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Assassin´s Creed: Syndicate

August 18, 2025 - Lesezeit: 3 Minuten

Assassin´s Creed Unity hatte mich zu seiner Zeit ziemlich abholt. Das Setting in Paris, zu Zeiten der französischen Revolution, ist extrem gelungen umgesetzt und bis heute hat das Spiel eine der besten und atmosphärischten Geschichten der Reihe. Wegen des schlechten Zustands bei der Veröffentlichung ist das Spiel aber auch bis heute wohl oftmals unter dem Radar und als Referenz in der AC-Reihe wohl bei vielen nicht präsent. Ich selber habe es nie unter Version 1.5 gespielt und kann/will somit nicht auf alten Fehlern herumreiten. Scheinbar sind desolate Release-Versionen für geduldige sowieso eher eine gute Sache, denn auch bei Cyberpunk 2077 ist am Ende ein grandioser Titel herausgekommen. Als Syndicate dann Ende 2015 erschien, denn "damals" gab es noch jedes Jahr einen Ableger der Reihe, hatte ich jedoch schlicht und einfach keine Lust auf London. Irgendwann wanderte der Titel dann über Games with Gold in meine Bibliothek und aus einer Laune heraus oder vielleicht auch aus der gewonnen Erfahrung heraus, dass ich mit AC:Shadows besser noch warte, habe ich es mir nun fast 10 Jahre nach Release installiert und durchgespielt. Syndicate hat mich dabei durchaus überrascht und was mir dabei gut, aber ab und zu auch nicht so gut gefallen hat, führt die nachfolgende Liste auf:

Plus:

  • Wirklich schöne, flüssige und scharfe Grafik auf der Series X/S (durch ein 4k/60 FPS Update aus 2024!), vor allem die Gebäude/Straßentexturen und Lichteffekte (z.B. in der Dämmerung) sehen schick aus
  • leicht herbstliches Setting und das gut zur Zeit passende Farbspektrum
  • klassisches Assassin´s Creed Feeling mit Stadtklettereien und vielen Attentaten
  • zwei interessante und unterschiedliche Hauptcharaktere
  • fahrender Zug als Basis
  • spaßiges und gut funktionierendes Kampfsystem
  • Gang-Upgrades
  • "dreckiger" Schiffsverkehr auf der Themse
  • gute Kartengröße
  • gutes Finale

Neutral:

  • Der Soundtrack ist stimmig, aber nicht so stark wie bei anderen Ablegern
  • Kutschen, die sich wie Autos fahren
  • Bezirkseroberungen auf Dauer immer gleich
  • Ganganführer zu besiegen könnte schwerer sein
  • gut erzählte, aber nicht vollends packende Story
  • Greifhaken gelungen für kurze Strecken, eher durchwachsen für längere Passagen

Contra:

  • schleppender Beginn bevor es nach London geht
  • manche Ressourcen zu knapp
  • Schleichpassagen in den Hauptmissionen oft nicht ohne Konflikt lösbar
  • gegen Ende des Spiels wiederholen sich viele Gameplay-Muster

Schöne Grafik

Syndicate ist ein gelungener Reihenteil, der sich durch das 4K-Update und das gute Gameplay auch heute noch hervorragend spielen lässt. Vor allem wenn man Lust auf ein eher klassisches Assassin´s Creed hat. Mit Jacob und Evie Frye gibt es außerdem zwei gelungene Protagonisten, die man abwechselnd spielt. 7,5/10


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Film & Serienreport Juni & Juli 2025

August 18, 2025 - Lesezeit: 6 Minuten

Fountain of Youth (2025) Man könnte sagen Guy Ritchie hat sich aus diversen Abenteuerfilmen seinen eigenen Film zusammengeklaut. Das kann man natürlich kritisieren, genau wie eher geringe Chemie zwischen Krasinski und Portman. Mir hat der Film dennoch gefallen, gut ich mag das Genre auch einfach sehr. Viele Setpieces sind abgesehen davon einfach gut inszeniert, wie diverse Verfolgungsjagden oder die starke Szene auf dem Schiffswrack. 7/10

