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Film & Serienreport Janaur & Februar 2021

April 9, 2021 - Lesezeit: 7 Minuten

Wie das Jahr jetzt schon dahinfliegt ... mehr gibt es nicht zu sagen ;)

Tenet (2020) Lässt sich letztendlich schwer bewerten. Man ist im Kopf die ganze Zeit dabei die Wege Rückwärts nachzuvollziehen, erschließt sich vielleicht somit erst so richtig nach einer zweiten Sichtung und welche Filme können das schon von sich behaupten. Ob das gut oder schlecht ist muss jeder für sich selber entscheiden. Das Nolan sterile Setting zu Teilen in den Ostblock zu legen sorgte bei mir aber auch nicht unbedingt für ein Plus. Vorerst ohne Wertung.

The Expanse - Staffel 5 (2020) Fällt leider für mich zur Vorgänger-Staffel schon ab. Mag daran liegen das die erzählweise etwas kompliziert ist und das Tempo nicht so Recht passt. Trotz ordentlicher Ideen und sinnvoller Weiterentwicklungen irgendwie unrund. 6/10

Dantes Peak (1997) Schwamm damals im Fahrwasser der 90er Katastrophen Filme mit und ist vielleicht sogar heute ein besserer Vertreter als damals. Technisch ziemlich gut getrickst, wenn auch die ein oder ander Technim heute erkennbar ist. Das Szenario ist natürlich grundsätzlich bekloppt, aber für Fans des Genres ist alles dabei und das auch gut. 7-8/10

Prometheus Überzeugt auch bei der X-ten Sichtung mit Spannung, ordentlicher Story und toller Präsentation. Großes Plus auch für die Musik. 8/10

Alien: Covenant Auch die zweite Sichtung hat nichts geändert (siehe auch August 2017), verschenkt einfach massig Potenzial und kann vom Drehbuch weder mit Alien noch mit Prometheus mithalten, auch weil man letztendlich verpasst hier die richtigen Fäden zu knüpfen. Den fast wichtigsten gab es dann als Extra in der BluRay bzw. offiziell auf Youtube. 6/10

Mister Link Die Machart begeistert mich nach Paranorman und Kubo auch hier, die Liebe zum Detail ist einfach toll. Leider zündet der Film trotzdem nicht so richtig, liegt vielleicht auch an der etwas unsympathischen Gestaltung der menschlichen Charaktere. Auf deutsch kann ich mich auch mal wieder nicht damit anfreunden, dass diese Filme immer mit Comedians und “Stars” als Synchronsprecher um die Ecke kommen, die hier gar nicht schlecht sprechen, aber irgendwie nicht so richtig mit den Figuren harmonieren. 6/10

Armageddon (1998) Großes Krawall-Blockbuster Kino nach Bay Art. Auch über 20 Jahre später technisch noch in jeder Hinsicht einwandfrei und einfach gute Unterhaltung mit vielen ziemlich gut aufgelegten bekannten Gesichtern. Der Dolby Digital Ton dient zu Recht oft als Referenz für diese Art von Film. 8/10

Krieg der Welten (2005) Spannend, rau und ziemlich düster. Von Spielberg gekonnt auf die “Mittendrin” Art inszeniert. Tom Cruise spielt gewohnt gut, aber doch eher ein ziemliches Arschloch, funktioniert hier aber gut und ist auch mal was anderes. Somit alles in allem vermutlich völlig entgegen dem was man vielleicht von einem Spielberg-Blockbuster erwartet. 8/10

Devs - Staffel 1 (2020) Gutes Setting, interessante Story, aber alles eher sehr, sehr träge, teilweise schon depressiv inszeniert. Der massive Einfluss eines Soundtracks ist hier gut zu erkennen. Der wandelt nämlich zwischen tollen Klängen und schwer zu ertragen. 5/10

The Break - Staffel 2 (2019) 6/10 Gefällt auch weiterhin wegen der Charaktere und dem Setting in den belgischen Ardennen. Ansonsten fehlt es etwas an Tempo und die Story ist ähnlich schon öfter gesehen, hier und da gibt es auch mal ein paar Lücken. Eine dritte Staffel zum Abschluss wäre dennoch schön, sieht aber nicht unbedingt danach aus. 6/10

Vergiftete Wahrheit (2019) 7/10 Wurde thematisch etwas heftiger angepriesen, als er letztendlich war. Wer lange genug auf diesem Planeten wohnt sollte bereits festgestellt haben das leider überall und ständig solche Dinge passieren, schon immer passiert sind und es wird auch in Zukunft wohl nicht besser werden. Bemerkenswert an solch “wahren Geschichten” bleibt dann vor allem die Hartnäckigkeit der Protagonisten trotz aller widrigen Umstände. Hier auch wirklich gut und etwas schrullig von Mark Ruffalo gespielt. Wer also mit Filmen wie Erin Brockovich oder der Regenmacher etc. etwas anfangen kann, ist hier richtig. 7/10

