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Gears of War 5 - Kampagne

November 5, 2019 - Lesezeit: 5 Minuten

Ziemlich exakt 3 Jahre nach Gears 4 steht nun der Nachfolger an. Nach wie vor bin ich ein großer Fan der Reihe und der zwar etwas kurze, aber dennoch sehr gelungene Vorgänger hat die Erwartungen nicht geschmälert (Mein Review gibt es hier). Der Krieg tobt erneut und die junge Gruppe um JD, Del und Kait gehört wieder zur KOR (natürlich). Um den Feind zu vernichten, wer hätte es gedacht, soll der Hammer der Morgenröte erneut aktiviert werden. Soweit die vereinfachte Grundstory, die im Prinzip aus der 360 Reihe schon bekannt ist und hier nur mit neuen und alten Helden umgeschrieben wurde. Das war sicherlich auch den Entwicklern bewusst und daher hat man gleich mehrere Konflikte auf persönlicher und emotionaler Ebene eingeführt die letztendlich dazu führen, dass man auf Spurensuche in Kaits Vergangenheit geht, auch um Ihre mysteriöse Verbindung aufzudecken.

So teilt sich Gears 5 letztendlich in 4 Akte, was ein Akt weniger ist als eigentlich in der Reihe üblich und dennoch haben wir eine deutlich höhere Spielzeit als in Gears 4. Das liegt vor allem daran, dass man in Akt 2 & 3 neue Wege geht. Erstmals gibt es so etwas wie eine Open World durch die man sich mit dem Skiff, einem vom Wind betriebenen Schlitten, bewegt. Eine malerische Eis- und Schneewelt in Akt 3, sowie eine raue, von Stürmen gesäumte Wüstenlandschaft in Akt 4. Erstere erinnerte mich etwas an Rise of the Tomb Raider, wie übrigens auch die Tatsache das man sich ab und zu durch irgendwelche Lücken quetschen muss, scheinbar macht man sowas jetzt halt. Glücklicherweise hält man sich mit dem Open World Zeug aber zurück und meistens „skifft“ man von einem Missionspunkt zum nächsten, was dank der guten Steuerung Spaß macht. Unterwegs haben die Entwickler noch ein paar optionale Nebenmissionen platziert, in denen man vornehmlich Verbesserungen für den bekannten Drohnenbegleiter Jack sammelt. Denn auch hier gibt es eine Neuigkeit, Jack hat einen Fähigkeitsbaum erhalten und lässt sich jetzt in einem gewissen Rahmen konfigurieren und auch steuern. Das ist durchaus ganz nett, auch wenn die Suche nach den Komponenten das Spiel natürlich irgendwie künstlich verlängert. Negativ fand ich es aber nicht. Ansonsten bleibt glücklicherweise alles beim Alten und die Akte 1 & 4 spielen sich ganz klassisch, wie aber auch alle Unterkapitel in den Open World Akten. Die Story wird wie bei Gears of War üblich in kurze Zwischensequenzen, aber vornehmlich in den Gesprächen zwischen den Charakteren während des Spiels vorangetrieben. Das führt nach wie vor zu einer tollen Charakterbildung und einer emotionalen Bindung, auch weil es eine hervorragende Balance zwischen lockeren, ernsten und informativen Dialogen gibt. Hier ist das Spiel deutlich besser unterwegs als Gears 4. Der Fokus liegt in Gears 5 aber noch mehr auf der neuen Generation um die junge Garde, vernachlässigt aber die „alten“ Helden nicht und baut diese geschickt ein. Dazu gibt es zum Ende des Spiels eine knüppelharte Entscheidung zu treffen, die vor allem für den Nachfolger interessant werden wird. Abschließend sei noch gesagt das Gears 5 unfassbar gut aussieht. Das war damals auf der 360 schon so, hat sich mit Gears 4 fortgesetzt und Gears 5 ist jetzt mit Sicherheit das schönste Gears was es je gab. Das liegt auch an den unterschiedlichen und mit vielen Details versehenen Landschaften und Umgebungen, die einen hohen Beitrag zur der tollen Atmosphäre leisten. Das Sounddesign steht dem ebenfalls in Nichts nach.