Slow Horses - Staffel 4 Bekannstes Niveau und im Prinzip auch bekannte Abläufe, der immer recht kurzweiligen 6 Folgen. Es gibt aber auch in dieser Staffel wieder ein paar gelungene neue Elemente bzw. Personen wie den MI5-Chef oder die neue Head-Dog. Die Thematik um Cartwrights Großvater empfand ich allerdings als weniger spannend und den Hauptplot auch sonst recht verworren erzählt, obwohl durchaus interessant. 7/10

Furiosa: A Mad Max Saga (2024) Grandios inszeniert und in allen belangen in Szene komponiert, so dass man einfach gerne zusieht. Das funktioniert aber auch nur, wenn man sich drauf einlässt und die von Miller geschaffene Welt und das darin ablaufende Stunt-Spektakel akzeptiert. Einzig beim etwas seltsamen Finale, und das heißt bei diesem Film schon etwas, zwischen Furiosa und Dementus hakt es plötzlich. Dafür gelingt jedoch der letzte Übergang zu Fury Road. Anya Taylor-Joy überzeugt auch hier erneut (wird aber auch von der starken Jungschauspielerin Alyla Browne supportet) und hat jetzt schon ein beachtliches Portfolio an verschiedensten Rollen in der Vita. 7/10

High Crimes (2002) Solider Thriller in allen Belangen, von denen Ashley Judd eine Zeit lang diverse gedreht hat. 6/10

Timeline (2003) Bekannt besetzt, souverän in Szene gesetzt und durchaus gut ausgestattet kann der Film ordentlich unterhalten und ist nie langweilig. Es fehlt aber auch an Tiefe und nicht immer fühlt sich der Film so richtig rund an. Gute 6/10

Red Corner (1997) Richard Geres Charakter wird erst im Laufe des Films sympathischer und damit wird auch der Film besser zugänglich. Bai Ling liefert außerdem an seiner Seite eine ziemlich seriöse und gelungene Darstellung ab, wie sie es dann in späteren Filmen eher weniger tat oder durfte. 6/10

Reacher - Staffel 3 Nach gelungenem Anfang gibt es in der Mitte zu viel belanglosen und auch vorhersehbaren Leerlauf, aber dann auch wieder ein ganz ordentliches Ende. Eigentlich ziemlich identisch mit den Büchern. Reacher mag ansonsten einen guten Moralkompass haben, so richtig sympathisch ist er dennoch selten. 6/10

Mission Impossible - Dead Reckoning (2023) Die zweite Sichtung hat den ersten Eindruck bestätigt (siehe November 2023). Heißt also neben den ganzen tollen Schauwerten ist die KI zwar ein starker Gegner, aber man zieht nicht wirklich alle Register um die Situation auch für Hunt mal so richtig bedrohlich und ausweglos zu machen. Das hat in MI:3 eigentlich am besten geklappt. Mal schauen wie es in Teil 2 gelingt. 7/10

Mythic Quest - Staffel 4 Nach drei wirklich guten Staffeln, baut diese nun leider etwas ab. Vor allem Rachel und Dana nerven ziemlich und auch das Ian und Poppy "Ding" wirkt nicht wirklich rund. In einzelnen Momenten immer noch gut, aber im Gesamtbild der Staffel nicht so stark wie zuvor. 6/10

Deep Cover (2025) Unterhaltsam und flott schaubar mit witzigen Charakteren, die auch eine gute Chemie untereinander haben, dennoch fehlte mir am Ende irgendwas für eine richtig gute Komödie. Gute 6/10

Heads of State (2025) Nach Deep Cover hat sich Prime hier direkt die nächste solide Veröffentlichung gesichert. Profitiert von bestens aufgelegten Hauptdarstellern, denen man natürlich die Rollen optimal auf den Leib geschrieben hat. Dazu ziemlich knackige Action, die richtig Spaß macht. Wenn es jetzt noch einen guten Schurken gegeben hätte ... aber auch so gute Unterhaltung. 7/10

