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Film & Serienreport September 2019

Oktober 21, 2019 - Lesezeit: 2 Minuten

Catch Me! (2018) Typischer Film aus der Kategorie, ansehen, ok finden, vergessen. Alles halt irgendwie Durchschnitt und eher mäßig witzig. 5/10

Poseidon (2006) Kurzweiliger Katastrophen Blockbuster der mit den richtigen Erwartungen bestens unterhält. Der Story fehlt es im Gegensatz zum Schiff an Tiefgang (haha ;) ), dennoch sind die Hauptfiguren recht sympathisch, sofern sie denn lange genug leben. Ansonsten gibt es coole Sets, viel Wasser und ein hohes Tempo was durchaus für Spannung sorgt. Reines Popcorn Kino welches hier genau meinen Nerv trifft. 8/10

24 – Staffel 2 (2002) Trotz der aktuellen Serienflut kommt vor allem im Action Bereich so gut wie gar nichts, also musste etwas Altes her. Klar irgendwie ist das 24 Folgen Format schon Old-School, hier aber natürlich unerlässlich und einiger Längen und uninteressanter Nebenhandlungen (vor allem alles rund um Kim nervt irgendwann nur noch) zum Trotz, unterhält Jack Bauer prächtig. Außerdem ist vieles herrlich unpolitisch unkorrekt und Kiefer Sutherland ist wohl einer der sympathischsten, ständig miesgelauntesten, Helden die Hollywood je hervorgebracht hat. Dazu trägt sicherlich auch die hervorragende Synchronarbeit von Tobias Meister einen großen Teil bei. 8/10

Predator – Upgrade (2018) Eigentlich ein ordentlicher Actionfilm, der auch von der Härte und dem Casting passt. Vor allem Boyd Holbrook, Olivia Munn und Thomas Jane überzeugen, wohingegen man Yvonne Strahovski komplett verschenkt. Durch Shane Black auf dem Regiestuhl gibt es natürlich eine Menge Comedy im Film und die meisten Gags zünden durchaus, ABER es stellt sich dann schon irgendwie die Frage ob der Humor nicht in dem Maße fehl am Platz ist. Letztendlich fehlt auch ein richtiges Actionhighlight, eine Szene an die man sich erinnert und für einen Predator Film war mir das einfach zu wenig. Die letzte Szene war dann schwer peinlich und wird lieber schnell vergessen. Unbedingt unerwartet ist es jedoch auch nicht, wenn man auf dem Regiestuhl einen Spezialisten für Actioncomedy platziert (der auch damals diese völlig bescheuerte Wendung in Iron Man 3 verbrochen hat). Ich hoffe das gleiche Schicksaal ereilt nicht auch den neuen Terminator von Tim Miller, dem ich auch sehr skeptisch gegenüberstehe. Knappe 6/10.

Nicht auflegen! (2004) Kurzweilig und spannend, hat mich aber irgendwie nicht mehr ganz so mitgerissen wie früher. Gute 6/10

Mr. Brooks (2007) Gut besetzter und gespielter Thriller mit intressanten Charakteren. Könnte noch etwas besser sein, wenn sich die Inszenierung dem Niveau angepasst hätte und nicht nur Durchschnitt bieten würde. 7/10


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Film & Serienreport August 2019

September 6, 2019 - Lesezeit: 4 Minuten

Counterpart (2017) – Staffel 1 Interessantes Grundszenario und sehr guter Hauptdarsteller, durchaus spannend, aber auf Grund der eher ruhigen, lethargischen Erzählweise auch mit ein paar Längen. Etwas mehr Tempo würde mir besser gefallen. 6/10

Ready Player One (2018) Spielberg schafft auch hier wieder einen guten Spagat zwischen flotter Erzählweise, Schauwerten und Action und liefert somit einen guten Blockbuster ab, der bestens unterhält und dank der Rätsel im Prinzip ein schöner Abenteuer Film ist. An 1-2 Stellen hakelt es aber noch, so kommt z.B. die „reale“ Welt und deren Situation doch etwas kurz und dem Zuschauer werden nur ein paar Brocken hingeworfen. Das funktioniert im Prinzip auch so, hätte aber mit etwas Feinschliff einen besseren Unterbau für die Flucht in die virtuelle Welt geboten. Daher „nur“ starke 7/10. Kandidat für einen Directors Cut?