Ist es jetzt das beste Gears of War was es je gab? Es war viel davon zu lesen, aber für mich bleibt es vermutlich Gears of War 2, wenngleich Gears 5 dem schon sehr, sehr nahe rückt und auch den direkten Vorgänger übertrifft. Es bringt ein paar neue Aspekte ins Spiel, wie den minimalistischen Open World Ansatz, bei dem es hoffentlich auch bleiben wird, denn so fühlt es sich noch nach Gears an, wenngleich einige sicherlich auch sagen werden das man ihn so auch lassen kann. Andere Neuerungen wie die Upgrades von Jack sind nette Gimmicks die gut integriert sind und etwas frischen Wind bringen, so dass es sich halt nach einem neuen Spiel anfühlt ohne alles auf den Kopf zu stellen. Letztendlich besteht das Spiel im Kern nach wie vor aus den klassischen Stärken mit viel Action Gemetzel, opulenter Präsentation auf höchstem Level und einer Story die von ihren Charakteren mit der emotionalen Erzählweise lebt.

9 / 10

PLUS

  • Grandiose Optik & Atmosphäre
  • Abwechslungsreiche Umgebungen
  • Gute Charakterentwicklung
  • Dialoge zwischen den Actioneinlagen ergänzen die Story geschickt
  • Fahrten mit dem Skiff
  • Open World Ansatz klein gehalten
  • 2-3 neue Gameplaymöglichkeiten
  • Trotz Neuerungen aber im Kern gleich
  • Coop Funktion
  • Höherer Umfang …

MINUS

  • … der aber teilweise auch etwas erschummelt ist (z.B. durch das Sammeln von Komponenten)
  • Tutorial für geübte Gears überflüssig und eher nervig
  • eher nerviger, als fordernder Bosskampf gegen die Matriachin
  • Story im Prinzip nur umverpackt (Stichwort Hammer der Morgenröte)

Ergänzung vom 23.07.2021:

Durch den Game Pass habe ich mir auch das Kampangen Addon "Schwarmtöter" angesehen und durchgespielt. Klassiches Gears ohne Open World mit einer Gruppe Anti-Helden. Der Anfang war etwas hakelig, aber im Laufe der knapp 4 Stunden Spielzeit schafft es auch diese Gruppe einen gut mitzunehmen. Lohnt sich durchaus, ohne Game Pass dürfte es für 20 € aber vielleicht auch noch ein Stündchen mehr sein.


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Film & Serienreport September 2019

Oktober 21, 2019 - Lesezeit: 2 Minuten

Catch Me! (2018) Typischer Film aus der Kategorie, ansehen, ok finden, vergessen. Alles halt irgendwie Durchschnitt und eher mäßig witzig. 5/10

Poseidon (2006) Kurzweiliger Katastrophen Blockbuster der mit den richtigen Erwartungen bestens unterhält. Der Story fehlt es im Gegensatz zum Schiff an Tiefgang (haha ;) ), dennoch sind die Hauptfiguren recht sympathisch, sofern sie denn lange genug leben. Ansonsten gibt es coole Sets, viel Wasser und ein hohes Tempo was durchaus für Spannung sorgt. Reines Popcorn Kino welches hier genau meinen Nerv trifft. 8/10

24 – Staffel 2 (2002) Trotz der aktuellen Serienflut kommt vor allem im Action Bereich so gut wie gar nichts, also musste etwas Altes her. Klar irgendwie ist das 24 Folgen Format schon Old-School, hier aber natürlich unerlässlich und einiger Längen und uninteressanter Nebenhandlungen (vor allem alles rund um Kim nervt irgendwann nur noch) zum Trotz, unterhält Jack Bauer prächtig. Außerdem ist vieles herrlich unpolitisch unkorrekt und Kiefer Sutherland ist wohl einer der sympathischsten, ständig miesgelauntesten, Helden die Hollywood je hervorgebracht hat. Dazu trägt sicherlich auch die hervorragende Synchronarbeit von Tobias Meister einen großen Teil bei. 8/10