Empire Records (1995) Ein ziemlich wilder Film, der aber absolut in die damalige Zeit passt, irgendwie total sinnlos und bekloppt ist, aber der auch wieder den Nagel auf den Kopf trifft und damit eine tolle Hommage an die fast ausgestorbenen Plattenläden ist. Dafür ein kleiner extra Bonus. 7/10

Running Scared (2006) Optisch heute nicht mehr ganz so stylisch wie ich das zur Veröffentlchung empfand, aber einige Kamerafahrten und Einstellungen sind immer noch schick. Ansonsten herrscht schon ein rauer Ton und Paul Walker overacted teilweise etwas, dennoch mag ich den Film irgendwie. 7/10

Stick - Staffel 1 Profitiert von Owen Wilson und leichten Ted Lasso Vibes, sprich Comedy und Drama mit diesen coolen Momenten zu mischen, die einen einfach erfreuen. Kein glattes Hole-in-One, aber sehr gelungen. 8/10

Explosiv - Blown Away (1994) Eigentlich typisches 90er Actionthriller-Kino und das ist meistens eine gute Sache. Jeff Bridges gefällt mir hier aber gar nicht und spielt einen etwas seltsam überdrehten Anti-Helden. Ob er das jetzt so ausgelegt hat oder das Drehbuch es so wollte, weiß ich nicht, aber es hat dem Film für mich eher geschadet. 6/10

F1 (2025) In atmosphärischen Hochglanz-Blockbuster-Bildern inszeniert und mit dem passenden Soundtrack hinterlegt. Die Formel 1 ist dafür natürlich auch ein extrem dankbarer Schauplatz. Ein fiktives Team in den aktuellen Renn-Zirkus zu integrieren war eine gelungen umgesetzte Idee, etwas schade jedoch, dass es gar keine Qualifying-Szenen gab und dieser doch wichtige Teil der Rennen somit auch in der Dramaturgie keine Rolle spielt. Die Story ist flott geschrieben, bleibt aber zweckdienlich und funktioniert auch dank der passenden Schauspieler ohne große Überraschungen. Bestes Popcorn-Kino auf hohem Niveau, nicht mehr, nicht weniger. Gute 7/10

Which Brings Me to You (2023) Nette Indie-Romanze, der für meinen Geschmack noch etwas mehr Witz gut getan hätte. Kann man sich aber ruhig mal ansehen. 6/10

Untamed - Staffel 1 Punktet vor allem mit dem Schauplatz sowie den Charakteren bzw. deren Schauspielern und hat zwischendurch sogar ein paar nette Spannungs- und Actionmomente. Das übliche Vergangenheitsdrama hätte ich aber nicht gebraucht und der Fall ist letztendlich eher Durchschnitt und einige Wendungen doch vorhersehbar. 7/10


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Film & Serienreport Mai 2025

Juli 1, 2025 - Lesezeit: 4 Minuten

Mindhunter - Staffel 1&2 Eine starke Serie, ruhig und spannend inszeniert mit vielen wirklich gelungenen Charakteren auf allen Seiten, die dann einfach endet und viel, zu viele offene Fragen an allen Ecken und Enden unbeantwortet lässt. Ich weiß nicht ob Staffel 3 geplant war und dann durch die Pandemie ausfallen musste, aber so im Prinzip leider komplett verschenkt. Ärgerlich 6/10

The Accountant 2 (2025) War für mich eigentlich ein Kandidat, der nicht zwingend unter "schwächere Fortsetzung" hätte fallen müssen, tut es dann aber doch. Das liegt vor allem daran, dass Jon Bernthal gefühlt mehr Anteil am Film hat, als der Buchhalter und dem ganzen einen anderen Drive gibt. So wird aus einem spannenden Actionthriller mit gelegentlicher Situationskomik fast schon eine Actionkomödie mit gelegentlichen ernsten Momenten, die dem Film aber einfach mehr liegen, wie z.B. der Angriff auf die Bundesagentin. 7/10