Zu Scharf, um wahr zu sein (2010) Spaßige, smypathische Komödie mit durchweg gut gelaunten Darstellern, die auch beim erneuten anschauen unterhält. Die meisten Gags kommen gut, ohne es zu übertreiben und auch die Geschichte ist ganz witzig aufgebaut. 7/10

Varsity Blues (1999) Im Prinzip die übliche High-School Football Geschichte, macht mir als Fan solcher Geschichten aber nichts, denn Schauspieler und das flotte Tempo unterhalten gut und so haben wir einen mehr als soliden Genrevertreter. 7/10

Deep State – Staffel 1 & 2 Ganz ordentliche Serie mit leichter Anlehnung an Homeland. Lobbyisten ziehen die Fäden im Hintergrund der US Auslandseinsätze, bekommen dann aber Gegenwehr, denn nicht alle lassen sich so einfach aus dem Weg räumen. Der Rachepart in Staffel 1 um Mark Strong funktioniert da aber deutlich besser als der idealistische Ansatz in Staffel 2. Durch die Bank gut gespielt, auch wenn man Walton Goggins in Staffel 2 mit einer eher langweiligen Rolle total verschenkt, die man ihm irgendwie auch nicht so Recht abnimmt. Etwas mehr Action wäre auch schön gewesen, denn die vorhandene ist durchaus in Ordnung. 6/10

Fast & Furious 6 Nach den wirklich guten Teilen 4&5 deuten sich hier schon einige Abnutzungen an und die neue Richtung der Serie wird deutlich. Die Action lässt es aber noch richtig gut krachen, was zusammen mit dem gut gelaunten Cast noch so grad über die ein oder andere Schwäche hinwegtäuscht und als Blockbuster gut Laune macht. Knappe 8/10

Fast & Furious 7 Viele ironische Szenen, die am ganz schmalen Grat zwischen total cool und total bescheuert wandern, dazu eine alberne Story über eine digitale Superwaffe über die man eigentlich auch nicht viel mehr erfährt, als dass es eine digitale Superwaffe ist. Pläne werden irgendwo in 2 Minuten zusammen getackert und dann kann man schon mit ein paar flotten Sprüchen die Welt retten. Dazwischen labert Vin Diesel ständig von Familie und Corona. Trotzdem gibt es auch hier wieder einige richtig fette Actionszenen, die aber auch immer häufiger wenig Sinn ergeben oder doch etwas drüber sind (wie z.B. in Abu Dhabi). Knappe 7/10 wenn man das Hirn auslässt.

Nordwand (2008) Grundsätzliches gelungenes Bergsteiger Drama. In der zweiten Hälfte gibt es dann auch wirklich gute Kletteraufnahmen. Warum man sich aber ausgerechnet für diesen Aufstieg entschieden hat wurde mir nach Ende des Films nicht so ganz klar. 6/10

Back in The Game (2012) Schöner, angenehm bodenständiger Film um einen alternden, grimmigen (Clint Eastwood halt) Baseball Scout, der auf alberne und kitschige Szene verzichtet und daher eine nette Unterhaltung für Zwischendurch ist. 7/10

Angel Has Fallen (2019) Wie erhofft wurde mit Ric Roman Waugh (Felon, Shot Caller) der richtige Mann auf dem Regiestuhl platziert und so sind Atmosphäre und Inszenierung auf gestiegenem Niveau. Viele Actionszenen funktionieren bestens (Drohnenangriff, LKW, Wald) und die Explosionen haben mächtig Wums. Leider verheizt man aber eine gute Frau Pinkett-Smith ziemlich und auch der Gegenspieler bleibt wieder ziemlich blass (Pinkett-Smith wäre hier vielleicht besser aufgehoben gewesen). Butler tut stereotypisch so als würde er zu alt für den Scheiß, was ihn aber dann natürlich niemals wirklich hindert. Auch das Finale passt zwar von der Action, aber nicht so ganz vom 08/15 Setting. Eine Story gibt es, mehr nicht ;) Alles in allem bleibt eine solide Actionummer auf Niveau der Vorgänger. 7/10


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Film & Serienreport Juli 2019

August 19, 2019 - Lesezeit: 4 Minuten

Olympus Has Fallen (2013) Klassischer Actioner mit Stirb Langsam Touch indem Gerard Butler mit lockeren One-Linern und rauen Actioneinlagen einen hervorragenden Helden abgibt. Macht immer wieder Laune. Fuqua zudem eine mehr als verlässliche Nummer auf dem Regiestuhl im etwas höher Budgetierten Action Bereich (Shooter, Equalizer). 8/10