Predator – Upgrade (2018) Eigentlich ein ordentlicher Actionfilm, der auch von der Härte und dem Casting passt. Vor allem Boyd Holbrook, Olivia Munn und Thomas Jane überzeugen, wohingegen man Yvonne Strahovski komplett verschenkt. Durch Shane Black auf dem Regiestuhl gibt es natürlich eine Menge Comedy im Film und die meisten Gags zünden durchaus, ABER es stellt sich dann schon irgendwie die Frage ob der Humor nicht in dem Maße fehl am Platz ist. Letztendlich fehlt auch ein richtiges Actionhighlight, eine Szene an die man sich erinnert und für einen Predator Film war mir das einfach zu wenig. Die letzte Szene war dann schwer peinlich und wird lieber schnell vergessen. Unbedingt unerwartet ist es jedoch auch nicht, wenn man auf dem Regiestuhl einen Spezialisten für Actioncomedy platziert (der auch damals diese völlig bescheuerte Wendung in Iron Man 3 verbrochen hat). Ich hoffe das gleiche Schicksaal ereilt nicht auch den neuen Terminator von Tim Miller, dem ich auch sehr skeptisch gegenüberstehe. Knappe 6/10.

Nicht auflegen! (2004) Kurzweilig und spannend, hat mich aber irgendwie nicht mehr ganz so mitgerissen wie früher. Gute 6/10

Mr. Brooks (2007) Gut besetzter und gespielter Thriller mit intressanten Charakteren. Könnte noch etwas besser sein, wenn sich die Inszenierung dem Niveau angepasst hätte und nicht nur Durchschnitt bieten würde. 7/10


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Film & Serienreport August 2019

September 6, 2019 - Lesezeit: 4 Minuten

Counterpart (2017) – Staffel 1 Interessantes Grundszenario und sehr guter Hauptdarsteller, durchaus spannend, aber auf Grund der eher ruhigen, lethargischen Erzählweise auch mit ein paar Längen. Etwas mehr Tempo würde mir besser gefallen. 6/10

Ready Player One (2018) Spielberg schafft auch hier wieder einen guten Spagat zwischen flotter Erzählweise, Schauwerten und Action und liefert somit einen guten Blockbuster ab, der bestens unterhält und dank der Rätsel im Prinzip ein schöner Abenteuer Film ist. An 1-2 Stellen hakelt es aber noch, so kommt z.B. die „reale“ Welt und deren Situation doch etwas kurz und dem Zuschauer werden nur ein paar Brocken hingeworfen. Das funktioniert im Prinzip auch so, hätte aber mit etwas Feinschliff einen besseren Unterbau für die Flucht in die virtuelle Welt geboten. Daher „nur“ starke 7/10. Kandidat für einen Directors Cut?

Zu Scharf, um wahr zu sein (2010) Spaßige, smypathische Komödie mit durchweg gut gelaunten Darstellern, die auch beim erneuten anschauen unterhält. Die meisten Gags kommen gut, ohne es zu übertreiben und auch die Geschichte ist ganz witzig aufgebaut. 7/10

Varsity Blues (1999) Im Prinzip die übliche High-School Football Geschichte, macht mir als Fan solcher Geschichten aber nichts, denn Schauspieler und das flotte Tempo unterhalten gut und so haben wir einen mehr als soliden Genrevertreter. 7/10

Deep State – Staffel 1 & 2 Ganz ordentliche Serie mit leichter Anlehnung an Homeland. Lobbyisten ziehen die Fäden im Hintergrund der US Auslandseinsätze, bekommen dann aber Gegenwehr, denn nicht alle lassen sich so einfach aus dem Weg räumen. Der Rachepart in Staffel 1 um Mark Strong funktioniert da aber deutlich besser als der idealistische Ansatz in Staffel 2. Durch die Bank gut gespielt, auch wenn man Walton Goggins in Staffel 2 mit einer eher langweiligen Rolle total verschenkt, die man ihm irgendwie auch nicht so Recht abnimmt. Etwas mehr Action wäre auch schön gewesen, denn die vorhandene ist durchaus in Ordnung. 6/10