Bastille Day (2016) Gelungener kleiner Actionthriller mit ordentlicher Story, guter Inszenierung und einem gut eingefangen Schauplatz Paris. Gute 7/10

Asterix & Obelix: Der Kampf der Häuptlinge (2025) Warum man jetzt eine Mini-Serie mit 5 Folgen und keinen Film draus gemacht hat? Muss wohl aktuell so. Abgesehen davon wunderschön und passend gemacht, wie auch bereits die beiden Animations-Vorgänger. Dazu ein guter Mix aus modernen Elementen und klassischem Asterix, trifft für mich den richtigen Ton. Dennoch würde ich mir als nächstes endlich wieder ein Abenteuer, statt der "Dorf-Geschichten" wünschen, die ich auch in den Comics sehr viel lieber mochte. Tour de France ist so lange überfällig oder auch die goldene Sichel. 7/10

The Sun Is Also a Star (2019) Ganz nette Indie-Romanze, stimmungsvoll in New York eingefangen. Hakt aber hier und da mit der Geschichte und der Chemie zwischen den beiden Hauptfiguren. 6/10

Mr. No Pain (2025) Gelungene Idee und Umsetzung, vor allem in den ersten 2/3 des Films mit dem ruhigen Anfang und sich dann steigernder Action. Leider fällt das Finale dann sowohl von der Story, als auch von der Action in den Durschnitt. Trotzdem eine sympathische Sache. Gute 6/10

A Working Man (2025) Letztendlich ziemlich blöder Statham Klopper, der mich selbst als Actionfan einfach gar nicht abgeholt hat mit seiner 08/15 Steven Seagal C-Movie Story. Da sind ihm früher Homefront, Parker und The Mechanic allesamt besser gelungen. Grad so 5/10

Get Smart (2008) Das der Film so schön bescheuert war, hatte ich kaum noch in Erinnerung. Das ist teilweise ziemlich witzig, teilweise ziemlich doof. Typisch Mel Brooks. 6/10

The Old Way (2023) So richtig funktioniert Nicolas Cage für mich nicht in einem Western, dennoch ist das hier ein solider Ableger, der alles hat was man dem Genre so zuschreibt. Im Prinzip ein Western aus dem Baukasten. Das ist aber gar nicht unsympathisch und funktioniert auch dank guter Schauspieler ordentlich. 6/10

The Residence - Staffel 1 Nette Idee, die vor allem ziemlich schön inszeniert wird. Hätte aber gut zwei Folgen kürzer sein können, denn alles wird ewig laaaange durchgekaut und am Ende nochmal und nochmal durchlaufen. Das ermüdet irgendwann. 6/10

Bosch: Legacy - Staffel 3 Bosch macht das, was er seit gut 10 Jahren macht und das ist erstmal eine gute Sache und wird gerne gesehen. Allerdings passiert in seinem vorerst letzten Auftritt auch überhaupt nichts Neues und schon gar nichts Abschließendes. Die Storybrücke zur ersten Bosch Staffel wirkt in den letzten zwei Folgen zudem ziemlich eingeschoben und hätte mehr Raum und Ermittlung einnehmen können. Genau wie Ballard, die man wegen des Ablegers dann auch noch kurz unterbringen musste. Somit ein Ende ohne Ende, aber immerhin auch ein Ende ohne Schrecken, soviel kann man wohl sagen. Knappe 7/10


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Film & Serienreport April 2025

Juli 1, 2025 - Lesezeit: 3 Minuten

Morgen kommt ein neuer Himmel (2025) Hat ein paar nette Momente, ist aber ansonsten absolut eher ein totaler "Tussifilm" mit einem verwöhntem unsympathischem Hauptcharakter, da gibt es deutlich bessere, schönere oder auch lustigere Filme in diesem Genre. 5/10

Die Åre-Morde - Staffel 1 Gut schaubar und in Machart und Story irgendwo zwischen Krimi und Thriller positioniert. Fällt mit 5, teilweise auch kurzen Folgen, aber extrem knapp aus und die Vermutung liegt nahe, dass es wohl mit 5 weiteren Folgen irgendwann anhand der Bücher weitergeht. 6/10

