche Radikalisierung wird nur nebensächlich aufgeklärt und woher eigentlich das ganze Geld stammt? Unbekannt. All diese kleinen verpassten Chancen und vereinzelte Logiklöcher ziehen die Serie doch unnötig runter. Vielleicht kann man sich ja in Staffel 2 diesbezüglich steigern. Trotzdem gut. 7/10


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Film & Serienreport August 2018

September 3, 2018 - Lesezeit: 3 Minuten

Ganze 4 Filme und 2 Serien ... vermutlich habe ich da irgendwas vergessen.

Forever – Staffel 1 (2014) Sympathische, kurzweilige Serie mit netten Charakteren und einer interessanten Grundidee der aber eine Prise mehr Tiefgang gutgetan hätte. Schade das es wohl keine weitere Staffel gibt, auch wenn man nicht völlig in der Luft hängen gelassen wurde. 7/10

Mission: Impossible – Rogue Nation (2015) Bevor es in Teil 6 ging, bot es sich an 5 erneut zu sehen, auch weil beide Filme durch den Schurken verknüpft sind. Für mich passt hier so ziemlich alles, Cruise und Rebecca Ferguson haben eine tolle Chemie, die Story ist für einen Agentenfilm spannend gemacht, die Wendungen gut integriert und dazu gibt es eine Reihentypische „Einbruchszene“. Neben dem klassischen MI Theme blieb bei mir auch der gelungene Soundtrack hängen und natürlich die Szene in der Wiener Oper. 9/10

Mission: Impossible – Fallout (2018) Wird den zahlreichen guten Kritiken gerecht. Viele (Action)Szenen bleiben in Erinnerung (Klo, Paris, Heli Finale) und sind einfach richtig stark gemacht, die Kameraführung ist sehr dynamisch, Cruise gewohnt souverän und auch der Rest des Casts fällt nicht ab, die Rolle der „Witwe“ passte jedoch mehr in einen James Bond Film. Kleiner Makel, für mich ist der Film 10-15 Minuten zu lang und ein Twist weniger wäre auch ok gewesen, wobei die Maskenszenen natürlich zur Serie dazu gehören. Alles in allem sicherlich einer der besten Filme des Jahres und eine willkommene Abwechslung neben den ganzen Superhelden Blockbustern, aber für mich im Gesamtbild dennoch einen ticken Schwächer als der Vorgänger. 8,5/10

The Newsroom – Staffel 1 (2012) Witzige, clevere und schlagfertige Dialoge, die entfernt an Gilmore Girls erinnern treffen hier auf viele unterschiedliche, aber sehr gut erdachte Charaktere von denen sich Jeff Daniels in der Hauptrolle nochmal deutlich in einer Paraderolle abhebt. Drum herum wird das Weltgeschehen eingeflochten, wobei es hier logischerweise einen US Schwerpunkt gibt und einige Themen vorkamen die ich nicht so im Kopf hatte oder wo mir doch Zusammenhänge fehlten. Insgesamt bis hierhin eine Serie von sehr hoher Qualität. 8/10

The Equalizer 2 (2018) Geht den ruhigen Ton des Erstlings weiter, was auf jeden Fall positiv ist, auch weil Denzel Washington den Film in den ruhigen Szenen natürlich locker alleine tragen kann. Leider krankt es an einer uninspirierten Standard Story und auch die dafür sehr wichtige Beziehung zwischen McCall und seiner Mentorin basiert eher auf den üblichen Klischees. Dazwischen hätte dem Mitteilteil eine weitere Actionszene gutgetan. Abschließend lässt Fuqua dann aber ein packendes, atmosphärisch unglaublich dichtes Finale von der Leine was diese Schwächen dann wieder ausgleicht. Gelungen, aber wie so oft etwas schlechter als der Vorgänger. Über einen dritten und letzten Teil würde ich mich bei der Kombi Fuqua/Washington dennoch freuen. 7/10

Asterix im Land der Götter (2014) Ein Animationsfilm der den Kern der Originale hervorragend trifft, sowohl in Optik, Charme und Humor. Hatte mich damals ziemlich überrascht und macht auch beim zweiten Mal gucken Spaß. Freue mich jetzt auf den zweiten Teil, der am 5. Dezember in Frankreich und im März 2019 in Deutschland startet.