White House Down (2013) Eignet sich immer wieder gut im Double Feature zum obigen Titel. Geht mehr in die Blockbuster Richtung, etwas mehr Humor, etwas mehr Hochglanz, aber auch mit vielen handwerklichen guten, klassischen Actioneinlagen. Interessanterweise schwächeln tatsächlich die Effekte etwas, dafür sind die Darsteller durchweg bestens besetzt und neben dem Duo Tatum/Foxx überzeugt James Woods als Bösewicht. Hätte großes Potenzial für einen Unrated Cut im Heimbereich gehabt. Gab es aber nie, schade. Auch 8/10

London Has Fallen (2016) Prinzipiell gelungene Fortsetzung die dem Stil dem Vorgänger treu bleibt, aber etwas größer in der Aufmachung wirkt. Dafür funktioniert dann die Story nicht immer so rund wie zuvor und neben Butler und Eckhart gibt es sonst nur wenig mitreißende Charaktere. Die Action punktet aber auch hier an vielen Stellen, wobei mir vor allem die Plansequenz kurz vor Ende des Films hervorragend gefällt. Ordentliche 7/10

Suits – Staffel 7 Nach einer gefühlten Ewigkeit hat es dann mal die 7. Staffel nach Netflix geschafft (so teilweise zumindest …). Am Erfolgskonzept und Ablauf der Folgen hat sich wenig geändert. Zuerst ein Problem, dann Chaos, dann die Lösung in letzter Sekunde, davor und danach viele, viele Drinks. Das stört aber kaum, weil es halt auch immer noch funktioniert (gut die lange deutsche Pause kann da geholfen haben). Völlig verloren gegangen ist mittlerweile das ursprüngliche Talent von Mike, etwas schade, aber vermutlich hat sich das ja mit dem Ende der 7. Staffel eh erledigt. Heimlicher Held der Serie wird immer mehr Louis, der zwar auch immer wieder dieselben Fehler macht, aber einfach unfassbar gut unterhält. 7/10.

Apollo 11 (2019) Sehr starke Dokumentation die mit beeindruckenden Bildern und Original Ton die Reise von Apollo 11 in einem Guss darstellt und damit schon fast wie ein Science-Fiction Film wirkt. 8/10.

Plötzlich Papa (2016) Omar Sy ist fast immer einen Film wert und er überzeugt auch hier wieder. Leider kann sich der Film nicht so richtig zwischen Komödie und Drama entscheiden und schafft es nicht beides zu einem stimmigen Ganzen zu vermischen. Vor allem wegen des Dramas, welches einen dann mit dem Hammer erwischt wäre das mehr als sinnvoll gewesen hier einen guten Spagat hinzubekommen. Knappe 6/10.

Alita: Battle Angel (2019) Gelungener Blockbuster der mit einer emotionalen Seite und natürlich mit tollen Effekten punkten kann. Ob diese allerdings unbedingt nötig waren ist eine andere Frage. Das haben Filme wie Chappie, Elysium oder auch Edge Of Tomorrow auch ohne die Animation einer ganzen Figur hinbekommen, die ja sowieso von Rosa Salazar gecaptured und gespielt wurde. Leider fehlt auch ein weiterer guter Charakter/Schauspieler, denn Christoph Waltz erfüllt den Part hier für mich eher weniger. Story und Einspielergebnis schreien eigentlich nach Teil 2, aber bis jetzt war davon noch nichts zu hören. 7/10

Anaconda (1997) Teilweise ziemlich trashiger Creature Film der mit Dschungelatmosphäre und einigen bekannten Namen aufwartet. Das alleine reicht jedoch nicht, weil Regie und Drehbuch einige Chancen liegen lassen und für mich alles nie so richtig ins Rollen kommt. Knappe 6/10

Anaconda – Die Jagd nach der Blutorchidee (2004) Erstaunlicherweise ist der kleine B-Movie Nachfolger hier gelungener. Mit weniger Budget gibt es sogar bessere Effekte, deutlich bessere Kameraarbeit, mehr Tempo und einfach mehr Unterhaltung. Dazu gefallen mir sogar die Darsteller in ihren stereotypischen Rollen besser. 7/10.