Fast & Furious 6 Nach den wirklich guten Teilen 4&5 deuten sich hier schon einige Abnutzungen an und die neue Richtung der Serie wird deutlich. Die Action lässt es aber noch richtig gut krachen, was zusammen mit dem gut gelaunten Cast noch so grad über die ein oder andere Schwäche hinwegtäuscht und als Blockbuster gut Laune macht. Knappe 8/10

Fast & Furious 7 Viele ironische Szenen, die am ganz schmalen Grat zwischen total cool und total bescheuert wandern, dazu eine alberne Story über eine digitale Superwaffe über die man eigentlich auch nicht viel mehr erfährt, als dass es eine digitale Superwaffe ist. Pläne werden irgendwo in 2 Minuten zusammen getackert und dann kann man schon mit ein paar flotten Sprüchen die Welt retten. Dazwischen labert Vin Diesel ständig von Familie und Corona. Trotzdem gibt es auch hier wieder einige richtig fette Actionszenen, die aber auch immer häufiger wenig Sinn ergeben oder doch etwas drüber sind (wie z.B. in Abu Dhabi). Knappe 7/10 wenn man das Hirn auslässt.

Nordwand (2008) Grundsätzliches gelungenes Bergsteiger Drama. In der zweiten Hälfte gibt es dann auch wirklich gute Kletteraufnahmen. Warum man sich aber ausgerechnet für diesen Aufstieg entschieden hat wurde mir nach Ende des Films nicht so ganz klar. 6/10

Back in The Game (2012) Schöner, angenehm bodenständiger Film um einen alternden, grimmigen (Clint Eastwood halt) Baseball Scout, der auf alberne und kitschige Szene verzichtet und daher eine nette Unterhaltung für Zwischendurch ist. 7/10

Angel Has Fallen (2019) Wie erhofft wurde mit Ric Roman Waugh (Felon, Shot Caller) der richtige Mann auf dem Regiestuhl platziert und so sind Atmosphäre und Inszenierung auf gestiegenem Niveau. Viele Actionszenen funktionieren bestens (Drohnenangriff, LKW, Wald) und die Explosionen haben mächtig Wums. Leider verheizt man aber eine gute Frau Pinkett-Smith ziemlich und auch der Gegenspieler bleibt wieder ziemlich blass (Pinkett-Smith wäre hier vielleicht besser aufgehoben gewesen). Butler tut stereotypisch so als würde er zu alt für den Scheiß, was ihn aber dann natürlich niemals wirklich hindert. Auch das Finale passt zwar von der Action, aber nicht so ganz vom 08/15 Setting. Eine Story gibt es, mehr nicht ;) Alles in allem bleibt eine solide Actionummer auf Niveau der Vorgänger. 7/10


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Film & Serienreport Juli 2019

August 19, 2019 - Lesezeit: 4 Minuten

Olympus Has Fallen (2013) Klassischer Actioner mit Stirb Langsam Touch indem Gerard Butler mit lockeren One-Linern und rauen Actioneinlagen einen hervorragenden Helden abgibt. Macht immer wieder Laune. Fuqua zudem eine mehr als verlässliche Nummer auf dem Regiestuhl im etwas höher Budgetierten Action Bereich (Shooter, Equalizer). 8/10

White House Down (2013) Eignet sich immer wieder gut im Double Feature zum obigen Titel. Geht mehr in die Blockbuster Richtung, etwas mehr Humor, etwas mehr Hochglanz, aber auch mit vielen handwerklichen guten, klassischen Actioneinlagen. Interessanterweise schwächeln tatsächlich die Effekte etwas, dafür sind die Darsteller durchweg bestens besetzt und neben dem Duo Tatum/Foxx überzeugt James Woods als Bösewicht. Hätte großes Potenzial für einen Unrated Cut im Heimbereich gehabt. Gab es aber nie, schade. Auch 8/10