Deadwind - Staffel 2 (2020) Auf gleichem Niveau wie die erste Staffel. Hier und da gibt es ein paar Dinge die besser waren, aber auch ein paar die schlechter waren. Vielleicht täte ein bisschen mehr Tempo der ganzen Sache gut, aber das ist wohl auch bei skandinavischen Thrillerserien nicht unbedingt vorgesehen. So richtig weiter hat sich vor allem Karppi auch nicht entwickelt. Es wäre also bei der dritten Staffel, welche wohl kommen soll, noch Luft nach oben. 6/10

Honest Thief (2020) 6/10 Nette Unterhaltung für einen Abend, alles sehr solide, vorrangig wegen Liam Neeson, bleibt aber auch nicht großartig in Erinnerung, dazu hätte es einfach etwas mehr von allem geben müssen. 6/10

The First Time (2012) Gelungener “High School-Style” Film der weder total albern, noch total Indie daherkommt und einfach eine gute Grundstimmung hat, auch wegen der guten Chemie der beiden Hauptdarsteller und der flotten Erzählweise. 7/10

Sechzehn Stunden Ewigkeit (2021) Zeitschleifen-Filme sind immer mal wieder beliebt und der hier bietet ein junges Setting, welches aber ähnlich wie bei the First Time, eher erwachsen erzählt wird, was mir besser gefällt. Mag natürlich am eigenen Alter liegen ;) Die Auflösung wählte zudem einen etwas anderen Ansatz, was durchaus gelungen war. 7/10

Der Patriot (2000) Alles drin was man erwartet. Schöne breite Bilder, tolle Sets und Ausstattung, guter Soundtrack, Mel Gibson wie man ihn kennt. Nur zum Ende findet das Ganze ausgerechnet in der finalen Schlacht nicht so richtig einen runden Abschluss. Warum kann ich gar nicht so genau sagen. 7/10

Ted Lasso - Staffel 1 (2020) Außergewöhnlich gelungene erste Staffel die eine perfekte Gratwanderung zwischen lustigen Szenen und ab und an einer Prise Ernsthaftigkeit bietet ohne dabei in irgendeine Richtung zu übertreiben. Natürlich liegt mir das Thema Fußball, auch wenn es hier eigentlich nur den Rahmen für alles andere schafft und man hat sogar, bis auf den vielleicht doch etwas übertriebenen letzten Spielzug, das Gefühl es hätten Leute an der Serie mitgewirkt sich etwas in dem Bereich auskennen und mit Ted Lasso ist ihnen ein wirklich toller Charakter gelungen. Leider schwer vorzustellen, dass dieses Niveau in den bereits angekündigten Fortsetzungen zu halten ist. 9/10

The Morning Show - Staffel 1 (2019) 5/10 Bestens besetzt und auch gut gespielt, aber absolut kein Vergleich zu The Newsroom, wenn auch vermutlich die Aussage eine andere sein soll. Aber da ist auch schon das Problem. Leider ist mir letztendlich nicht so richtig klar wofür die Serie stehen will. Soll man Mitleid haben? Soll es ein Spiegel sein? Dann wieder vielleicht doch nur Unterhaltung, dafür ist das Thema aber eigentlich zu ernst und die Charaktere durchweg zu unsympathisch. Vielleicht erschließt sich das auch nur wenn im amerikanischen System lebt. Auch hier waren mir die Folgen wieder 5-10 Minuten zu lang. Kann man gucken, muss man aber auch nicht gesehen haben. 5/10

Escape from Pretoria (2020) Spannender, flotter und gut gespielter “Wir-kommen-aus-dem-Gefängnis-frei” Film. Für eine höhere Wertung fehlten vielleicht 3-5 Minuten mehr Charaktertiefe. Trotzdem gute 7/10


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Jahresrückblick Film und Serien 2020

Januar 11, 2021 - Lesezeit: 4 Minuten

Wie üblich noch der kurze Rückblick auf meine Highlights aus 2020, wobei ich mich auf Elemente beschränke die für mich neu waren. Trotz Covid-19 war das Jahr im Unterhaltungsbereich durchaus in Ordnung und wäre ohne die Schließung der Kinos vielleicht sogar noch besser geworden. Es begann nämlich durchaus vielversprechend mit den Besuchen von Underwater (8/10), welchen ich auf Grund der Vorliebe für das Genre und der starken Inszenierung weiterhin positiv in Erinnerung habe. Bad Boys III folgte und war kein unbedingtes Highlight (7/10), aber immerhin besser und stimmiger als erwartet. Hier besteht natürlich die Möglichkeit, dass ich meine Erwartungen, selbst an Popcorn Kino, schon vorsichtshalber immer stark zurückschraube, was sich anhand eines belanglosen Terminator 6 (6/10) auch bestätigte. Dann kam bereits der Bruch und alles verlagerte sich komplett nach Hause. Dort überzeugten mich dann in der ersten Jahreshälfte vor allem Ozark (8/10) und der unsichtbare Gast (7/10). Positiv, auch wenn es nicht zum großen Highlight reichte, waren außerdem The Informer und man Staune, die Netflix Produktion Tyler Rake (beides 7/10). Es folgte ein weiterer starker Ableger der Manhunt Reihe und mit Staffel 4 das aktzeptable Ende der insgesamt tollen Cardinal Serie (beides 8/10). Mit Fire Saga (7/10) gab es dann gleich noch eine Netflix Produktion (WOW, schon 2 gute im Filmbereich) die durchaus mal albern, aber sehr unterhaltsam war und somit auch positiv in Erinnerung blieb, genau wie der zweite Teil von Monsieur Claude.