Asterix und das Geheimnis des Zaubertranks (2018) Wenn schon ein Asterix Film im Animationsgewand, dann sollte er genauso aussehen. Aber das galt auch schon für den wirklich gelungenen Vorgänger, dem man glücklicherweise treu bleibt, wie auch den Sprechern (DANKE!). Kritik gibt es jedoch für die eher durchschnittliche Geschichte, die zwar den Asterix Humor an vielen Stellen trifft, aber der man einfach anmerkt das sie nicht auf einem der Comics aus der Feder von Goscinny basiert. Das ist schade und wäre bei den tollen Vorlagen doch gar nicht nötig gewesen. Die goldene Sichel wäre hier z.B. eine vergleichsweise tolle Alternative mit ähnlichem Thema gewesen. Toll für einen Film wäre sicherlich auch „Tour de France (Gaule)“. 7/10.

Pitch Black (2000) Vin Diesels/Riddicks Durchbruch. Ordentlicher Sci-Film der mit relativ geringem Budget geschickt das Maximum herausholt. Der etwas träge Mittelteil mit für meinen Geschmack zu starken Farbfiltern überzeugt jedoch eher weniger. Dafür sind viele Effekte heute noch gelungen und das Finale in der Dunkelheit überzeugt auch. 6/10


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Film & Serienreport Juni 2019

Juli 17, 2019 - Lesezeit: 5 Minuten

Independence Day (1996) Das dürfte so ziemlich der erste Blockbuster gewesen sein den ich gesehen habe. Vielleicht ist es sogar „der“ Film der dieses Wort erst so richtig üblich gemacht hat. Möglich das der Film daher immer auch einen gewissen Bonus erhält. So oder so gibt es hier bestes Popcornkino und weil viele Effekte damals noch mit Modellen gemacht wurden und nicht nur am Rechner sehen sie auch noch erstaunlich ordentlich aus. 9/10

Independence Day: Wiederkehr (2016) Meine Güte was hat der Film eingesteckt, aber das ist jetzt schon meine dritte Sichtung und wenn man den ersten Teil direkt davor sieht muss man anerkennen das es eigentlich eine ziemlich ordentliche Fortsetzung ist. Unheimlich viele Elemente des ersten Teils werden aufgenommen, eingearbeitet, am Rande erwähnt usw. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch das einige Schwächen mitgenommen wurden, aber eigentlich kann sich Emmerich nicht viel vorwerfen. Die Optik ist natürlich noch ein Level höher, auch wenn hier und da mal ein paar Schwächen erkennbar sind und die „Story“ passt eigentlich auch. Es bleibt reine Unterhaltung und großes Popcorn Kino. Vielleicht fehlte neben dem coolen Jeff Goldblum noch ein weiterer Schauspieler auf dem gleichen Niveau in einer Hauptrolle. 7/10

New Girl Staffel 7 (2018) Die kurze 7. Staffel schließt die Serie ordentlich ab. Die ersten Folgen plätschern so vor sich her, während dann erst in den letzten 2-3 Folgen wieder das ursprüngliche Niveau erreicht wird. Es ist den Machern hoch anzurechnen das man hier einen Schlussstrich zieht, bevor wie bei vielen anderen Serien einfach nur noch aufgewärmt wird um dann irgendwann total bescheuert zu enden. So bleibt alles in allem eine sehr unterhaltsame und vor allem sympathische Comedyserie, die in vielen Punkten meinen Humor traf. Schaut man bestimmt in einigen Jahren erneut. 8/10 für die gesamte Serie.

Mitten ins Herz (2007) Wegen des Musik Themas und der gut aufgelegten Schauspieler eine nette Komödie für zwischendurch. Natürlich sehr seicht, aber ab und zu geht das schon in Ordnung. 7/10

John Wick 3 (2019) Reiht sich nahtlos in die Reihe ein. D.h. es gibt einen Haufen cooler Momente (vor allem die ersten 30 Minuten sind stark), aber Teile der Story sind wirklich selbst für einen Actionfilm ziemlich dämlich. Hier fragt man sich auch spätestens ab Reeves Wüstenspaziergang ob man nicht doch vielleicht drüber hätte lesen sollen. Ansonsten gibt es teilweise sogar Schwächen in den Kämpfen, weil die Gegner nicht selten ziemlich offensichtlich 2-3 Sekunden warten bis das Schicksaal sie ereilt. Trotzdem für Actionfans ein Spaß. Knappe 7/10.