London Has Fallen (2016) Prinzipiell gelungene Fortsetzung die dem Stil dem Vorgänger treu bleibt, aber etwas größer in der Aufmachung wirkt. Dafür funktioniert dann die Story nicht immer so rund wie zuvor und neben Butler und Eckhart gibt es sonst nur wenig mitreißende Charaktere. Die Action punktet aber auch hier an vielen Stellen, wobei mir vor allem die Plansequenz kurz vor Ende des Films hervorragend gefällt. Ordentliche 7/10

Suits – Staffel 7 Nach einer gefühlten Ewigkeit hat es dann mal die 7. Staffel nach Netflix geschafft (so teilweise zumindest …). Am Erfolgskonzept und Ablauf der Folgen hat sich wenig geändert. Zuerst ein Problem, dann Chaos, dann die Lösung in letzter Sekunde, davor und danach viele, viele Drinks. Das stört aber kaum, weil es halt auch immer noch funktioniert (gut die lange deutsche Pause kann da geholfen haben). Völlig verloren gegangen ist mittlerweile das ursprüngliche Talent von Mike, etwas schade, aber vermutlich hat sich das ja mit dem Ende der 7. Staffel eh erledigt. Heimlicher Held der Serie wird immer mehr Louis, der zwar auch immer wieder dieselben Fehler macht, aber einfach unfassbar gut unterhält. 7/10.

Apollo 11 (2019) Sehr starke Dokumentation die mit beeindruckenden Bildern und Original Ton die Reise von Apollo 11 in einem Guss darstellt und damit schon fast wie ein Science-Fiction Film wirkt. 8/10.

Plötzlich Papa (2016) Omar Sy ist fast immer einen Film wert und er überzeugt auch hier wieder. Leider kann sich der Film nicht so richtig zwischen Komödie und Drama entscheiden und schafft es nicht beides zu einem stimmigen Ganzen zu vermischen. Vor allem wegen des Dramas, welches einen dann mit dem Hammer erwischt wäre das mehr als sinnvoll gewesen hier einen guten Spagat hinzubekommen. Knappe 6/10.

Alita: Battle Angel (2019) Gelungener Blockbuster der mit einer emotionalen Seite und natürlich mit tollen Effekten punkten kann. Ob diese allerdings unbedingt nötig waren ist eine andere Frage. Das haben Filme wie Chappie, Elysium oder auch Edge Of Tomorrow auch ohne die Animation einer ganzen Figur hinbekommen, die ja sowieso von Rosa Salazar gecaptured und gespielt wurde. Leider fehlt auch ein weiterer guter Charakter/Schauspieler, denn Christoph Waltz erfüllt den Part hier für mich eher weniger. Story und Einspielergebnis schreien eigentlich nach Teil 2, aber bis jetzt war davon noch nichts zu hören. 7/10

Anaconda (1997) Teilweise ziemlich trashiger Creature Film der mit Dschungelatmosphäre und einigen bekannten Namen aufwartet. Das alleine reicht jedoch nicht, weil Regie und Drehbuch einige Chancen liegen lassen und für mich alles nie so richtig ins Rollen kommt. Knappe 6/10

Anaconda – Die Jagd nach der Blutorchidee (2004) Erstaunlicherweise ist der kleine B-Movie Nachfolger hier gelungener. Mit weniger Budget gibt es sogar bessere Effekte, deutlich bessere Kameraarbeit, mehr Tempo und einfach mehr Unterhaltung. Dazu gefallen mir sogar die Darsteller in ihren stereotypischen Rollen besser. 7/10.