In der Mitte des Jahres war vor allem Peaky Blinders mit gleich 5 Staffeln und einem starken Gesamteindruck (8/10) sehr präsent. Weiterhin gab es mit The Gentleman auch noch einen unterhaltsamen Gangsterkomödienmix (7-8/10). Spaß über einen längeren Zeitraum gab es zudem mit allen Staffeln von Silicon Valley (8/10) um abschließend auch die letzte Staffel anzugehen sowie Parks & Recreation (8/10) und der Netflix Doku Drive To Survive. Die wiederrum zu deutlich mehr Verständnis an der Faszination Formel 1 geführt hat und mich ebenfalls dazu brachte das Renngeschehen während der Pandemie aktiv zu verfolgen.

Eine Zwischennotiz will ich noch für The Mandalorian opfern, an den ich überhaupt keine Erwartungen hatte, es aber dann aufgrund weniger Bombast sogar gut fand (7/10). Außerdem gelungen waren beide Staffeln von Condor, wo es aber leider nicht nach einer dritten Staffel aussieht.

Abgeschlossen mit 5 Staffeln Line of Duty (8/10) bleibt ein ziemlich starkes Serienjahr, welches aber auch immer wieder ein paar gute Momente im Filmbereich auf Lager hatte. Alles in allem würde ich 2020, in Bezug auf Filme und Serien, sogar als gutes Jahr bezeichnen.

2021 sollte zudem in der Lage sein daran anzuknüpfen, denn mit der letzten Staffel Homeland, Yellowstone (endlich in Deutschland gestartet), The Expanse, Drive To Survive, Brooklyn 99 und vielleicht auch mit Lupin stehen bereits einige hoffnungsvolle Titel auf der Watchlist. Dazu gesellen sich noch Tokyo Vice (Michael Mann), The Morning Show, Gangs of London und Ted Lasso. Pandemiebedingte Verzögerungen gibt es bei Jack Ryan und Peaky Blinders, aber durchaus möglich das diese Staffeln auch noch 2021 kommen. Gespannt darf man sein wie die Filmstudios ihre ganzen verschobenen Filme unterbringen werden und ob noch mehr den Weg von Warner gehen wollen und ihre Highlights (u.a. Matrix 4) auch direkt für den Heimbereich ankündigen. Grundsätzlich stehen mit James Bond, Top Gun, The Last Duel (Scott), Mission Impossible 7, Infinite (Fuqua/Wahlberg), Uncharted und Tod auf dem Nil einige Filme an von denen ich mir durchaus etwas verspreche.


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Film & Serienreport Dezember 2020

Januar 11, 2021 - Lesezeit: 3 Minuten

Deadwind – Staffel 1 (2018) Die Hauptdarstellerin nervt im Prinzip seit der ersten Minute und auch wenn es im Verlauf der Staffel besser wird, so richtig warm wird man mit ihr nicht. Das wäre akzeptabel, wenn ihre Ermittlungsarbeit irgendwie besonders wäre, aber auch die besteht eigentlich nur daraus überall penetrant nachzubohren und ständig alles ohne Logik alleine zu machen. Dagegen steht mit ihrem Partner ein interessanterer Charakter, eine ordentliche Inszenierung im winterlichen Helsinki und eine Story um moderne Energiegewinnung. In der Summe somit in Ordnung. 6/10

Red Heat (1988) Richtiger Old-School-Actioner bei dem mir Jim Belushi sogar besser gefiel als Arnie, der wiederrum statt einer Maschine, hier einen Russen spielt. Da der Film vor damals gängigen Klischees nur so trieft ist da kein großer Unterschied auszumachen. Dennoch alles in allem ein stimmiges Paket und auch heute noch ein Spaß für Genrefans. 7/10

Weihnachten zu Hause – Staffel 2 (2020) Kann das Niveau und vor allem die lockere Art der ersten Staffel leider nicht halten. Statt Witz gibt es vor allem deutlich mehr Drama um dies und jenes, was die Stimmung der ganzen Staffel leider etwas drückt und nicht mehr diesen schönen Mix wie noch in den ersten Folgen ergibt. Noch in Ordnung, aber fast auch etwas schade. 6/10

Dash & Lily – Staffel 1 (2020) Verpackt einige bekannte Elemente zu einer sympathischen Mischung, die man sich vor Weihnachten ruhig mal ansehen kann. Gute 6, knappe 7/10.