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Film & Serienreport Juli 2018

August 4, 2018 - Lesezeit: 3 Minuten

Film & Serienreport Juli 2018

New Girl Staffel 6 (2017) Weiterhin mit vielen lustigen Szenen, wobei einige dieses Mal doch auch etwas zu albern geraten sind. Trotzdem alles noch nicht so abgenutzt wie bei anderen Comedy Serien. So ist es eigentlich auch zu begrüßen, dass die nächste Staffel dann auch die letzte sein wird. Den richtigen Absprung schaffen nicht viele Serien. 7/10

Black Water (2018) Ganz schön Mau. Die Kombi aus JCVD und Lundgren ist ziemlich verschenkt. Im Ansatz ein paar gute Actionszenen, aber auch nicht so gut das sie den Rest rechtfertigen. Die Story wird öde erzählt, ist viel zu lang und die Szenen im U-Boot sind wohl eher auf einem Schiff entstanden. Der Trailer war hier das Beste am ganzen. 4/10

Cliffhanger (1993) Slys „Stirb Langsam“ Version in den Bergen gehört nach wie vor zu meinen liebsten Actionklassikern. Tolle Landschaften, viele coole Actionszenen mit schon extremen Stunts, einer gut erzählten Story mit einem fiesen Lump und alles von Renny Harlin sehr dynamisch mit toller Kameraarbeit eingefangen. Die Blu Ray ist übrigens trotz FSK 16 ungeschnitten. 9/10

Mindhunters (2004) Direkt den nächsten Renny Harlin hinterher, der auch hier beweist das er in Optik, Dynamik, Kameraarbeit und Atmosphäre einer der besten ist den Hollywood hatte, denn jetzt ist scheint er ja nur noch für die Chinesen zu arbeiten. Abgesehen davon gibt es eine spannende, wenn natürlich auch arg konstruierte Thriller Story in netten Sets. Teilweise ist die FSK 16, aber schon Recht locker ausgelegt, denn der Film ist nicht brutal, hat aber sicherlich so seine Spitzen. Gute Unterhaltung. 7/10

Alles Geld der Welt (2017) Durchaus interessant und gut gespielt, fehlt aber der letzte Kick. Man fiebert auch nicht so richtig mit dem Opfer mit. Vermutlich auch ein paar Minuten zu lang. Netter Nebeneffekt der leicht „grüne Look“ des Films als Anspielung auf das Geld. 6/10

Hard Target 2 (2016) Klar aus dem Budget holt der Film eine Menge raus aber so richtig begeistert hat mich das alles nicht. Adkins ist halt Adkins, macht in der Action, von der es viel gibt, immer eine gute Figur, daneben als Held immer nach wie vor einfach Steif. Die anderen Rollen waren durchweg eher nervig. Die Dialoge doch eher zum weghören. Gibt von allen beteiligten besseres. Auch hier wieder 10 Minuten zu lang. 5/10

24 Hours to Live (2017) Ethan Hawke mag jetzt nicht der größte Star Hollywoods sein, aber er steht schon für eine gewisse Qualität, denn egal welches Genre er bedient die Ergebnisse können in dem Genre immer sehen lassen, was sicherlich auch ihm zuzuschreiben ist. Hier haben wir einen richtig soliden Actionfilm, der hochwertig inszeniert ist und eine gute Mischung aus ruhigen und knackigen Momenten bietet. Leider läuft das Finale etwas unrund, sonst wäre vielleicht noch mehr drin gewesen. 7/10