Blind Side (2009) Rundum gelungen, was auch an dem toughen Auftritt von Sandra Bullock liegt. Natürlich auch sehr amerikanisch, aber hier in einem guten Sinn. 9/10

The Highwaymen (2019) Gut besetzt, gut gespielt, interessante Story, aber insgesamt fehlte der Pepp in der langen Laufzeit. Doch auch mehr Drama als (Action)thriller. Netflix verkauft Filme gerne mal in den Trailern etwas anders. Das ganze vielleicht etwas gestrafft und um 15-20 Minuten gekürzt … 6/10

Girls Night Out (2017) Eine der Saufkomödien im Fahrwasser von Hangover oder Brautalarm. Kann man schon mal gucken, aber am Ende hat man den Film schon wieder vergessen, auch weil vieles eher seltsam als lustig ist. Da war sicherlich mehr drin und hat in vergleichbaren Sphären mit z.B. „Game Night“ deutlich besser funktioniert. 5/10

Das Phantom Kommando (1985) Trieft nur so vor Klischees und Übertreibungen. Wenn Arnie Baumstämme trägt, einfach mal eine Telefonzelle ausreißt und dabei trockene Sprüche am Fließband loslässt macht das aber auch unglaublich Laune. Ein verdienter Klassiker des Actionkinos. 7/10

Prestige (2006) Übertreibt es vielleicht etwas mit den Storytwists, was aber natürlich auch wieder bestens zum Thema des Films passt. Auf jeden Fall kann man sich nie sicher sein wer gerade wen hereinlegt und die großen Namen geben sich auch keine Blöße. 7/10

Zone Blanche – Staffel 2 (2018) Von Prime zu Netflix als Publisher gewandert. Die zweite Staffel knüpft in vielerlei Hinsicht an die Qualität der ersten Staffel (siehe Report von April 2018) an, aber halt mal wieder nicht komplett. Während in Staffel 1 vieles geschickt inszeniert war und mysteriös schien, aber letztendlich nicht war, muss sich der Zuschauer in der zweiten Staffel schon auf mehr ungelöste oder unerklärbare Phänomene einstellen. Dazu werden auch die Horrorelemente etwas angezogen. Trotzdem ziemlich spannend und mit guten Charakteren gespickt. Jetzt bitte mit Staffel 3 einen gescheiten Abschluss finden. Knapp hinter der ersten Staffel. Gute 7/10

Dans la Brume (2018) Erneut beweisen die Franzosen sich auch abseits der Komödien als verlässliche Vertreter außerhalb von Hollywood. Auftakt und Grundszenario funktionieren dabei sehr gut und machen deutlich wie man auch mit kleinen Mitteln groß inszenieren kann, was vor allem auch der Atmosphäre des Films zugutekommt. Leider schleichen sich dann im Laufe des Films doch immer mehr Logiklöcher und Ungereimtheiten in die Handlungen ein und auch das Ende war nicht so meins. Abgesehen davon die vielleicht beste Performance von Olga Kurylenko. 6/10


MSSQL Export unter Ubuntu Linux

Juni 19, 2019 - Lesezeit: 5 Minuten

1. Installation der MSSQL Tools

Man benötigt dazu die MSSQL-Tools, welche nicht Teil der offiziellen Ubuntu Repositories sind, aber von Microsoft bereitgestellt werden. Folglich muss APT eine neue Quelle hinzugefügt werden.

curl https://packages.microsoft.com/keys/microsoft.asc | sudo apt-key add -
curl https://packages.microsoft.com/config/ubuntu/16.04/prod.list | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/msprod.list

Dieses Beispiel ist für einen Ubuntu Server 16, wer z.B. die 18.04 Version benutzt kann dies in der URL anpassen und 16.04 durch 18.04 ersetzten. MS supportert hier die aktuellen LTS Versionen.