Noelle (2019) Erstaunlich schwache Trickeffekte für den damaligen Disney+ Launch Titel, aber ansonsten für Weihnachten durchaus brauchbar und eine ganz nette Unterhaltung. 6/10

Stirb Langsam 2 (1990) Noch ein Actionklassiker zu Weihnachten, der das Niveau von Teil 1 tatsächlich halten kann und somit auch immer wieder gerne gesehen wird. Die Bösewichte sind mir hier zwar insgesamt zu blass und erreichen für nicht ganz das Niveau von Teil 1 und 3, dafür ist das winterliche Flughaffensetting äußerst gelungen, die Actionszenen mit einem ständig fluchenden MaClane immer noch ein Hit und selten war Action auch so spannend wie in dieser Reihe. Außerdem werden bekannte Gesichter passend eingebunden nicht und zwanghaft irgendwie platziert. Dazu der bekannte Soundtrack. Immer wieder freut mich auch der cholerische Chef der Flughafenpolizei, ein sympathisches Must-Have für Werke dieser Zeit. Let it Snow! 9/10

Midnight Sky (2020) Verschreibt sich eher der ruhigen Erzählweise, was vermutlich auf das mitwirken von Clooney zurückzuführen ist. Letztendlich hätte, auch ohne in Krawall auszubrechen, etwas mehr Tempo aber doch gutgetan, genau wie ein paar mehr Hintergrundinfos zur Situation auf der Erde. Nebensätze, TV-Beiträge etc. hätten hier nach und nach ein stimmigeres Gesamtbild ergeben können. So nagt der Verdacht das nur die durchaus gelungene Grundidee aus der Romanvorlage übernommen wurde. In Ordnung, aber hätte mal wieder mehr sein können. 6/10

Line of Duty – Staffel 1-5 (2013-2019) Ging zwar noch bis Anfang Januar, macht aber trotzdem Sinn es in Gänze hier zu platzieren. Sehr spannende, gut gespielte und gut erzählte Serie die auch immer wieder Überraschungen enthält, ohne das diese zu gezwungen wirken. Hier und da gibt es ein paar Kleinigkeiten auszusetzen, wenn die Fäden mal nicht so aufgenommen werden wie man sich das als Zuschauer gerne wünschen würde und die „Undercover-Operationen“ scheinen mit fortlaufender Dauer der Serie und der theoretisch steigenden Bekanntheit der Ermittler etwas unglaubwürdig, stören oder groß ins Gewicht fallen diese Dinge aber nicht. Eine abgeschlossene Handlung pro Staffel, die aber auch immer wieder in das Gesamtbild einfließt und so bis jetzt auch einen großen Handlungsstrang verknüpft, machen Line of Duty zu einem stimmigen Gesamtpaket und rechtfertigen auch die sehr guten Bewertungen. 8/10


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Film & Serienreport November 2020

Dezember 6, 2020 - Lesezeit: 5 Minuten

Ip Man 4: The Finale (2019) Trotz gutem 60er Flair und dem ersten richtigen Auftritt von Bruce Lee zündet der Film im Vergleich zu den tollen Vorgängern nicht mehr so richtig. Das liegt weniger an den Kampfszenen, als an der etwas seltsam konstruierten Story rund um das US-Army Training. Adkins macht als Bösewicht, mit Hang zum Overacting, auch hier wieder eine gute Figur, sein jedoch völlig eindimensional ausgelegter Charakter ohne jeden Hintergrund fühlt sich einfach erzwungen an. Schade denn der Film bietet auch wieder einige Highlights, denen stehen aber leider zu viele Fehlgriffe gegenüber. 6/10

The Trial of the Chicago 7 (2020) Gelungen inszeniert und wie erwartet flott geschrieben. Dazu mit guten Schauspielern versehen. Letztendlich nicht so stark wie "Eine Frage der Ehre", aber trotzdem ein guter Gerichtsfilm. 7/10

Betty Anne Waters (2010) Noch ein "Anwalts/Gerichtsfilm", mit grundsätzlich beeindruckender Grundstory. Das Duo Swank/Rockwell liefert auch gewohnt gute Schauspielleistung ab, nur leider bringen die beiden von Haus aus bei mir keinen Sympathiebonus mit, wäre also mit anderen Schauspielern vermutlich besser bei mir angekommen. 6/10

Baby Driver (2017) Die typisch flotte Edgar Wright (Hot Fuzz, Shaun of the Dead) Inszenierung sagt mir auch hier zu zu und der Film steigert sich von einer netten Abendunterhaltung und wird zum Ende hin sogar unerwartet spannend. Das liegt auch an den gut aufgelegten bekannten Namen im Cast und einem soliden Auftritt der jüngeren Schauspieler. Leider ist das Finale ziemlich verkackt, es fällt zwar actionreich aus, passte aber überhaupt nicht in den Film. Warum gab es zum Schluss keine Fahrszene, ein Rennen gegen den Tod/für das Mädchen, eine Verfolgungsjagd, halt irgendwas wo der Typ Auto fährt ... Seltsam, daher nur 6/10