Turbulence (1997) Die Umstände die zu einer 4.8 Wertung auf IMDB führen sind mir mal wieder unklar. Hier haben wir einen recht teuer produzierten Thriller, der zwei starke Hauptdarsteller zu bieten hat, spannend inszeniert wurde und sich gut in eine Reihe mit Flightplan, Red Eye und Non-Stop stellen kann. Klar einige Dinge wie die Flugrolle und der Schuss auf das angehängte Auto sind doch etwas drüber, aber meine Güte, es ist immer noch Unterhaltung und die funktioniert hier sehr gut. 7/10

The Accountant (2016) Ruhiger, aber doch packender Thriller mit einigen kurzen, dafür gelungenen Actionszenen. Wobei dann ausgerechnet die letzte Szene durch das doch sehr amateurhafte Verhalten der Söldner etwas abfällt. 8/10


Film & Serienreport Juni 2018

Juli 2, 2018 - Lesezeit: 9 Minuten

Mal wieder gab es neben Filmen und Serien auch viel Sport (French Open, WM in Russland), so dass ich nicht so viel gesehen habe, dafür vereinzelt ein paar Worte mehr verliere.

Terminator Genisys (2015)

Der Abschluss des Terminator Marathons. Ich hatte den Film bereits zum Erscheinen gesehen und kaum noch in Erinnerung, obwohl er ja nun wirklich nicht alt ist. Ein schlechtes Zeichen. Die erste halbe Stunde ist dabei noch durchaus gelungen, weil man nur bei den alten Werken kopiert und es dann als Hommage oder Fanservice verkauft. Danach entwickelt sich eine wirre Story, die den Fan nicht packt auch wenn sich die Schauspieler recht gut halten, so vollends will aber auch nicht mal Arnie überzeugen und wieso Jay Courtney es immer wieder in große Produktionen schafft? Darauf habe ich keine Antwort. Auch Emilia Clarke ist einfach keine Sarah Connor, was alleine schon daran liegt das eine Schrotflinte größer ist als sie. Abgesehen davon hat der Film ein paar gute Ansätze, ein paar gute Actionszenen, aber in Erinnerung ist mir jetzt schon wieder nichts geblieben. Positiv ist aber der Sound der Blu Ray, richtig gut gemischt und auch vernünftig normalisiert. Der Film tut nicht weh, reißt aber auch keinen Fan vom Hocker und ist daher am Ende einfach unnötig. Es braucht auch einfach bessere Leute auf dem Regiestuhl. 6/10

Jetzt dreht man schon wieder an einem Reboot/Sequel. Arnie ist wieder dabei, Linda Hamilton auch, Cameron produziert, Tim Miller (Deadpool) führt Regie und Teile des Skripts stammen von David Goyer (Blade, Batman). Klingt alles ziemlich wirr und überzeugt mich nicht. Hätte man besser lassen sollen.

Verlockende Falle (1999)

Immer noch ein recht unterhaltsamer Diebesfilm mit zwei gut auflegten Stars, der aber auch so seine kleinen Hänger und Längen hat. 6/10

Solo (2018)

Brauchte ich diesen Film? Nein. Hat er mir gefallen? Ja. Warum? Weil er in sich stimmig ist, die Charaktere sind gut gemacht und agieren passend, auch und vor allem Solo, sowie die Bösen, die Story funktioniert und es einfach ein guter Abenteuerfilm ist, der die Hollywood mittlerweile oftmals abgehende Balance zwischen den einzelnen Szenen findet. Damit ist er automatisch schon besser als Episode 8 und Rogue One, denen einfach genau das fehlt. Auch wenn die Produktion wohl holprig gewesen sein soll, hatte man am Ende mit Ron Howard genau den richtigen Mann der alles zu eben diesem stimmigen Gesamtbild zusammengeführt hat. Etwas Kritik gibt es dafür das mir der „neue“ Solo fast zu alt aussieht im Vergleich zur Fords Solo. Gelungen auch die deutsche Synchro von Han Solo, den natürlich jeder mit Wolfgang Pampel (Ford) verbindet, der hier aber schon alleine wegen des Alters nicht gepasst hätte und man mit Florian Clyde einen tollen Ersatz, mit wirklich teilweise verblüffend ähnlichem Stimmbild gefunden hat. 8/10