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks (2018) Wenn schon ein Asterix Film im Animationsgewand, dann sollte er genauso aussehen. Aber das galt auch schon für den wirklich gelungenen Vorgänger, dem man glücklicherweise treu bleibt, wie auch den Sprechern (DANKE!). Kritik gibt es jedoch für die eher durchschnittliche Geschichte, die zwar den Asterix Humor an vielen Stellen trifft, aber der man einfach anmerkt das sie nicht auf einem der Comics aus der Feder von Goscinny basiert. Das ist schade und wäre bei den tollen Vorlagen doch gar nicht nötig gewesen. Die goldene Sichel wäre hier z.B. eine vergleichsweise tolle Alternative mit ähnlichem Thema gewesen. Toll für einen Film wäre sicherlich auch „Tour de France (Gaule)“. 7/10.

Pitch Black (2000) Vin Diesels/Riddicks Durchbruch. Ordentlicher Sci-Film der mit relativ geringem Budget geschickt das Maximum herausholt. Der etwas träge Mittelteil mit für meinen Geschmack zu starken Farbfiltern überzeugt jedoch eher weniger. Dafür sind viele Effekte heute noch gelungen und das Finale in der Dunkelheit überzeugt auch. 6/10


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Film & Serienreport Juni 2019

Juli 17, 2019 - Lesezeit: 5 Minuten

Independence Day (1996) Das dürfte so ziemlich der erste Blockbuster gewesen sein den ich gesehen habe. Vielleicht ist es sogar „der“ Film der dieses Wort erst so richtig üblich gemacht hat. Möglich das der Film daher immer auch einen gewissen Bonus erhält. So oder so gibt es hier bestes Popcornkino und weil viele Effekte damals noch mit Modellen gemacht wurden und nicht nur am Rechner sehen sie auch noch erstaunlich ordentlich aus. 9/10

Independence Day: Wiederkehr (2016) Meine Güte was hat der Film eingesteckt, aber das ist jetzt schon meine dritte Sichtung und wenn man den ersten Teil direkt davor sieht muss man anerkennen das es eigentlich eine ziemlich ordentliche Fortsetzung ist. Unheimlich viele Elemente des ersten Teils werden aufgenommen, eingearbeitet, am Rande erwähnt usw. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch das einige Schwächen mitgenommen wurden, aber eigentlich kann sich Emmerich nicht viel vorwerfen. Die Optik ist natürlich noch ein Level höher, auch wenn hier und da mal ein paar Schwächen erkennbar sind und die „Story“ passt eigentlich auch. Es bleibt reine Unterhaltung und großes Popcorn Kino. Vielleicht fehlte neben dem coolen Jeff Goldblum noch ein weiterer Schauspieler auf dem gleichen Niveau in einer Hauptrolle. 7/10

New Girl Staffel 7 (2018) Die kurze 7. Staffel schließt die Serie ordentlich ab. Die ersten Folgen plätschern so vor sich her, während dann erst in den letzten 2-3 Folgen wieder das ursprüngliche Niveau erreicht wird. Es ist den Machern hoch anzurechnen das man hier einen Schlussstrich zieht, bevor wie bei vielen anderen Serien einfach nur noch aufgewärmt wird um dann irgendwann total bescheuert zu enden. So bleibt alles in allem eine sehr unterhaltsame und vor allem sympathische Comedyserie, die in vielen Punkten meinen Humor traf. Schaut man bestimmt in einigen Jahren erneut. 8/10 für die gesamte Serie.

Mitten ins Herz (2007) Wegen des Musik Themas und der gut aufgelegten Schauspieler eine nette Komödie für zwischendurch. Natürlich sehr seicht, aber ab und zu geht das schon in Ordnung. 7/10

John Wick 3 (2019) Reiht sich nahtlos in die Reihe ein. D.h. es gibt einen Haufen cooler Momente (vor allem die ersten 30 Minuten sind stark), aber Teile der Story sind wirklich selbst für einen Actionfilm ziemlich dämlich. Hier fragt man sich auch spätestens ab Reeves Wüstenspaziergang ob man nicht doch vielleicht drüber hätte lesen sollen. Ansonsten gibt es teilweise sogar Schwächen in den Kämpfen, weil die Gegner nicht selten ziemlich offensichtlich 2-3 Sekunden warten bis das Schicksaal sie ereilt. Trotzdem für Actionfans ein Spaß. Knappe 7/10.