Le Mans 66 (2019) Ein Film der fast schon überragend bewertet ist und damit bei mir mal wieder Erwartungen geweckt hat die er nicht zu 100% erfüllen konnte. Klar Damon und Bale machen einen tollen Job und gelungen erzählt ist die Geschichte im Prinzip auch. Ausgerechnet das Rennen ins Le Mans, auf welches 90 Minuten zuvor alles hingearbeitet hat, kann dann in der Inszenierung nicht richtig mithalten und vor allem der 24 Stunden Charakter kam nicht so wirklich rüber. Der englische Titel "Ford vs. Ferrari" ist übrigens ausnahmsweise weniger passend als der deutsche, da Ferrari eigentlich nur eine Randnotiz ist die zwar den Gegner stellt, aber nie richtig beleuchtet wird. Achja und gab es einen Soundtrack der in Erinnerung geblieben ist? Leider mal wieder nicht und dabei braucht den ein solcher Film so dringend. Gut, aber nicht überragend. 7/10

Occupied - Staffel 1 (2015) Grundsätzlich gelungene Serie mit interessantem Thema. Etwas mehr Schwung oder Action hätte dem Ganzen aber gutgetan, sowie mehr Szenen in Kraftwerken, auf Bohrplattformen etc. Das ist vermutlich eine Frage des Budgets und/oder der Erlaubnis. Außerdem ist die außenpolitische Situation nicht so richtig beleuchtet und bleibt fragwürdig, kommt ja aber vielleicht noch. 6/10

Weihnachten zu Hause - Staffel 1 (2019) Muntere, kurze Serie, durchaus lustig, natürlich in optimaler Umgebung, aber nicht zu albern, nicht zu tussig (für das eigentliche Thema) und sympathisch besetzt. Gerne weiter so. 7/10

Unstoppable (2010) Auftakt zu einer Tony Scott Reihe. Wie gewohnt sehr dynamisch und hier perfekt passend rasant inszeniert, mit allen Scott typischen Elementen, darunter fällt natürlich auch Denzel Washington, Züge (hier logischerweise das Hauptthema) und der passende Soundtrack von Harry Gregson Williams. Auffällig sind wieder die echten und gut ausgestatteten Sets, sowie echte Züge (macht hier Sinn, ist aber heute alles andere als selbstverständlich). Liegt aber vielleicht auch daran das größere, reine Actionfilme mit 80-100 Millionen Budget im Prinzip nicht mehr existent sind. 8/10

Die Entführung der U-Bahn 123 (2009) Ein Actionthriller auf höchstem Niveau bei dem im Großen und Ganzen alles passt. Die Story, die coole Machart, natürlich der Soundtrack, ein hervorragender Travolta der wieder unter Beweis stellt wie wichtig ein starker Bösewicht für den eigentlichen Helden ist und dem dann ein ruhiger Washington als Gegenpart sehr gut steht. Auch in den Nebenrollen gut besetzt. 9/10

The Fan (1996) Auch hier gibt es schon in Teilen die typischen Scott Bilder zu sehen und ebenfalls geht der Soundtrack schon in die Richtung seiner kommenden Blockbuster. Die Sportszenen gefallen, der größte Pluspunkt ist jedoch ganz klar DeNiro, der eine ziemlich starke Performance als fanatischer Fan hinlegt. Da kann Snipes nicht ganz mithalten, auch weil man ihm nur die Opferrolle zugesteht. Ein generell unterbewerteter Film wie ich finde. Gute 7/10

Man On Fire (2004) Nach wie vor einer der besten drei Scott Filme und vielleicht auch Washingtons bester. Der ruhige Beginn schafft die emotionale Bindung, die später nötig ist um beim durchaus brutalen Rachefeldzug mitzufiebern. Vielleicht sind ein paar der vielen Schnitteffekte doch übertrieben, aber letztendlich passt das so. 10/10

The Last Boy Scout (1991) Willis spielt die einzige Rolle die er wirklich gut kann, einen leicht versoffenen Typen/Cop und haut die One-Liner nur so am Fließband raus. Das macht in Kombination mit Damon Wayans ziemlich Laune, der ihm in nichts nachsteht. Alles völlig politisch unkorrekt und ganz ehrlich, das ist gut so. Natürlich gibt es nette Actionszenen, die auch mal heftiger geraten und am Ende gibt es sogar eine bessere Story als man zuerst vermuten konnte. Dennoch fehlte mir hier immer schon der letzte Tick und ich kann nicht mal genau sagen welcher. 7/10


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Film & Serienreport September & Oktober 2020

November 29, 2020 - Lesezeit: 7 Minuten

The Gentleman (2019) Guy Ritchie ist nicht immer mein Fall, aber ähnlich wie bei U.N.C.L.E. geht es hier im gewohnten Stil munter und flott zur Sache. Die Erzählweise passt und erzeugt gegen Ende, auch wegen der für mich gelungenen Story sogar mehr Spannung als erwartet. Die vielen Stars funktionieren ebenfalls und so war ich durchaus positiv überrascht, da meine Ausgangslage mehr so Richtung: „Ja den nimmt mal mal so mit“, ging. Gute 7, knappe 8.