15:17 to Paris (2018)

Das war nix. Hier wird einfach versucht aus zu wenig, viel zu viel Film zu machen. Das hat man zwar woanders auch schon, aber teilweise besser versucht. Letztendlich sieht man 90 Minuten zu wie die „Helden“ von der Geburt den Weg in den Zug finden und verkauft es als „Bestimmung“, die dann in einem 5-Minütigen Finale endet. Klar war es eine couragierte und bemerkenswerte Tat den Täter aufzuhalten, leider werden aber alle Personen ohne US Pass in dem Film nicht weiter als 1 Minute beleuchtet. Weder Opfer noch Täter. Da hat Client Eastwood schon viel, viel besseres abgeliefert. 4/10

Vengeance (2017)

Handwerklich sehr gut in Szene gesetztes Thrillerdrama, das die Erwartung durch Cover und Trailer doch etwas in die Irre führt. Cage spielt im Prinzip nur eine etwas größere Nebenrolle und so ganz richtig ausgearbeitet ist sein Charakter auch nicht. (Rache) Action gibt es nur vereinzelt und so bleibt der Fokus eher auf den beiden starken, weiblichen Hauptfiguren. Mit etwas mehr Feinschliff am Drehbuch und vielleicht 1-2 Wochen mehr Drehzeit hätte man einige Unstimmigkeiten und Lücken sicherlich beheben können und einen sehr guten Film gehabt, so bleibt ein solides Werk. 6/10

The Core (2003)

Katastrophenfilm der den Weg statt nach oben, nach unten wählt, aber trotzdem dem üblichen Muster folgt. Die Schauspieler sind gut, natürlich auch mal wieder Stanley Tucci mit einer starken Performance und die Szenen im „Schiff“ sind durchaus gelungen. Daneben gibt es aber leider teilweise miese Effekte, doch ein paar eher fragwürdige Logiken und keinen richtig coolen Soundtrack. Für Genrefans aber schon unterhaltsam. 6/10.

Criminal Squad (2018)

Muss sich ständig mit Heat und The Town vergleichen, natürlich wegen der Bankraubgeschichte und der Schießereien am Anfang und am Ende. Diese sind aber durchaus als Highlight anzusehen und der finale Raub auch ziemlich spannend in Szene gesetzt. Trotz der langen Laufzeit fesselt der Film und ausgerechnet Gerald Butler verhindert für mich eine höhere Wertung. Der nervt mit seiner zwar irgendwo typischen, aber leider auch total unsympathischen Rolle, schon direkt ab dem ersten Auftritt. Vermutlich ist das auch der Grund warum einige dieser Szenen, die Butler eher schlecht dastehen lassen, aus der deutschen Kinofassung geflogen sind und jetzt auf Blu Ray wieder als Original US-Fassung vorliegen, die ich dann letztendlich gesehen habe. Immerhin gute 15 Minuten. Und selbst der US Fassung gehen dann als Directors Cut noch mal 8 Minuten Handlung obendrauf. Erste Empfehlung hier, die deutsche Kinoversion gucken, bei Gefallen, dann später mal die US Versionen. 7,5/10

Kingdom – Staffel 3

Die finale Staffel findet natürlich kein richtiges Finale und zu viele Handlungsstränge laufen dann leider ins leere. Im Prinzip dreht sich die Serie auch 3 Staffeln im Kreis und zeigt nur das MMA Fighter ein scheinbar hartes Leben führen, das sich nur mit Drogen und Alkohol aushalten lässt, wer aus dem Muster ausbricht fliegt auf die Fresse und kehrt wieder zu dem Muster zurück. Eigentlich schade, denn die Charaktere sind interessant und durchaus vielschichtig angelegt, aber das Potenzial wird hier nicht ausgeschöpft oder die Geschichten einfach nicht zu Ende erzählt. Eine Staffel hätte es im Prinzip dann auch getan, denn in Staffel 2 und 3 passiert einfach nichts Neues mehr. 6/10