Das Damengambit (2025) Interessante und in teilen auch spannende Geschichte, manchmal etwas speziell aber sehr gut gespielt und ein für mich frisches Thema. Definitiv sehenswert, aber ich hätte mir noch etwas mehr "feine" Momente gewünscht wie in Green Book. Gute 7/10

G20 (2025) Bringt eigentlich alles mit was es für einen klassischen Actionfilm braucht, Szenario, Hauptdarsteller, ein paar gute Ideen, aber am Ende schafft der Film es leider nicht richtig zu zünden und aus allem eine stimmige Sache zu machen. Bleibt so kaum in Erinnerung. Knappe 6/10

The Amateur (2025) Versprüht auf seine eigene Art einen gewissen Bourne Vibe, ist aber ruhiger und die Hauptfigur keine Kampfmaschine. Das passt, ist spannend und zieht den Zuschauer gut mit. Leider gibt es hier und da aber ein paar Story/Logiklücken, was bei der sonst so gut ausgearbeiteten Story erst in der Reflektion auffällt. Kann man darüber hinwegsehen 8/10 sonst eher 7/10.

Der Mann in der eisernen Maske (1998) Etwas wilder Mantel und Degen Film, bekannt besetzt. Für Genrefans in Ordnung, aber mehr auch nicht. 6/10

Bullet Train Explosion (2025) Ganz gelungene Version von Speed auf Schienen, technisch gut inszeniert und typisch asiatisch gespielt, also hier und da auch etwas drüber. Wie fast üblich auch etwas lang, aber alles in allem unterhaltsam. 6/10

Departure - Staffel 1 & 2 Interessante Serie die sich irgendwo zwischen TV und Streaming Niveau bewegt, ganz gut gespielt ist, aber etwas Old-School inszeniert ist. Die Flugzeug Thematik sprach mich mehr an, aber beim Zugunglück gefiel die Story besser. Solide. 6/10

Verhandlungssache (1998) Gut inszeniert, funktioniert der Film aber vor allem wegen seiner zwei Hauptdarsteller. Gegen Ende etwas zu lang, da man das Finale dann nochmals an eine andere Örtlichkeit verlegt. Hätte es gar nicht gebraucht, dennoch ist dieser typische 90er Thriller immer noch besser als vieles was heute so erscheint. 7/10

Blood Diamond (2006) Die realistische Version einer Schatzjagd mit ziemlich ernstem Hintergrund. Ist klasse und ziemlich authentisch inszeniert, wie gespielt und schafft die Gradwanderung zwischen Unterhaltung und Drama. 8/10


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Film & Serienreport Februar & März 2025

Mai 9, 2025 - Lesezeit: 7 Minuten

Boston (2016) Auch bei der zweiten Sichtung bleibt der positive Eindruck eines ziemlich spannend inszenierten Dramas, welches mit hoher Intensität und überraschend wenig US-Pathos gefilmt ist. Starke 7, knappe 8.

Bad Monkey - Staffel 1 Trifft den skurrilen Ton und auch die Handlung des Buches gut und hat in Vince Vaughn eine ideale Besetzung. Das Setting in und um Florida wird ebenfalls gerne gesehen. 7/10

Shrinking - Staffel 2 Die Charaktere passen weiterhin und das man diese nun bereits kennt, gibt der Serie einen hohen Sympathie-Bonus. Die Handlung schwankt aber für meinen Geschmack zu stark zwischen guten Szenen und irgendwie seltsamen. Gut anzusehen, aber trotzdem am Ende nur ok. 6/10

Unknown Identity (2011) Clevere, spannende Geschichte mit einem guten Finale und mit von mir gern gesehenen Schauspielern. Die anderen Filme der Zusammenarbeit zwischen Collet-Sera und Neesen gefallen mir aber noch etwas besser. Knappe 8/10

Moneyball (2011) Immer wieder gerne gesehener "Business-Sport" Film mit einer ruhigen aber durchaus spanneden Erzählweise. 8/10