L.A. Story (1991) Teilweise ziemlich abgefahrener Humor (die Highway Schießerei z.B.), aber die flotten Dialoge und die irgendwie charmante Grundidee haben mir schon immer gefallen. 7/10

Crown Vic (2019 Thomas Jane gibt eine wirklich gute Figur ab und passend atmosphärisch in Szene gesetzt ist der Film auch. Leider gelingt es der Story nicht so richtig aus dem üblichen Einheitsbrei auszubrechen und spannender und/oder actionreicher hätte es auch noch sein können. Verschenkt so dann doch Potenzial. 6/10

Away Staffel 1(2020) Auf zum Mars, mal wieder. Das scheint momentan ein beliebtes Thema zu sein, aber soll mir Recht sein, Weltraum geht eigentlich immer. War dann aber zu viel menschliches Drama und zu wenig Raumschiff, NASA, Weltraum, Space. 5/10

Midway (2019) Groß angelegter Kriegsfilm, der natürlich mehr auf Krawall und Blockbuster als auf Drama aus ist. Dennoch werden die Amerikaner UND die Japaner beleuchtet, was mich sogar überrascht hat. Größtes Problem des Films ist jedoch Ed Skrein, der absolut keine Bindung zum Publikum schafft und einem eher ziemlich auf die Nerven geht. Das geleingt zum Glück aber Patrick Wilson als Nachrichtenoffizier und auch einigen Japanern. Dazu kommt eine etwas sprunghafte Erzählweise. An den großen Emmerich Bildern gibt es aber wie erwartet nichts zu meckern. Letztendlich etwas besser als gedacht. 6/10

The Valhalla Murders (2019) - Staffel 1 Ordentliche Thrillerserie mit guter Synchro und netten Schauplätzen dank Schnee. Die Inszenierung bleibt aber trotzdem eher auf TV-Niveau und es fehlt mal wieder ein Sympathieträger. Im direkten Island Vergleich war Trapped da doch eine Spur besser. 6/10

Parks and Recreation - Staffel 1-4 Sehr gelungene Comedyserie über das Behördenleben im Grünflächenamt. Der bunt gemischte Haufen gefällt und man merkt das die Macher auch für Brooklyn 99 verantwortlich sind. Weniger schön ist der Sprecherwechsel von Amy Poehler ab Staffel 4, auch wenn die neue Stimme sich dann im weiteren Verlauf steigert und glücklicherweise weniger "blöd" spricht, was nun wirklich nicht zum Charakter passte. 8/10

Die Erfindung der Wahrheit (2016) Gelungener, interessanter und auch spannender Einblick in die Lobbyarbeit. Dieser wird in den USA sicherlich deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt als hier, obwohl ich mir nicht vorstellen kann das sie hier weniger wichtig ist oder gar weniger praktiziert wird. 7/10

Der Aufstieg (2017) Gewohnt muntere, aber gar nicht so alberne, französische Komödie mit sympathischem Hauptdarsteller und schöner Story (auch wieder eine teilweise wahre), die sich genau dadurch von der Masse abhebt. Gelungen. 7/10

The Night Of (2016) - Staffel 1 Beginnt in den ersten Folgen ziemlich stark und spannend, auch wegen der ruhigen, atmosphärischen Inszenierung und John Turturro, welcher hier einen heruntergekommenen Anwalt in Bestform gibt. Leider gibt es aber nach etwas mehr als der Hälfte einen Bruch und die Qualität und letztendlich auch die Spannung sinken, vielleicht auch weil die Handlung mehr Fokus auf Drama, statt auf Crime und Gericht legt. Schade. Trotzdem noch 7/10

What Happened to Monday? (2017) Warum es letztendlich 3 Jahre gedauert hat bis Netflix den Film nach Deutschland gebracht hat? Unbekannt. Der Film punktet mit einigen coolen und ziemlich derben Actionszenen sowie einer interessanten Grundstory. Der fehlt es aber mal wieder im Detail. Was z.B. mit dem Vater passiert, der letztendlich den ganzen Stein ins Rollen brachte, bleibt z.B. unverständlicherweise ungeklärt. Rein technisch und schauspielerisch aber auch eine tolle Leistung Noomi Rapace 7x unterzubringen. 6/10

Begabt (2017) Mitreißendes, aber glücklicherweise nicht melancholisch geratenes Drama. Sympathisch gespielt und mit nettem Soundtrack. 7/10

Ghost - Nachricht von Sam (1990) Irgendwie wohl auch ein Klassiker. Hier und da zwar etwas overacted, was vielleicht auch noch an der Entstehungszeit liegen mag, aber das ist hier nicht besonders negativ und passt. Natürlich auch wegen den drei Hauptdarstellern ein guter Film. 7/10

Primal (2019) Eigentlich der perfekte Grundstoff für einen netten Actionthriller. Ein Schiff auf See, Tiere, Gangster und Cops. Krankt trotzdem an der lahmen Inszenierung die einfach die vorhandenen Mittel nicht richtig einsetzen kann und das obwohl sogar die animierten Tiere für das kleine Budget völlig in Ordnung sind. Cage ist bei guter Laune und seine Kollegen eigentlich auch. Schlimm auch das ganze Audio Setting, einen Soundtrack gibt es nicht, die wenigen, nicht besonders gut choreografierten Actionszenen haben keinen Druck und die Schusswaffen klingen fürchterlich. Cage sollte sich einfach talentierte Regisseure suchen, denn aus solchen Projekten könnte man durchaus auch mal einen kleinen Hit machen. Grad so 5/10.