Danach mit dem üblichen apt-get update die Quellen aktualisieren und die Tools sowie nötige ODBC Biblotheken installieren.

sudo apt-get update 
sudo apt-get install mssql-tools unixodbc-dev

Die nötigen Programme finden sich danach unter

/opt/mssql-tools/bin

Dieser Pfad ist üblicherweise nicht in den Umgebungsvariablen der Shell enthalten, man muss die Tools also direkt ansprechen. Wer es bequemer mag fügt einfach den Pfad zu seinen Shell Umgebungsvariablen hinzu. Dazu kann man die .profile im Homeverzeichnis verwenden oder auch die .bashrc, sofern man die Bash Shell benutzt.

echo 'export PATH="$PATH:/opt/mssql-tools/bin"' >> ~/.bashrc
source ~/.bashrc

Der erste Befehl ergänzt die zwei Programme unter /opt/mssql-tools/bin in der PATH Varibale ohne die bereits bestehenden Einträge zu überschreiben. Der source Befehl führt die aktualisierte Umgebung direkt aus.

Checken ob alles geklappt hat kann man einfach indem man sql in die Shell tippt, gefolgt von der Tab Taste, es sollte dann direkt sqlcmd vervollständigt werden, bzw. zur Auswahl stehen. Nachfolgende kann man eine einfache Abfrage an den MSSQL Server schicken, z.B.

sqlcmd -S localhost -d <datenbankname> -U sa -P <passwort> -Q "SELECT user_id FROM users"

Localhost wird vermutlich in den meisten Fällen durch die IP Adresse des MSSQL Servers ersetzt. Nachdem -d Argument lässt sich der Name der Datenbank angeben, natürlich ohne die Tag Klammern. Nachdem -Q Argument kommt einfach das gewünschte SQL Query in Anführungszeichen.

Ein Nachteil lässt sich direkt erkennen. Im Gegensatz zu z.B. MySQL/Maria DB muss nachdem Argument -P das Passwort im Klartext folgen und kann nicht einfach vor der Ausführung der Abfrage eingegeben werden. Aus Sicherheitsgründen sollte man daher am besten die entsprechenden sqlcmd Befehle aus der Bash History wieder entfernen und/oder die History für die Dauer der sqlcmd Befehle deaktiveren. Eine weitere Alternative wäre einen Benutzer auf dem MSSQL Server einzurichten der nur entsprechende Leserechte auf die benötigten Tabellen hat.

Die Bash History findet sich unter ~/.bash_history und lässt sich mit einem Editor (vi /nano) bearbeiten. Deaktivieren kann man die History mit set +o history und wieder aktivieren mit set -o history. Vollständig leeren kann man die History übrigens auch mit history -c. Aber Achtung, bevor man die komplette History löscht, sollte man sich sicher sein das man darin keine Befehle hat, die man vielleicht noch wiederverwenden will und nicht auswendig kennt.

2. Export mit bcp

Neben sqlcmd wurde bcp (Bulk Copy Program) mit den MSSQL Tools installiert und damit lässt sich nun ein Export eines Datenbank Queries durchführen.

Folgender Befehl würde alle Inhalte der Tabelle Users aus der Datenbank Test_DB in die Datei user_export.txt exportieren.

bcp Users out user_export.txt -S localhost -U sa -P <passwort> -d Test_DB -c -t ','

Interessanter ist in meinen Augen aber nicht der Export einer ganzen Tabelle, sondern eines Querys. Dies geht wie folgt:

bcp "SELECT user_id, username FROM users" queryout users.txt -S localhost-U sa -P <-passwort> -d TEST_DB -c -t ','

Es werden zwei Felder aus der Tabelle users in die Datei users.txt exportiert und die Werte mit Komma getrennt.

Quellen:

https://docs.microsoft.com/de-de/sql/linux/sql-server-linux-setup-tools?view=sql-server-2017 https://docs.microsoft.com/de-de/sql/linux/sql-server-linux-migrate-bcp?view=sql-server-2017 https://docs.microsoft.com/de-de/sql/tools/bcp-utility?view=sql-server-2017


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Film & Serienreport April & Mai 2019

Juni 4, 2019 - Lesezeit: 7 Minuten

Demnächst dann hoffentlich wieder im Monatsrhythmus ;)

Meine erfundene Frau(2011) Klar, der Film hat schon seine albernen Momente, aber ingesamt handelt es sich hier um eine der besten Komödien der letzten Jahre. Viele Gags zünden, die Chemie zwischen den Darstellern ist super, die Locations sind nett und auch die Geschichte geht in Ordnung. Beendete gleichzeitig auch das Sandler "hoch", der danach doch wieder größtenteils mäßig lustige und vor allem dämliche Komödien macht(e). 8/10