Nichts als die Wahrheit (2008) Guter Auftakt und gutes Ende, aber in der Mitte will Film nicht so richtig funktionieren, ist zu aufgesetzt und wenig spannend. 5/10

Im Tal von Elah (2007) Zündet für mich nicht so richtig, weil die Geschichte zwar gut, aber gleichzeitig auch recht depressiv und mehr Drama als Ermittlung ist. Charlize Theron überzeugt aber ziemlich als Detective und hätte sich damit eigentlich für mehr solcher Rollen empfohlen. 6/10

No Hard Feelings (2023) Ganz witzige Komödie mit einer gut aufgelegten Jennifer Lawrence. Am Ende trotzdem nicht so richtig rund, weil die männliche Hauptrolle schauspielerisch zu schwach und wenig sympathisch ist. 6/10

Tokyo Vice - Staffel 2 Hat leider relativ lange gedauert bis ich zu Staffel 2 gekommen bin und würde man Staffel 1 und 2 in einem Guss schauen, wäre das sicherlich von Vorteil. So bleibt diese Serie vermutlich vor allem für "Gaijins", wegen des authentisch und durchaus spannenden Einblickes ein Geheimtipp, der einen guten Abschluss bringt. Auch durchweg stark besetzt. 8/10 für das Werk aus beiden Staffeln.

The Gorge (2025) Wirklich gelungener Mix aus ein wenig Mystery, Action und Romantik. Lebt von der stimmigen Inszenierung und der starken Chemie der beiden Hauptdarsteller in einem recht frischen Setting. Anya Taylor-Joy sticht noch etwas mehr heraus und das zum Ende hin ein paar kleine Ungereimtheiten auftauchen, kann die starke Unterhaltung zum Glück verschmerzen. Wird sicherlich bei Zeiten wieder angesehen. 8/10

Juror #2 (2024) In typischer Clint Eastwood Art souverän und spannend inszeniert, mit einem sehr interessantem Konflikt, der sich auch gut auf den Zuschauer überträgt und aus dem niemand so richtig in den Sonnenuntergang reitet. Das macht aus dem Film kein Drama, aber halt auch keine reine Unterhaltung. Knappe 8/10

The Order (2024) Authentisch und intensiv umgesetzt, zudem gut gespielt, aber trotzdem so ein Titel der mich nicht völlig gepackt hat. 6/10

72 Stunden (2010) Das US-Remake ist spannend und recht gelungen, im typischen Stil der Zeit inszeniert, aber für mich schwächer als das Original. Auch weil Crowe seinen Charakter so grummelig und rau auslegt, was er zwar gut macht, aber so keine emotionale Bindung zum Zuschauer aufbaut. 6/10

Kate (2021) Nach Tokyo Vice nochmal Lust auf ein weiteres Tokyo Setting gehabt und für mich ist das hier einer der coolsten und unterbewertetsten Actionfilme der letzten Jahre. Die Story ist zweckdienlich, aber passt. Highlight ist die extrem stimmungsvolle "Japan"-Inszenierung mit vielen coolen Sets, Actionpieces und Kameraeinstellungen. Wüsste keinen Film der das zuletzt so überzeugend hinbekommen hat. Mary Elizabeth Winstead macht zudem eine ziemlich gute Figur in der Rolle und sollte sich in dem Bereich ruhig nochmal aufstellen. Schade das es den nicht auf Blu-Ray geben wird. 8/10

Der Killer (2023) Der Film plätschert trancemäßig unter Fassbenders Stimme vor sich hin, ist von Fincher gewohnt gekonnt inszeniert, obwohl ich es schade finde, dass er seit Jahren nicht mehr auf die Kamerafahrten setzt, die mal ein Trademark seiner Filme waren. Hat ansonsten für mich von der Story aber absolut nicht funktioniert. 4/10

Auftrag Rache (2010) Auch schon mehrfach gesehen und aktuell für mich Gibsons letzter richtig guter Film mit spannender Geschichte. Campbells Regie gefällt sowieso, ist immer eine sichere Bank und von daher passt hier viel zusammen. 8/10