Das Wunder von Bern (2003)

Passend zur Fußball WM mal wieder angesehen und weiterhin haben wir hier einen der wenigen deutschen Filme, die ich als gelungen bezeichne. Die Kombination aus Sportfilm und Nachkriegsdrama ist gut gemacht, gut gespielt und hat die richtige Mischung. Einzig die Umsetzung des Finals ist leider technisch eher unglücklich und krankt am schmalen Budget. Ansonsten eine „runde“ Sache (Haha!). 7/10

Into The Badlands – Staffel 1 (2015)

Hat gefühlt ewig gedauert bis ich mir diese Actionserie, die eigentlich Meinen Geschmack gut trifft, angesehen habe. Nach etwas holprigem Start wurde ich dann warm mit der Serie und habe gefallen dran gefunden. Die Kämpfe sehen gut aus, haben aber etwas viel Wirework und etwas mehr Hintergrundinfos zu den Badlands wären doch schön gewesen. Staffel 2 werde ich auf jeden Fall mal ansehen und hoffe das es mit dem vermutlich übernatürlichem nicht Überhand nimmt. 7/10.

Jurassic World: The Fallen Kingdom (2018)

Der Titel gilt nicht nur für den Inhalt des Films, sondern leider auch für den Film selbst, denn jetzt geht es bergab mit den Dinos und ich bin sehr skeptisch, dass man den Cliffhanger am Ende des Films, im nächsten Teil zu einem charmanten (Film)Ende führen kann. Dieser Teil ist auf jeden Fall nur eine Aneinanderreihung von Szenen die der Regisseur „cool“ fand, ohne das es ihm gelingt diese Szenen zu einem stimmigen Gesamtbild zu formen. Ständig fragt man sich schon im Kino (und das ist meistens ein richtig mieses Zeichen), warum passiert das? Warum sind die Leute da? Wie kommt der Dino dahin? Warum? Die Antwort ist einfach, der Regisseur hatte eine Idee für eine Szene in folgender Form: „Boah, es sieht total cool aus, wenn der Dino da auf das Dach klettert und den Mond anbrüllt, lass das machen. Und jetzt wo wir das haben, lass uns so eine coole, eher gruselige Szene drehen in der das Mädchen sich fürchtet, ach und dann auf jeden Fall noch was emotionales mit einem ganz großen sanften Saurier.“ Ärgerlich wird es dann, weil einige Ideen nicht schlecht sind und der Regisseur auch ein gewisses Talent besitzt, so das einfach ein besseres Ergebnis möglich gewesen wäre. Ja hätte man einfach mal ein gutes Storyboard gehabt, denn die Grundstory ist eigentlich akzeptabel. Unglücklich war auch der Wandel von der schauspielerisch eher limitierten Bryce Dallas Howard, von der Karriereorientieren Parkleitung, zur Dinoaktivistin. Ihr Team ist da nicht weniger gelungen mit einer ständig, nervenden und rumschreienden, aber natürlich total coolen Ärztin und einem Klischee IT´ler. Einen schwarzen mussten wir ja besetzten, ist sonst nicht politisch korrekt. Warum durfte hier Jake Johnson aus dem Vorgänger nicht wieder ran? Achja und Jeff Goldblum war auch dabei, kann man im Trailer sehen, mehr war auch im Film nicht. Positiv anzumerken sind aber immerhin der ganze Soundtrack, sowie die Soundeffekte und natürlich sind die Effekte generell sehenswert. Eher 5/10, aber mit Jurassic Bonus und Hirn aus 6/10.

Wind River (2017)

Guter Thriller um ein totes Mädchen in einem Indianerreservat. Atmosphärisch gut gemacht, aber leider mit einer etwas einfachen Ermittlung, die zwar interessant ist, aber in dem Moment wo sie anfängt zu packen schon im Finale mündet. Wenngleich dieses sehr gut inszeniert ist. Vermutlich soll man hier wohl auch mal wieder etwas über die Behandlung der amerikanischen Uhreinwohner nachdenken. 7/10