Der Knochenjäger (1999) Sicherlich von „Das Fenster zum Hof“ inspiriert gibt es hier klassische Thrillerkost, die vor allem in der ersten Hälfte überzeugt. Danach geht etwas die Luft raus und so bleibt ein immer noch gelungener Genrevertreter, aber trotz der guten Schauspieler reicht es irgendwie nicht zum ganz großen Wurf. 7/10

Zodiac (2007) Von Fincher natürlich gewohnt gut in Szene gesetzt, auch wenn durchaus weniger dramatisch als man das vielleicht erwarten durfte. Die guten Schauspieler kommen dann aber auch nicht dagegen an, dass der Film eine halbe Stunde zu lang ist und dadurch etliche Längen aufweist, sowie das historisch bedingte, aber dennoch unbefriedigende Ende. Das hat Netflix Unabomber Serie besser hinbekommen. Knappe 6/10

Eddie The Eagle (2015) Kurz und knapp: Gelungener Underdog Sportfilm im Stile von Cool Runnings (war ja sogar die gleiche Olympiade). 7/10

Mile 22 (2018) Die Action hat richtig Wums und eine ganze Reihe cooler Szenen, dazu hält Regisseur Berg das Tempo bei kurzer Filmlaufzeit generell sehr hoch, was dem Film deutlich zugutekommt, denn Abseits davon krankt es ziemlich. Dünne Story (auch wenn ich das Ende dann durchaus überraschend und gar nicht mal schlecht fand) mit einigen Logiklöchern und das vielleicht größte Problem: Die eher nüchtern ausgelegte Truppe um Mark Wahlberg sowie Wahlberg selbst und das verfolgte Ziel sind einem bei der Hetzjagd ziemlich egal. Dazu kommt ein eher nerviger Auftritt von Malkovich. Hätte man hier dem Film 5 Minuten mehr gegeben um etwas Charakterbindung aufzubauen, es hätte dem Gesamtbild mehr als gutgetan. So bleibt ein Actionbrett ohne Seele. 6/10

Destination Wedding (2018) Kammerspiel zwischen Reeves und Ryder die durchaus in der Lage sind den Film alleine zu tragen und mit einigen skurrilen und sehr komischen Momenten punkten. Dazwischen ist die depressiv angehauchte Stimmung des Films aber eher nicht mein Ding gewesen. Kann man gucken, muss man aber nicht. 5/10

Abgeschnitten (2018) Atmosphärisch hervorragend von Christian Alvart in Szene gesetzt, für einen deutschen Film zudem gut gespielt und zwei Stunden lang auch ziemlich spannend. Leider trafen dann ausgerechnet die letzten Minuten meinen Geschmack überhaupt nicht und wirkten unrund, sollten diese jedoch auch in der Buchvorlage (die ich nicht kenne) so gewesen sein, will ich nichts gesagt haben. Würde fast drauf wetten das hier ein US Remake nicht lange auf sich warten lassen wird. Wäre in der Tat was für z.B. David Fincher. Überraschend starke 7/10

Johnny English – Man lebt nur dreimal (2018) Bewegt sich irgendwo zwischen Teil 1 und 2 und fällt damit schwächer aus als von mir erhofft. Einige Szenen sind ziemlich lustig, andere doch sehr albern, da hat vor allem der erste Teil genau diese Gradwanderung noch am Besten hinbekommen. 6/10

Bumblebee (2018) Teil 4 der Transformers Reihe hatte es bei mir damals maßlos mit dem Effektoverkill übertrieben und Teil 5 hatte ich mir dann gar nicht erst angesehen. Das ging vielen so und blieb ausnahmsweise in Hollywood scheinbar nicht unbemerkt, so das Travis Knight (Kubo / Paranorman) einen kleiner ausgelegten Ableger machen durfte und genau den richtigen Ton traf. Die sympathische Geschichte mit 80er Retro Touch (auch grad modern, kann bald auch schon wieder nerven) ist für Transformers Verhältnisse angenehm bodenständig, bietet aber natürlich dennoch genügend Action die man ja auch sehen will, nur halt alles etwas regulierter. Manchmal ist weniger halt doch mehr und so bleibt ein gelungener Blockbuster, der übrigens auch nicht nur Effekte aus dem Rechner im Paket hat, sondern auch einige echte Modelle etc. Gelungen gute 7/10.