Horizon - Teil 1 Großartige Bilder, großartiger Soundtrack, durfte man so erwarten und wird auch voll erfüllt. Gehört daher auch absolut ins Kino, da die Geschichte aber so episodenhaft und aus vielen Perspektiven erzählt ist, fühlt es sich extrem nach einer Serie an, von der man nur die ersten zwei Folgen gesehen hat und grade warm wird. Freue mich auf den nächsten Teil. 7/10 Das Frank Glaubrecht Costner nicht spricht, ist nicht so schwerwiegend wie befürchtet, da Costner kaum spricht, nachvollziehbar ist es für mich dennoch nicht. Lieber 2 von 4 Teilen mit Glaubrecht, als keinen, aber so ist es halt ...

The Woman in the Window (2021) Gefällt mir vom Setting und der Inszenierung, hat hier und da mal ein paar unrunde Momente, ist aber am Ende eine solide Sache die gut unterhält. 7/10

Zero Day - Staffel 1 Robert De Niro gibt hier einen Ex-Präsidenten. Das passt extrem gut und ist hochwertig produziert, aber Abseits der guten Charaktere leider nur durchschnittlich geschrieben. Vor allem die Ermittlung hätte mehr Tief und Authenzität gebraucht. 6/10

Der unsichtbare Gast (2016) Einer der cleversten Thriller der letzten Jahre. Auch bei der zweiten Ansicht sehr gelungen. 8/10

National Security (2003) Etwas wilder als in meiner Erinnerung, macht aber trotzdem Spaß, sofern man Martin Lawrence mag, der hier aber schon manchmal etwas drüber ist. Ansonsten nur handgemachte Action, was immer gut ist. 7/10

A Perfect Getaway Spannendes, bekannt besetztes Katz und Mausspiel mit einigen Twists vor starker Südsee-Kulisse. Starke 7/10 oder knappe 8/10

Die Mitchells gegen die Maschinen (2021) Extrem cool gemacht, mit frischem, witzigen und wirklich gelungenem Style. Für mich hätte die Story aber tatsächlich irgendwie kleiner ausfallen können, hätte das ganz große "Blockbuster-Randale-Ding" am Ende gar nicht gebraucht. 7/10

Here (2024) Tolle Idee und Umsetzung, aus technischer Sicht. Schade aber das man dem Film nicht mehr klassische Hollywood-Harmonie gegönnt hat, denn vor allem die Hauptgeschichte ist am Ende doch stark negativ belastet. 6/10

Out of Time (2003) Gelungener, kleinerer Thriller mit bekannter Besetzung, der vor allem im zweiten Abschnitt recht spannend und clever gerät. Gute 7/10

Yellowstone - Staffel 5 - Teil 2 Geht mit dem Abgang von Costner brauchbar um, aber letztendlich fehlt er dann doch. Das man sich nach über 45 Folgen nicht auf weitere 6 einigen konnte ist schon bescheuert und mehr als schade. So bietet die 5. Staffel ein Ende mit dem man leben kann, was in Teilen zu erwarten war, aber auch kein totales Highlight ist. Serien so richtig vernünftig zu beenden bleibt weiterhin eine spezielle Kunst, die nicht oft gelingt und so ist auch die gesamte 5. Staffel Yellowstone die durchschnittlichste. 6-7/10


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Film & Serienreport Januar 2025

März 29, 2025 - Lesezeit: 4 Minuten

Paris Has Fallen - Staffel 1 Sehr gelungene, klassische Actionserie, die auch so ein wenig 24-Vibes versprüht. Hat einen starken Auftakt und setzt danach immer wieder gelungene Actionakzente und weil diese vor allem in den Nahkampfszenen wirklich cool sind, hätte ich mir noch ein paar mehr davon im Finale gewünscht. Profitiert natürlich vom Paris Setting und auch von einem starken Antagonisten. Das Polizisten Duo funktioniert ganz gut, hat aber noch Luft nach oben. Würde mich über eine zweite Staffel freuen, glaube aber nicht so ganz dran. 8/10