Mollys Game (2017) Grundsätzlich bin ich eher weniger ein Fan von Geschichten die auf wahren Begebenheiten basieren. Und obwohl der Film ein hohes Niveau in Umsetzung und Schauspielern erreicht sowie die Geschichte trotz der hohen Laufzeit flott erzählt, bleibt am Ende irgendwie nicht viel hängen. Von Aaron Sorkin darf man da etwas mehr erwarten. Wenig Inhalt, gut verpackt trifft es wohl. 5/10

Green Room (2015) Zu Halloween gab es dieses Jahr u.a. diesen Film, auf Grund der guten Bewertungen. Ok er war günstig in der Produktion und hat ein paar bekannte Namen dabei. Das war es dann aber leider auch schon. Es gibt ein paar Gewaltszenen, aber letztendlich trotzdem kaum Action und so richtig kommt auch nie wirklich Spannung auf. Vor allem mit passender Kameraarbeit wäre da noch viel mehr drin gewesen. Warum der Film jetzt so gut bewertet ist bleibt mir ein Rätsel. Ähnlich wie übrigens auch bei Don´t Breathe vor ein paar Jahren. 4/10

Die Farbe aus dem Fall (2019) Die ruhigen, sich langsam steigernden ersten zwei Drittel des Films schaffen eine wirklich gelungene Atmosphäre, auch wegen des tollen Sets, den breiten Bildern und den guten Effekten. Hier macht jemand endlich mal wieder aus kleinem Geld einen hochwertigen Look. Dazu passt auch, dass Cage nicht nur den Irren gibt, sondern auch mal wieder ein paar wirklich gute ruhige Momente hat, die man ihm generell viel zu selten zugesteht und von Schauspielern begleitet wird die nicht nur Statisten sind. Leider hat mir der zu abgedrehte letzte Teil des Films dann gar nicht zugesagt. Statt zwangsweise noch die Horror/Ekelkeule rauszuholen wäre hier der eher mysteriöse Ansatz für meinen Geschmack deutlich angebrachter gewesen. Schade. 6/10

Trick 'r Treat (2007) Halloween auf 100%. Bringt fast alles auf den Tisch was man von Halloween so erwartet und verknüpft mehrere Episoden zu einem Ganzen. Tolle Ausstattung, durchaus gruselig, aber auch hier fehlte mir wieder das letzte Etwas um richtig mitzufiebern. 6/10


Linux Server Monitoring mit Netdata

September 7, 2020 - Lesezeit: 8 Minuten

Über die Jahre habe ich die meisten meiner Linux Server per Hand und bei Bedarf überwacht. Viele der nützlichen Tools wie (h)top, netstat, vnstat oder auch das gerne von mir genutzte nmon sind nur wenige MB groß und oftmals direkt im Grundsystem der Distributionen oder zumindest immer in den offiziellen Paketquellen enthalten. Dazu werden viele Systeminformationen direkt vom Kernel im /proc Verzeichnis bereitgestellt und können dort abgerufen werden. Gleiches gilt für die Log Dateien in /var/log und die oftmals guten Dienstmeldungen per systemctl status oder auch im journalctl. Monitoring mit Boardmitteln hilft auch sich auf den eigenen Systemen besser auszukennen und mit kurzen Shell Scripten lassen sich auch Alarme, z.B. per Mail realisieren.

Im schlimmsten Fall ist ein "fancy" Monitoring Tool Teil des Problems, muss auch wieder regelmäßig Updates erhalten und frißt zudem nicht selten zusätzliche Ressourcen von 3-5%. Nicht die Welt, aber immerhin. Wer noch mit "richtiger" Hardware (und sei es nur ein Raspi) arbeitet kann über jedes Prozent weniger Last zufrieden sein, weil Skalierung ja oft nicht mal so eben geht und wer in der Cloud arbeitet weiß das jede zusätzliche Last oder nötige Skalierung bare Münze kosten kann.

Nun kann bei einer wachsenden Zahl von Servern aber auch jeder Admin irgendwann die Übersicht verlieren, nicht jeder Server lässt sich ständig oder bei Bedarf per Hand kontrollieren, vielleicht müssen auch Kollegen ohne Zugriffsrechte auf das CLI mal wichtige Infos abrufen können und effektiver in Bezug auf das eigene Zeitmanagement wäre es auch. Nun gibt es auf dem Markt seit Jahren etablierte, aber oftmals auch etwas angestaubte oder aufgeblähte Tools wie Nagios und Zabbix, viele kommerzielle Produkte und die momentan extrem beliebte Kombination aus Prometheus und Grafana. Letztendlich für mich aber alles ungeeigenet und viel zu aufwändig. Ok die Charts in Grafana sehen hübsch aus, aber der Konfigurationsaufwand und die Einarbeitung in Prometheus kosten mich unnötige Zeit. Vorgefertigte Dashboards von der Community helfen, erfordern aber bei Änderungen und Herstellerupdates in Prometheus auch wieder Änderungen in Grafana. Ein Traum ...