Daylight (1996) Beste Katastrophenunterhaltung mit Stallone. Macht auch zum X-ten Mal Spaß, auch dank des coolen Soundtracks von Randy Edelman. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. 8/10

Air Force One (1997) Sicherlich auch irgendwie ein Actionkassiker der 90er. Dieses Mal darf Harrison Ford in Stirb Langsam Manier aufräumen und tut das an Bord der Air Force One. Dabei kann vor allem die erste Hälfte des Films überzeugen, die zweite konnte das Niveau aber nie so ganz halten. Überragend allerdings ist Gary Oldman als Bösewicht. 7/10

Finale Score (2018) Noch ein Stirb Langsam Verschnitt (von mir aus kann man in dem Bereich gerne regelmäßig nachliefern), der durchaus gelungen ausfällt (auch weil genug Geld da war) und natürlich auch stark an van Dammes „Sudden Death“ erinnert. Bautista ist solide, macht wie gewohnt in den Actionszenen eine gute Figur, agiert aber ebenfalls wie gewohnt sonst immer etwas zu trocken. Solide Nummer für Genrefans. 7/10

Sniper: Ultimate Kill (2017) Netter kleiner Actionfilm der für einen Abend mal gut unterhalten kann, auch weil er einen ziemlich hochwertigen Look hat und in den wenigen, aber guten, handgemachten Actionszenen überzeugt. 6/10

The Rock (1996) Michael Bays The Rock ist wohl einer DER Actionklassiker des Hollywoodkinos und auch nach 23 Jahren immer noch ein Highlight in allen Punkten. Super aufgelegte Schauspieler, Action die so ziemlich alles bietet was der Fan begehrt, eine gute Story, eine Prise Humor und dazu natürlich der „berühmte“ Hans Zimmer Soundtrack. 9/10

Spiel auf Bewährung (2006) Guter Sportfilm der neben den wirklich guten Footballszenen auch in den Drama Momenten überzeugt. Genau wie Dwayne Johnson, der hier noch nicht ganz so aufgepumpt ist und sich eigentlich auch für mehr Rollen mit etwas Tiefgang empfiehlt, aber dann später doch mehrheitlich die Entscheidung zugunsten der breiten Masse traf. 7/10

Dogs of Berlin – Staffel 1 (2018) Schon wieder Alvart, der hier durch Netflix gesponsert gleich als Autor und Regisseur ran darf. Die Inszenierung ist erneut gelungen (da beherrscht der Mann sein Handwerk wie nur wenige im Lande) und die Grundidee der Serie im Prinzip hervorragend. Viele aktuelle deutsche Themen werden als Unterbau einer Krimi/Thrillerserie verwendet, das funktioniert sehr gut in den ersten Folgen und auch wieder in den starken letzten Folgen, bietet aber einige Durchhänger in der Serienmitte. Da will Dogs of Berlin einfach zu viel einbringen, was auf Kosten der Spannung und der eigentlichen Ermittlungen geht. Auch die vielen unterschiedlichen Charaktere machen die Serie auf der einen Seite interessant, schaffen aber gleichzeitig zu viele Nebenbaustellen. Etwas mehr Konzentration auf das wesentliche und es wäre für mich eine rundere Sache gewesen. 6/10

Bosch – Staffel 1-5 Unter dem Strich eine hervorragende Serie, vor allem wegen des Hauptcharakters und der ihn umgebenden Charaktere, die über die Staffeln hinweg eine sinnvolle Entwicklung durchmachen. Auch in den Beziehungen untereinander. Die eigentlichen Ermittlungen der einzelnen Fälle (pro Staffel 1 großer Fall und ein paar Nebenbaustellen, die auch mal Staffelübergreifend vorkommen) wirken aber manchmal etwas unstrukturiert, sollen aber möglicherweise den Zuschauer auch mehr fordern als einige das von den „seichteren“ Produktionen gewohnt sind. Was dann im Umkehrschluss aber auch wieder dazu führt das man ab und an ein Logikloch entdeckt. Dazu gibt es ähnlich wie in The Wire oder The Shield eine Portion Politik, die aber nie den großen Rahmen einnimmt, sondern immer nur mitschwingt, was mir persönlich auch ausreicht. Thematisch am besten gefallen haben mir Staffel 2 & 3. Etwas schwächer war Staffel 4. Im Gesamtpaket, als welches man Bosch eh sehr gut betrachten kann, da halt alles gut ineinander greift eine 8/10