The Woman King (2022) Wird oftmals wegen Violas Davies Leistung gelobt, wobei die weiteren Hauptrollen mindestens genauso stark aufspielen. Ansonsten gibt es einen gelungen erzählten und bodenständig inszenierten, sehr runden Film, den ich mehr als Abenteuer, denn als Historienfilm sehe. Knappe 8/10

American Assassin (2017) Hat auch bei der zweiten Sichtung die gleichen Stärken und Schwächen. Gut, aber hätte vor allem in der Erzählweise besser sein können. Bleibt bei 7/10

Helden aus der zweiten Reihe (2000) Vermutlich eher ein persönlicher Klassiker aus dem Sportgenre, den ich schon immer mochte und der nach wie vor Spaß macht und sympathisch besetzt ist. 8/10

Wir kaufen einen Zoo (2011) Schon 14 Jahre alt … ein schöner Film mit guter Atmosphäre, die mal fröhlich, aber auch mal traurig ist und am Ende genau richtig. Toller Soundtrack. 8/10

Der erste Ritter (1995) Ein verrückter Film, den ich teilweise völlig anders aus Kindheitstagen in Erinnerung hatte. Vor allem gefällt nicht das Lancelot/Richard Gere, der totale Vollidiot und absolut überhaupt nicht heldenhaft ist. Hier und da auch schwach inszeniert, dann wieder gelungen. Dazu ein fieser Bösewicht und ein starker Sean Connery. Am Ende “leider” nur noch eine 5/10.

To The Moon (2024) Das Duo Johansson/Tatum harmoniert besser als gedacht und die Geschichte ist sogar eine. Für das Setting gibt es immer Pluspunkte und hätte der Film nicht hier und da eine gewisse Länge, wäre er noch besser. 7/10

Pantheon - Staffel 1 Lange keinen Anime mehr gesehen und der hier ist deutlich westlicher (ist es dann noch einer, ka?) und Erwachsener, was wohl überhaupt erstmal meine Aufmerksamkeit geweckt hatte. Bietet eine gute, zeitgemäße Geschichte, die vielleicht hier und da aber etwas Straffung gebraucht hätte. 7/10

Sound of Freedom (2023) Heikles Thema, welches hier mit einer durchaus spannenden Erzählung behandelt wird. Um den Film gibt es wohl einige Kontroversen, von denen ich aber erst im Nachgang erfahren habe und auf die ich auch nicht weiter eingehen will, aber daher spare ich mir die Wertung. Ich würde meinen, dass man sich aber selber ein Bild machen ohne sich später zu ärgern den Film gesehen zu haben.

Fractured (2019) Meistens hat es seinen Grund, wenn ich Filme schon beim Release wahrnehme, aber dann doch nicht zeitnah schaue. So auch hier, teilweise spannend, teilweise langatmig und am Ende dann irgendwie ok, aber mehr nicht. 6/10

The Instigators (2024) Welches Streaming Abo lief wohl im Januar? Hier haben wir einen gelungenen Mix aus Action und etwas Witz, der auch dank der Hauptdarsteller und Nebenrollen gut funktioniert. Doug Liman inszeniert alles in einem eher authentischen Look und als Highlight bleibt die Autoverfolgung in der Mitte des Films in Erinnerung. Fünf Minuten mehr für einen Hauch mehr Charakterzeichnung an beiden Enden des Films hätten aber gut getan. 7/10

Die Ringe der Macht - Staffel 2 Das war leider ein großer Schritt zurück. Vor allem optisch und in der Ausstattung macht die Serie zwar weiterhin richtig was her, leider ist die Erzählweise aber extrem schleppend und alle Folgen gut 10-15 Minuten zu lang. Auch das viele Personen und Handlungen aus der ersten Staffel erst spät wieder vorkommen und andere Erzählungen dann in einer Folge angeschnitten, aber erst zwei Stunden später oder auch teilweise gar nicht fortgeführt werden macht alles unnötig komplex und wenig spannend. Knappe 6/10