Blind Side (2009) Rundum gelungen, was auch an dem toughen Auftritt von Sandra Bullock liegt. Natürlich auch sehr amerikanisch, aber hier in einem guten Sinn. 9/10

The Highwaymen (2019) Gut besetzt, gut gespielt, interessante Story, aber insgesamt fehlte der Pepp in der langen Laufzeit. Doch auch mehr Drama als (Action)thriller. Netflix verkauft Filme gerne mal in den Trailern etwas anders. Das ganze vielleicht etwas gestrafft und um 15-20 Minuten gekürzt … 6/10

Girls Night Out (2017) Eine der Saufkomödien im Fahrwasser von Hangover oder Brautalarm. Kann man schon mal gucken, aber am Ende hat man den Film schon wieder vergessen, auch weil vieles eher seltsam als lustig ist. Da war sicherlich mehr drin und hat in vergleichbaren Sphären mit z.B. „Game Night“ deutlich besser funktioniert. 5/10

Das Phantom Kommando (1985) Trieft nur so vor Klischees und Übertreibungen. Wenn Arnie Baumstämme trägt, einfach mal eine Telefonzelle ausreißt und dabei trockene Sprüche am Fließband loslässt macht das aber auch unglaublich Laune. Ein verdienter Klassiker des Actionkinos. 7/10

Prestige (2006) Übertreibt es vielleicht etwas mit den Storytwists, was aber natürlich auch wieder bestens zum Thema des Films passt. Auf jeden Fall kann man sich nie sicher sein wer gerade wen hereinlegt und die großen Namen geben sich auch keine Blöße. 7/10

Zone Blanche – Staffel 2 (2018) Von Prime zu Netflix als Publisher gewandert. Die zweite Staffel knüpft in vielerlei Hinsicht an die Qualität der ersten Staffel (siehe Report von April 2018) an, aber halt mal wieder nicht komplett. Während in Staffel 1 vieles geschickt inszeniert war und mysteriös schien, aber letztendlich nicht war, muss sich der Zuschauer in der zweiten Staffel schon auf mehr ungelöste oder unerklärbare Phänomene einstellen. Dazu werden auch die Horrorelemente etwas angezogen. Trotzdem ziemlich spannend und mit guten Charakteren gespickt. Jetzt bitte mit Staffel 3 einen gescheiten Abschluss finden. Knapp hinter der ersten Staffel. Gute 7/10

Dans la Brume (2018) Erneut beweisen die Franzosen sich auch abseits der Komödien als verlässliche Vertreter außerhalb von Hollywood. Auftakt und Grundszenario funktionieren dabei sehr gut und machen deutlich wie man auch mit kleinen Mitteln groß inszenieren kann, was vor allem auch der Atmosphäre des Films zugutekommt. Leider schleichen sich dann im Laufe des Films doch immer mehr Logiklöcher und Ungereimtheiten in die Handlungen ein und auch das Ende war nicht so meins. Abgesehen davon die vielleicht beste Performance von Olga Kurylenko. 6/10


MSSQL Export unter Ubuntu Linux

Juni 19, 2019 - Lesezeit: 5 Minuten

1. Installation der MSSQL Tools

Man benötigt dazu die MSSQL-Tools, welche nicht Teil der offiziellen Ubuntu Repositories sind, aber von Microsoft bereitgestellt werden. Folglich muss APT eine neue Quelle hinzugefügt werden.

curl https://packages.microsoft.com/keys/microsoft.asc | sudo apt-key add -
curl https://packages.microsoft.com/config/ubuntu/16.04/prod.list | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/msprod.list

Update August 2022: Dieses Beispiel ist für einen Ubuntu Server 16, wer z.B. die 18.04/20.04/22 Version benutzt kann dies in der URL anpassen und 16.04 durch 18/20.04 ersetzten. MS supportert hier die aktuellen LTS Versionen.