Netdata

Die einfache und vor allem gute Open Source Lösung ist für mich das auf python basierende netdata. Für mich mit folgenden Vorteilen:

  • ressourcenschonend, benötigt nie mehr als 1% CPU
  • einfache Installation und Konfiguration
  • Weboberfläche mit Dashboard, aber nur read-only, was vor allem Sicherheitstechnisch deutlich entspannter ist (Cockpit z.B. ermöglicht auch Systemkommandos per Webschnittstelle)
  • Die Daten von mehreren netdata Installationen/Servern lassen sich auf einem Server sammeln
  • Notifications über Alarme per Mail, Discord, Slack, Rocket.Chat, Teams usw.

https://github.com/netdata/netdata

Installation

Eine etwas ältere Version ist z.B. auch in den Paketquellen von Ubuntu enthalten. Empfehlen würde ich aber per curl den offiziellen Kickstarter herunterzuladen und zu verwenden. Dieser ist sehr gelungen und lässt einen die bei der Installation durchgeführten Schritte sehr schön mitverfolgen. Bash Shell wird benötigt, falls nicht eh im Einsatz.

cd /tmp
curl https://my-netdata.io/kickstart.sh -o kickstart.sh
chmod +x kickstart.sh
 ./kickstart.sh --stable-channel --disable-telemetry

Die Optionen für den Kickstart kann man auch weglassen, dann erhält man automatisch die nightly Builds und es werden anonyme Statistiken erhoben die den Entwicklern helfen Ihr Tool zu verbessern. Kann aber auch nachträglich noch angepasst werden.

Probleme

In aktuellen Ubuntu und Debian-Server Versionen (20.04 LTS und Debian 11) hatte ich Probleme mit der Installation über den Kickstarter. Die Installation lief zwar erfolgreich durch, allerdings wollte das Webinterface sich einfach nicht öffnen lassen. Nach viel probieren und suchen bin ich endlich dahinter gekommen das sich der Kickstarter wohl geändert hat und nun "nur" noch eine Apt Quelle hinzufügt und das Paket so installiert. Irgendwas muss dabei aber nicht richtig funktionieren. Wie auch immer, wenn man den Kickstarter mit dem Flag build-only ausführt, wird die Installation nicht mehr über apt ausgeführt sondern manuell und es funktioniert wieder. Also entweder direkt:

./kickstart.sh --build-only --stable-channel --disable-telemetry

oder falls die Installation schon erfolgt ist, aber nicht funktioniert:

./kickstart.sh --build-only --reinstall

Bildbeschreibung

Nach ein paar Minuten ist der Installer dann auch durch und im Prinzip ist man direkt startklar. Zum Abschluss gibt es noch die nötigsten Infos.

Bildbeschreibung

start | stop | status per systemctl

Die Weboberfläche erreicht man über

http://serverip:19999

Wenn das Netzwerk des Servers von außen erreichbar ist kann man das Dashboard zusätzlich absichern, dazu gibt es alle Infos hier:

https://learn.netdata.cloud/docs/agent/running-behind-nginx

Denkbar wäre auch eine Firewall Regel. Wer mit ufw arbeitet könnten z.B. folgende Regel ergänzen:

(sudo) ufw allow from EineIP to any port 19999

Konfiguration der Mail Benachrichtigung

Dafür muss der Server natürlich in der Lage sein Mails zu versenden, z.B. per Sendmail, Postfix etc. Funktioniert das bereits oder wird die interne Mailbox des root Users eh weitergeleitet, dann braucht man eigentlich gar nichts einstellen. Ansonsten die entsprechende Konfiguration aufrufen unter:

cd /etc/netdata/
sudo ./edit-config health_alarm_notify.conf

Dort nach dem Wert:

DEFAULT_RECIPIENT_EMAIL

schauen und eine Mailadresse einsetzen. Ich habe zusätzlich noch

EMAIL_CHARSET="UTF-8"

einkommentiert. Das war es dann auch schon. Man kann den Alarm auch testen:

sudo su -s /bin/bash netdata
/usr/libexec/netdata/plugins.d/alarm-notify.sh test

Mehr Infos und Optionen zu Notifications sind in der offiziellen Doku beschrieben:

https://learn.netdata.cloud/docs/agent/health/notifications

Ich habe z.B. noch für das von meinem Team verwendete Rocket.Chat einen WebHook angelegt und bekomme so mögliche Alerts per Mail und Chat. Dafür zuerst einen Webhook anlegen, wie das geht steht hier:

https://docs.rocket.chat/guides/administrator-guides/integrations

Dann die Netdata Config wie oben beschrieben aufrufen und diese Einstellungen anpassen:

SEND_ROCKETCHAT="YES"

ROCKETCHAT_WEBHOOK_URL="Webhook URL"

DEFAULT_RECIPIENT_ROCKETCHAT="@Username oder auch ein #Channel"

Mehrere Netdata Instanzen (Nodes) verwalten

Coming soon