Danach mit dem üblichen apt-get update die Quellen aktualisieren und die Tools sowie nötige ODBC Biblotheken installieren.

sudo apt-get update 
sudo apt-get install mssql-tools unixodbc-dev

Die nötigen Programme finden sich danach unter

/opt/mssql-tools/bin

Dieser Pfad ist üblicherweise nicht in den Umgebungsvariablen der Shell enthalten, man muss die Tools also direkt ansprechen. Wer es bequemer mag fügt einfach den Pfad zu seinen Shell Umgebungsvariablen hinzu. Dazu kann man die .profile im Homeverzeichnis verwenden oder auch die .bashrc, sofern man die Bash Shell benutzt.

echo 'export PATH="$PATH:/opt/mssql-tools/bin"' >> ~/.bashrc
source ~/.bashrc

Der erste Befehl ergänzt die zwei Programme unter /opt/mssql-tools/bin in der PATH Varibale ohne die bereits bestehenden Einträge zu überschreiben. Der source Befehl führt die aktualisierte Umgebung direkt aus.

Checken ob alles geklappt hat kann man einfach indem man sql in die Shell tippt, gefolgt von der Tab Taste, es sollte dann direkt sqlcmd vervollständigt werden, bzw. zur Auswahl stehen. Nachfolgende kann man eine einfache Abfrage an den MSSQL Server schicken, z.B.

sqlcmd -S localhost -d <datenbankname> -U sa -P <passwort> -Q "SELECT user_id FROM users"

Localhost wird vermutlich in den meisten Fällen durch die IP Adresse des MSSQL Servers ersetzt. Nachdem -d Argument lässt sich der Name der Datenbank angeben, natürlich ohne die Tag Klammern. Nachdem -Q Argument kommt einfach das gewünschte SQL Query in Anführungszeichen.

Ein Nachteil lässt sich direkt erkennen. Im Gegensatz zu z.B. MySQL/Maria DB muss nachdem Argument -P das Passwort im Klartext folgen und kann nicht einfach vor der Ausführung der Abfrage eingegeben werden. Aus Sicherheitsgründen sollte man daher am besten die entsprechenden sqlcmd Befehle aus der Bash History wieder entfernen und/oder die History für die Dauer der sqlcmd Befehle deaktiveren. Eine weitere Alternative wäre einen Benutzer auf dem MSSQL Server einzurichten der nur entsprechende Leserechte auf die benötigten Tabellen hat.

Die Bash History findet sich unter ~/.bash_history und lässt sich mit einem Editor (vi /nano) bearbeiten. Deaktivieren kann man die History mit set +o history und wieder aktivieren mit set -o history. Vollständig leeren kann man die History übrigens auch mit history -c. Aber Achtung, bevor man die komplette History löscht, sollte man sich sicher sein das man darin keine Befehle hat, die man vielleicht noch wiederverwenden will und nicht auswendig kennt.

2. Export mit bcp

Neben sqlcmd wurde bcp (Bulk Copy Program) mit den MSSQL Tools installiert und damit lässt sich nun ein Export eines Datenbank Queries durchführen.

Folgender Befehl würde alle Inhalte der Tabelle Users aus der Datenbank Test_DB in die Datei user_export.txt exportieren.

bcp Users out user_export.txt -S localhost -U sa -P <passwort> -d Test_DB -c -t ','

Interessanter ist in meinen Augen aber nicht der Export einer ganzen Tabelle, sondern eines Querys. Dies geht wie folgt:

bcp "SELECT user_id, username FROM users" queryout users.txt -S localhost-U sa -P <-passwort> -d TEST_DB -c -t ','

Es werden zwei Felder aus der Tabelle users in die Datei users.txt exportiert und die Werte mit Komma getrennt.

Quellen:

https://docs.microsoft.com/de-de/sql/linux/sql-server-linux-setup-tools?view=sql-server-2017 https://docs.microsoft.com/de-de/sql/linux/sql-server-linux-migrate-bcp?view=sql-server-2017 https://docs.microsoft.com/de-de/sql/tools/bcp-utility?view=sql-server-2017